TV Neerstedt tritt in Schwanewede an / „Mannschaft muss Ausfälle kompensieren“

Kolpack gegen Kolpack: Das Duell um die Oberliga-Spitze

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Torben Kolpack.

Neerstedt - In der vergangenen Saison trugen die Kolpack-Brüder noch gemeinsam das Trikot des Handball-Oberligisten TV Neerstedt. Während Rechtshänder Eike Kolpack den Grün-Weißen die Treue hielt und weiter für Torgefahr im Rückraum sorgt, verließ sein älterer Bruder Torben den Oberliga-Dino nach nur einer Saison wieder und schloss sich dem heutigen Gegner, der HSG Schwanewede/Neuenkirchen an, um dort im rechten Rückraum Fuß zu fassen. Das Spiel beginnt in der Heideschule in Schwanewede um 18.15 Uhr.

Die Gastgeber hatten nach dem Ende der abgelaufenen Saison einen starken personellen Aderlass zu verzeichnen. Zum einen gingen die herausragenden Akteure Ole Harms und Torhüter Daniel Sommerfeld zum Drittliga-Aufsteiger SG Achim/Baden. Außerdem wurde die rechte Angriffsseite durch die Abgänge von Dennis Bolz (Trainer SGSV Friedrichsfehn/Petersfehn), Jorit Rolf-Pissarcyk (kürzergetreten) und Kolja Pietsch (Auslandsjahr) arg ausgedünnt.

Dafür wurden mit Marco Walker (Jahn Brinkum) und Torben Kolpack zwei neue Linkshänder hinzugewonnen. Damit könnte es zum direkten Duell der beiden Brüder kommen. „Ich glaube aber nicht, dass sich Eike darüber weitere Gedanken macht“, sagt TVN-Trainer Dag Rieken zum erwarteten Aufeinandertreffen der beiden.

Auf der Kreisposition der Schwaneweder sollten sich eigentlich Lino Hintke (TV Langen) und der A-Jugendlichen Lukas Trumm (Doppelspielrecht SG HC Bremen/Hastedt) die Aufgaben von Ole Harms teilen. Beide sind jedoch aufgrund von Knieverletzungen über lange Zeit nicht einsatzfähig. Ersatz fand der neue HSG-Trainer Malte Waldow (kam vom Landesligameister TV Langen), der das Amt vom langjährigen „Schwäne“-Trainer Henning Schomann übernommen hat, in Michael Wallrabe. Der 42-jährige Routinier mit Zweitligaerfahrung konnte reaktiviert werden.

Allen Problemen zum Trotz hat die HSG Schwanewede/Neuenkirchen ihre beiden Auftaktpartien gegen Friedrichsfehn/Petersfehn und in Bissendorf gewonnen. Gerade der 22:19-Auswärtserfolg beim Titelaspiranten Bissendorf hat bei Rieken für gehörigen Respekt gesorgt. „Dieser unerwartete Erfolg ist aller Ehren wert“, meint er.

Insofern fährt der derzeitige Tabellenführer der Oberliga Nordsee nicht unbedingt als Favorit zu den „Schwänen“. Zumal der TVN sich zuletzt gegen Bützfleth auch nur mit Glück durchsetzte und einige Ausfälle zu beklagen hat. Auf keinen Fall werden Kreisläufer Malte Kasper (krank) und Spielmacher Tim Schulenberg (Lehrgang) die Reise in den Bremer Norden antreten können. Auch Björn Wolken und Torhüter Christoph Kuper mussten unter der Woche krankheitsbedingt pausieren. Ihr Einsatz sollte aber nicht gefährdet sein.

„Das sind nicht die besten Voraussetzungen, um unsere Serie fortzuführen. Aber die Mannschaft muss die Ausfälle kompensieren“, fordert Rieken. Vor allem auf die TVN-Deckung kommt in der voll besetzten Heide-Hölle Schwerstarbeit zu, gilt es doch, Rückraumroutinier Andreas Swalkiewicz in den Griff zu bekommen.

wz

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