TV Neerstedt startet mit 30:23 über SG Achim/Baden in die Oberliga-Saison

Rademachers 3:2:1-Deckung ist der Schlüssel zum Erfolg

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Rückkehrer Ole Goyert (M.) wirkte sehr agil und erzielte im Auftaktspiel vier Treffer für den TV Neerstedt.

Neerstedt - Einstand nach Maß für Jörg Rademacher: In seinem ersten Pflichtspiel als Trainer des Handball-Oberligisten TV Neerstedt feierte der 48-Jährige mit seiner neuen Mannschaft einen deutlichen 30:23 (13:8)-Erfolg über Drittliga-Absteiger SG Achim/Baden.

Dabei machte die Defensive den Unterschied aus. Ex-Profi Jörg Rademacher setzte bei seiner Premiere auf eine 3:2:1-Deckung, auch wenn ihm für diese kraftraubende Abwehrvariante nur wenige Spieler zur Verfügung standen. Zwar saßen Malte Kasper (Wade) und Marcel Tytus (Schulter) auf der Bank, doch aufgrund ihrer Blessuren verzichtete Rademacher darauf, das Kreisläufer-Duo einzusetzen.

Zudem war Rückraumspieler Björn Wolken angeschlagen in die Begegnung gegangen. Aber der Routinier biss auf die Zähne und hielt 60 Minuten durch. Die Gastgeber profitierten spürbar von ihrer guten Fitness, die sie sich in der Vorbereitung erarbeitet hatten.

Achims neuer Trainer Steffen Aevermann wechselt zwar mehrfach die Varianten in der Defensive, aber aufhalten konnte seine Mannschaft den TVN-Express dadurch nicht.

Bis zum 3:3 (6.) verlief die Begegnung noch ausgeglichen. Danach hatte sich die neu formierte Neerstedter Deckung gefunden. Zudem schien Keeper Christoph Kuper in dieser Phase schier unüberwindlich. Die Gäste blieben nun 15 Minuten ohne Torerfolg. Die Grün-Weißen brachten im Angriff immer wieder ihren Shooter Eike Kolpack durch geschickte Kreuzbewegungen in Schussposition. In dieser Phase erzielte der Rückraumlinke zwei seiner insgesamt acht Treffer. Auf Linksaußen wirbelte der agile Ole Goyert und langte ebenfalls zwei Mal zu.

Nach dem 9:3 (20.) ließ die Neerstedter Deckung bis zum 13:8-Pausenstand noch fünf Achimer Treffer zu. „Unsere Deckung stand in der ersten Halbzeit schon sehr gut“, freute sich Rademacher.

Nach dem Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern bis zum 16:9 (33.) das gleiche Bild. Doch nun ging ein Ruck durch das Aevermann-Team. Zum einen steigerte sich SG-Torhüter Mirco Thalmann enorm. Zum anderen war Linksaußen Kevin Podien drei Mal erfolgreich. Auch Dennis Summa, der in dieser Phase eines seiner neun Tore erzielte, und Routinier Florian Block-Osmers trafen. Dadurch waren die Achimer beim 14:16 (39.) wieder dran.

Doch eine Auszeit von Rademacher beendete das kurze Achimer Zwischenhoch. „Leider haben wir in dieser Phase nicht nachgesetzt, sondern wieder eine Auszeit genommen“, bedauerte Aevermann. Rademacher brachte mit Andrej Kunz und Thomas Schützmann frische Kräfte, und Neerstedt zog vorentscheidend auf 23:15 (49.) davon.

„Wir konnten wenig über den Kreis spielen, trotzdem haben wir einen deutlichen Sieg eingefahren“, bilanzierte Rademacher sichtlich erfreut. Aber auch sein Achimer Kollege war nicht gänzlich unzufrieden. „Wir sind in der Defensive gescheitert. Der Angriff war vor allem in der zweiten Halbzeit durchaus in Ordnung“, meinte Aevermann.

wz

TV Neerstedt: Kuper, Depenbrock - Goyert (4), Reuter (2), Tytus (n.e.), Schulenberg (5/3), Schützmann (1), Kolpack (8), Kasper (n.e.), Wolken (5/4), Kunz (3), Busse (2).

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