TV Neerstedt spielt beim 24:23 gegen Bützfleth/Drochtersen miese zweite Hälfte

Wolken rettet Heimpremiere

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Langte sechs Mal zu: Neerstedts Rechstaußen Bastian Carsten-Frerichs.

Neerstedt - So schlecht haben die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt ihr Heimpublikum schon lange nicht mehr bedient: Die zweite Halbzeit gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen verdiente das Prädikat „unterirdisch“.

Mit seinem markanten Unterarmwurf zum 24:23 (16:13)-Endstand rettete Routinier Björn Wolken den Grün-Weißen jedoch die Heimpremiere. Bis dahin hatten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel lediglich sieben Treffer erzielt.

Dabei sah es bis zum 21:14 durch einen vom Tim Schulenberg verwandelten Siebenmeter noch recht gut aus (39.). Aber dann blieben die Neerstedter fast elf Minuten lang ohne Torerfolg. Dagegen netzten die Kehdinger bis zum 19:21 (49.) fünf Mal in Serie – ihr Kampfeswille war geweckt. „Meine Mannschaft steckt nie auf“, sagte HSG-Trainer Marcin Waryas während der anschließenden Pressekonferenz.

Zwar konnte Torben Kruse den Vorsprung mit seinem einzigen Treffer wieder auf drei Tore ausdehnen (22:19/50.) – trotzdem glichen die Gäste beim 22:22 erstmals aus (55.). Anschließend spielten die Neerstedter endlich einmal einen Angriff wirklich aus. Prompt kam Rechtsaußen Bastian Carsten-Frerichs frei zum Wurf und sorgte für das 23:22 (56.).

Doch in den Schlussminuten schloss die Crew der Trainer Kai Freese und Dag Rieken ihre Angriffe erneut überhastet ab, während Bützfleth den Ball lange laufen ließ und bei angezeigtem Zeitspiel zum 23:23 ausglich (58.). Rund eine Minute vor dem Ende packte Wolken dann die Keule aus. Das 24:23 brachte Neerstedt dann über die Zeit.

Bereits in der ersten Halbzeit hatten die Hausherren etliche Chancen ausgelassen. Immer wieder scheiterten sie am gut aufgelegten Gästekeeper Sören Scholvin, an der Latte oder warfen am Gehäuse vorbei. Bis zum 4:4 (9.) verlief die Partie ausgeglichen, ehe Neerstedt auf 10:5 (15.) davonzog. Bis zum 13:7 (23.) durch Schulenberg in Unterzahl sah es für die Gastgeber recht gut aus. Dann aber wurden sie in der Abwehr zu ungeduldig und ließen sich von der HSG einlullen. Zwar legte Neerstedt nach Wiederbeginn einen Zwischenspurt vom 16:13 bis zum 21:14 (39.) hin, brachte sich dann aber selbst in Schwierigkeiten. „Das war ein glücklicher Sieg“, atmete Dag Rieken auf. Und sein Trainerkollege Kai Freese ergänzte: „Wir müssen in der nächsten Woche an unserer Torquote arbeiten, ansonsten haben wir in Schwanewede keine Chance.“

wz

TV Neerstedt: Kuper, Depenbrock - Quickert, Carsten-Frerichs (6), Freese, Kunz (1), Kruse (1), Schulenberg (2/1), Schützmann (2), Kolpack (6), Malte Kasper (4), Wolken (2), Marcel Kasper, Busse.

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