Handball-Oberligist setzt sich gegen VfL Fredenbeck II mit 35:29 durch / Sieben Willmann-Tore

Neerstedt siegt im Schongang

Christoph Stüve (l.) steuerte zwei Tore zum Neerstedter Heimsieg bei.Fotos (2): Kellmann

Wildeshausen - NEERSTEDT (ll) · Nach der „Gala-Vorstellung“ der Oberliga-Handballer des TV Neerstedt im letzten Heimspiel gegen Spitzenreiter SG Achim-Baden erhofften sich zumindest die TVN-Fans unter den rund 200 Zuschauern am Samstagabend gegen die Reserve des Zweitligisten VfL Fredenbeck einen ähnlich furiosen Auftritt. Mit 35:29 (16:14) gingen die Schützlinge von TVN-Trainer Dag Rieken auch als souveräner Sieger aus der Halle, erreichten während der 60 Minuten aber nie das hohe Niveau aus dem Achim-Baden-Spiel.

Es war letztlich ein Arbeitssieg, der in einem hart umkämpften Spiel heraussprang. „Dass wir die Leistung aus dem Achim-Baden-Spiel nicht so einfach wiederholen würden, war mir klar. Mit der Angriffsleistung bin ich heute zufrieden, mit unserer Abwehr allerdings nicht. Erst nach der Umstellung mit Positionsverteidiger bekamen wir auch das Spiel in den Griff“, analysierte Dag Rieken hinterher.

Immerhin ließen die Neerstedter zu keinem Zeitpunkt das Gefühl aufkommen, dass in dieser Begegnung etwas schief gehen könnte. Dafür war die Heimmannschaft insgesamt besser aufgestellt als der Gegner, tat aber nur das nötigste, um den erwarteten Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

Kampf war Trumpf, bei dem die Gäste nie locker ließen. Beide Teams lieferten sich in der hektischen Partie, die von vielen technischen Fehlern begleitet wurde, von Beginn an einen offenen Schlagabtausch, in dem die Gastgeber bis auf einen Rückstand (5:6/9.) ständig die Nase vorn hatten. Erstmals absetzen konnten sich die Neerstedter aber erst nach dem 11:10 durch drei Treffer hintereinander von Andre Willmann, der mit sieben Treffern auch erfolgreichster TVN-Werfer war, Malte Kasper (4), der am Kreis einen starken Part ablieferte, und Tim Schulenberg mit erfolgreichem Nachwurf eines an die Latte geknallten Siebenmeters zum 14:10. Die Gäste ließen sich aber nicht entmutigen, setzten immer wieder nach und hatten bei 15:14 zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff per Siebenmeter die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch TVN-Keeper Maik Haverkamp hielt den Wurf und bediente André Schröder-Brockshus mustergültig, der zum 16:14-Halbzeitstand traf. Der spielerische Höhepunkt des ersten Durchgangs war aber zweifellos ein Tor nach Kempa-Trick von Thomas Schützmann zum 11:9, die Vorlage kam von Andre Willmann.

Der zweite Abschnitt war zunächst ein Spiegelbild des ersten. Die Gäste blieben dran, glichen sogar zum 17:17 und 18:18 aus. Als Rieken das Deckungssystem umstellte und mit Positionsverteidiger agieren ließ, setzte sich seine Mannschaft durch drei Tore von Willmann (2) und Schützmann auf 26:21 (46.) ab.

Von nun an war der Drops gelutscht. Durch Zeitstrafen schwächte sich Fredenbeck danach selbst. Zwischenzeitlich standen sogar nur noch drei Feldspieler auf dem Platz. Den unrühmlichen Höhepunkt setzte VfL-Trainer Malte Isler, der für seinen Ausraster (57.) die rote Karte zu sehen bekam. Der Schlusspunkt war Marcel Kasper zum 35:29 vorbehalten, womit er das 500. Tor seiner Mannschaft in der laufenden Saison erzielte.

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