TV Neerstedt nimmt Favoritenrolle gegen SG Friedrichsfehn/Petersfehn an

Schulenberg soll auf dem Feld für Ordnung sorgen

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Soll für Ordnung im Neerstedter Spiel sorgen: Regisseur Tim Schulenberg.

Neerstedt - Nach der 26:31-Niederlage bei der HSG Barnstorf/Diepholz wollen die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt heute, 20.30 Uhr, wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Die Chancen dazu stehen im Heimspiel gegen die SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn nicht schlecht.

Allerdings gleichen die Gäste in vielerlei Hinsicht einer Wundertüte. Für den Tabellensiebten gilt meistens: zu Hause hui, auswärts pfui. Zum Regionsderby in Neerstedt dürften die Ammerländer mit voller Kapelle antreten. Also auch mit Jan Philip Willgerodt. Der zweitligaerfahrene Halblinke verzichtet sonst gerne mal auf Auswärtsfahrten. Auch ohne den wurfgewaltigen Blondschopf bezwang die SG zuletzt den hochgehandelten TV Bissendorf-Holte (29:27).

„Wir dürfen Friedrichsfehn auf keinen Fall unterschätzen. Die Mannschaft spielt schon sehr abgezockt“, warnt Neerstedts Trainer Dag Rieken, der den Gegner am vergangenen Sonnabend beobachtet hatte. Besonders das Trio Markus Kuhnt (rechter Rückraum), Oliver Krause (linker Rückraum) und Tobias Plagemann (Kreis) harmoniert hervorragend. Die Gäste üben solange Druck auf des Gegners Deckung aus, bis sie aus dem Rückraum zu einfachen Würfen kommen oder Plagemann am Kreis frei ist.

Das taktische Konzept des neuen SG-Trainers Dennis Bolz, der in der vergangenen Saison noch als Rechtsaußen beim Ligarivalen HSG Schwanewede/Neuenkirchen aktiv war, ging bis jetzt aber nur zu Hause auf: Sein Team gewann alle vier Heimbegegnungen, ging in der Fremde jedoch immer leer aus.

Damit das so bleibt, müssen die Neerstedter vor allem im Angriff effektiver spielen als zuletzt. Bei den beiden Niederlagen in Diepholz und davor in Habenhausen tappten die Grün-Weißen zu häufig in die Konterfalle, weil sie ihre Angriffe immer wieder zu überhastet abschlossen.

Grippebedingt musste Eike Kolpack bei den Gastgebern mit dem Training aussetzen. Der Einsatz des Shooters ist laut Rieken aber nicht gefährdet. Ansonsten dürften der Coach und sein Kompagnon Kai Freese alle Akteure an Bord haben. Nicht unwichtig ist die Rückkehr von Spielmacher Tim Schulenberg, der zuletzt aus beruflichen Gründen fehlte. Der Regisseur soll für die nötige Ordnung auf dem Feld sorgen und seine Nebenleute in Szene setzen.

Die Ausgangslage ist klar: „Wir nehmen die Favoritenbürde an und wollen zu Hause punkten – ohne Wenn und Aber“, lautet Riekens deutlicher Auftrag an seine Mannschaft.

wz

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