Handball-Oberliga: Schulenberg-Einsatz in Cloppenburg fraglich

TV Neerstedt braucht im Derby den größeren Willen

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Im Anflug auf das Derby in Cloppenburg: Thomas Schützmann vom TV Neerstedt. ·

Neerstedt - Wenn sich die Handballer des TV Neerstedt und TV Cloppenburg gegenüber stehen, dann schwebt immer der Begriff „Derby“ mit. Zwar liegen die beiden rivalisierenden Vereine nicht in unmittelbarer Nachbarschaft, doch trotzdem strahlt dieses Duell immer große Reize und eine gewisse Magie aus. „Für die Spieler ist es eben etwas Besonderes“, weiß Neerstedts Trainer Dag Rieken vor dem heutigen Oberliga-Auswärtsspiel seiner Mannschaft in Cloppenburg (19.30 Uhr).

Umso leichter dürfte es Rieken vor so einem Spiel fallen, seine Mannschaft zu motivieren. „Da muss man eigentlich gar nichts sagen, die Jungs sind heiß!“ Gerade in der Einstellung sieht der Neerstedter Trainer einen ganz wichtigen Faktor, der die Partie sogar entscheiden könnte. „Spielerisch sind beide Teams auf Augenhöhe. Cloppenburg hat als Heimmannschaft zwar einen Vorteil, aber am Ende wird derjenige gewinnen, der den größeren Willen zeigt“, glaubt Rieken.

Die Erinnerungen der Neerstedter an ihr letztes Gastspiel in Cloppenburg sind nicht die besten: Fast exakt vor einem Jahr, am 10. Dezember 2010, musste die Rieken-Truppe mit einer klaren 31:37-Niederlage die Heimreise antreten. Damals war es unter anderem TVC-Torhüter Ulf Duda, der den Neerstedtern schon in der ersten Halbzeit den Zahn zog. Doch mittlerweile steht Duda nicht mehr im Aufgebot, mit Patrick Schlömer und Daniel Plange haben zwei weitere Leistungsträger das Team vor der Saison verlassen. Zumindest die Torhüterposition konnte mit dem Wilhelmshavener David Albrecht, an dem auch der TVN schon mal Interesse hatte, mehr als adäquat ersetzt werden. „Cloppenburg ist ein wenig im Umbruch“, weiß Rieken und hat damit eine Parallele zu seiner eigenen Mannschaft entdeckt. Auch in der Tabelle sind die beiden punktgleichen Rivalen ganz dicht beieinander.

Als Aktivposten im Cloppenburger Team verblieben ist Kreisläufer Jürgen Erdmann, der nicht nur als Torschütze gefährlich, sondern darüber hinaus auch ein exzellenter Abwehrspieler ist. Gefahr geht aber genauso von der rechten Seite mit Christian Schmidt und dem Ex-Neerstedter Holger Willus aus. Im Rückraum ist zudem Lennart Witt immer für einige Tore gut.

In personeller Hinsicht können die Neerstedter so ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Lediglich hinter dem Einsatz von Tim Schulenberg, der im Training am Montag umgeknickt ist, steht ein Fragezeichen. Riekens Marschroute ist eindeutig: „Wir müssen die Kräfte bündeln, die richtige Einstellung finden und diszipliniert spielen. Vieles wird Kopfsache sein.“ Und genau das ist eben wieder typisch für ein Derby... · him

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