TV Neerstedt bezwingt TSV Bremervörde dank überlegener Physis mit 35:30

Vaterfreuden versetzen Wolken in Spiellaune

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Björn Wolken (l.) steigt hoch und wirft am Block von Bremervördes Regisseur Adnan Salkic vorbei. Insgesamt erzielte Neerstedts spielfreudiger Halbrechter neun Treffer.

Neerstedt - Von Sven Marquart. Seit zwei Wochen sind Björn Wolkens Nächte extrem kurz. Brav steht der frischgebackene Vater jedes Mal auf, wenn ihn die kleine Ida Nike an den Wickeltisch zitiert. Doch die Glücksgefühle übertreffen offenbar den Schlafmangel. Jedenfalls war der Rückraumakteur des Handball-Oberligisten TV Neerstedt beim 35:30 (15:16) gegen den TSV Bremervörde mit neun Treffern nicht nur bester Werfer seines Teams – der 33-Jährige präsentierte sich außerdem in glänzender Spiellaune.

„Das haben die Jungs schon die ganze Woche beim Training gesagt – so ein Kind spornt an“, strahlte Björn Wolken nach dem vierten Saisonsieg. Dabei hatte die Partie für ihn eher suboptimal begonnen: Beim Stand von 0:0 scheiterte er per Strafwurf an TSV-Keeper Jan Mühlich. Nachdem Wolken mit seinem ersten Treffer für das 5:3 gesorgt hatte, häuften sich bei den Grün-Weißen im Angriff Fehlwürfe und technische Fehler.

„Es ist mir unverständlich, warum wir in der ersten Halbzeit so einen Schlafwagenhandball gespielt haben“, ärgerte sich Neerstedts Trainer Jörg Rademacher, der beim Stand von 6:8 eine Auszeit nahm (14.). Bis dahin hatte allein Marcus Hölling schon vier Mal eingenetzt. Insgesamt kam Bremervördes bulliger Kreisläufer auf acht Treffer. Dafür blieb Adnan Salkic (4) blass. Neerstedts Linksaußen Ole Goyert deckte den TSV-Regisseur in der ersten Halbzeit kurz, nach der Pause erledigte Andrej Kunz diese Spezialaufgabe. „Es ist in jedem Spiel das Gleiche: Salkic und Hölling machen das super – Gott sei Dank haben wir das auf die Kette gekriegt“, meinte Rademacher erleichtert.

Nachdem er seine Schützlinge in der Halbzeit wachgerüttelt hatte, mussten die Grün-Weißen jedoch erst einmal eine kritische Phase überstehen. Nach dem 17:20 durch Tim Schlichting kassierten Marcel Reuter und Tim Schulenberg binnen neun Sekunden Zeitstrafen (35.), so dass der Tabellenfünfte fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl agieren musste. Doch durch Treffer von Eike Kolpack und Thomas Schützmann bei einem Gegentor von Hölling ging Neerstedt sogar als 2:1-Sieger aus dieser Situation hervor.

Obwohl Christoph Kuper bis zum 20:23 (38.) gut gehalten und kurz zuvor zwei Glanzparaden gezeigt hatte, wechselte Rademacher und schickte Tristan Depenbrock zwischen die Pfosten. „Eine Bauchentscheidung! Ich denke, sie war richtig, nachdem Tristan gleich ein paar gute Sachen abgebissen hat“, erläuterte der Coach.

Gegen den Siebenmeter von Lars von Kamp zum 21:24 war Depenbrock machtlos. Doch dann startete seine Mannschaft einen 8:0-Lauf zum 29:24. In dieser Phase brachen die nur mit einem Mini-Aufgebot (zwei Torhüter, sieben Feldspieler) angereisten Gäste konditionell völlig ein. „Mir war klar, dass wir physisch im Vorteil sind“, berichtete Rademacher. Trotzdem atmete der B-Lizenzinhaber kräftig durch, als seine Crew den Vorsprung über die Zeit gebracht hatte: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir sind froh, dass wir die Punkte haben.“

TV Neerstedt: Kuper (bis 38.), Depenbrock (ab 38.) - Goyert (2), Reuter (2), Tytus, Schulenberg (6/4), Schützmann (4), Kolpack (8), Kasper (3), Wolken (9), Kunz (1), Busse (n.e.).

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