Verband erklärt Badminton-Spielzeit 2020/2021 in Niedersachsen für beendet

NBV plant schon für die neue Saison

Einverstanden: Andreas Kühling findet den Saisonabbruch „vernünftig“.
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Einverstanden: Andreas Kühling findet den Saisonabbruch „vernünftig“.

Wildeshausen/Harpstedt – Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Nun ist aber auch bei den Verantwortlichen des Niedersächsischen Badminton-Verbandes (NBV) der Glaube erloschen, zumindest noch eine verkürzte Punktspielsaison austragen zu können. Stattdessen hat der Verband die Serie abgebrochen.

„Die jüngste Verlängerung des Lockdown bis zum 7. März 2021 mit möglichen Lockerungsszenarien lässt nicht darauf schließen, dass der Spielbetrieb vor Ostern wieder möglich wird. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wann die Städte und Kommunen letztlich die Sportstätten wieder öffnen“, schreibt NBV-Sportwart Rainer Neumann auf der Internetseite des Verbandes. Vorstand und Spielausschuss hatten bis zuletzt gehofft, mit einer Einspielzeit von vier Wochen bis Ende Mai zumindest eine Halbserie durchführen zu können. „Diese Möglichkeit sehen wir nun leider nicht mehr“, begründet Neumann. Deshalb hätten die Vertreter beider Gremien beschlossen, die Punktspielsaison 2020/2021 abzubrechen und stattdessen mit den Vorbereitungen auf die Serie 2021/2022 zu beginnen. Durch die zugelassenen Impfstoffe gebe es Grund zum Optimismus. „Wir bitten euch, dem Verband die Treue zu halten, und weiterhin eure Mannschaften für den Punktspielbetrieb zu melden“, appellierte Neumann an die Vereine.

„Die Entscheidung war überfällig – ich hatte schon viel eher damit gerechnet“, sagt Carsten Kröcher. Schon Ende Januar sei klar gewesen, dass die Infektionszahlen zu hoch sind, meint der Kapitän des Bezirksklassen-Aufsteigers SG Ganderkesee/Harpstedt. „Natürlich möchte ich meinen Sport wieder ausüben und hätte die Saison gerne gespielt“, betont Kröcher. Doch Spieltage mit Teams aus drei Landkreisen (Vechta, Cloppenburg und Oldenburg) sowie aus der Stadt Delmenhorst in einer Halle seien aktuell nicht angebracht, findet der 46-Jährige: „Es ist schade, dass man die Leute aus den Vereinen nicht treffen kann, denn da sind im Laufe der Jahre Freundschaften entstanden. Aber so Gott will, geht es im September ja wieder los.“ Kröcher hofft, dass nach den Osterferien wieder Training in der Halle möglich ist.

Auch Andreas Kühling vom Bezirksligisten SC Wildeshausen ist mit dem Saisonabbruch einverstanden. „Wenn man die Entwicklung der Coronapandemie sieht, ist die Entscheidung vernünftig“, erklärt Kühling, der auch Sportwart seines Vereins ist. Seit Anfang November seien die Sporthallen geschlossen und nur noch individuelles Training möglich. „Aber beim Badminton werden ganz andere Muskelgruppen beansprucht als beim Fahrrad fahren. Dementsprechend hoch ist das Verletzungsrisiko. Es wäre keine gute Idee gewesen, ohne ausreichende Vorbereitungszeit Wettkämpfe auszutragen“, verdeutlicht der 35-Jährige. Da niemand aus der WhatsApp-Gruppe des SC Wildeshausen ausgetreten sei, ist Kühling „guter Dinge, dass alle bei der Stange bleiben“. Skeptischer ist er beim Nachwuchs: „Da kann ich mir schon vorstellen, dass der eine oder andere festgestellt hat, dass das Leben auch ohne Badminton ganz schön ist. Aber das werden wir erst sehen, wenn das Training wieder losgeht.“  mar

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