Ex-Papenburger ist Bragulas Mister 100 Prozent

Marco Nakelski kehrt mit dem VfL Wildeshausen an seine alte Wirkungsstätte zurück

Wildeshausens Marco Nakelski (Bildmitte) dirigiert seine Mitspieler.
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Auf Anhieb Führungsspieler: Marco Nakelski (Bildmitte) ist beim VfL Wildeshausen schon jetzt unentbehrlich. Zum Rückrundenauftakt läuft der 28-Jährige mit den Krandel-Kickern an alter Wirkungsstätte auf.

Wildeshausen – Noch nicht einmal fünf Monate trägt Marco Nakelski das Trikot des VfL Wildeshausen. Doch schon in dieser kurzen Zeit hat er sich beim Fußball-Landesligisten unentbehrlich gemacht. In Windeseile avancierte der Mittelfeldmann zum Leistungsträger und Führungsspieler – so wie zuvor schon beim SC BW Papenburg, dessen Kapitän er war, ehe er nach Oldenburg zog und sich den Krandel-Kickern anschloss. An diesem Freitag, 20 Uhr, muss Nakelski mit seinem neuen Club bei seiner „alten Liebe“ antreten. Für den 28-Jährigen ist die Partie fraglos „ein ganz besonderes Spiel, weil ich praktisch mein ganzes Fußballerleben Blau-Weiß getragen habe“.

Als jeweils einziger Akteur des Wildeshauser Kaders hat Nakelski nach Abschluss der Hinrunde eine 100-prozentige Trainingsbeteiligung sowie die vollen 720 Landesliga-Minuten in den Beinen. Das war Ende Mai, als der Finanzbeamte VfL-Coach Marcel Bragula seine Zusage gab, nicht unbedingt zu erwarten. Schließlich hatte er wegen hartnäckiger Leistenbeschwerden bis dahin gut anderthalb Jahre kaum Sport treiben können. „Ich bin selbst überrascht, wie gut es läuft. Nach der langen Verletzung habe ich nicht damit gerechnet, dass ich so schnell Fuß fasse“, staunt Nakelski.

Am vergangenen Sonntag erzielte „Mangold“, wie er inzwischen auch in Wildeshausen nur noch von allen genannt wird, schließlich seinen ersten Treffer. Einen ganz wichtigen noch dazu: Beim 2:2 in Werlte netzte Nakelski in der Nachspielzeit zum Endstand und sicherte dem VfL einen wertvollen Auswärtspunkt. Mit insgesamt elf Zählern belegt die Wittekind-Crew nach der ersten Halbserie den sechsten Tabellenplatz. „Unterm Strich sind wir damit relativ gut dabei – nur das 2:3 gegen Leer nervt“, bilanziert Bragula. Er ist heilfroh, dass sein neuer Sechser so gut funktioniert. Denn durch die zahlreichen Ausfälle ist Nakelski inzwischen so etwas wie „meine rechte Hand auf dem Platz“. Auch an alter Wirkungsstätte wird Nakelski diesbezüglich wieder gefordert sein. Denn die Chancen stehen schlecht, dass die Leitwölfe Marius Krumland, Kevin Radke und Alexander Dreher nach ihren Verletzungen aus dem Werlte-Spiel im Sportpark Obenende mitwirken können. Sie dürften einiges verpassen. „Freitagabend unter Flutlicht ist da immer viel los“, meint Nakelski, der mit 300 bis 400 Zuschauern rechnet.

Auch Christopher Kant (Bänderriss im Sprunggelenk) und Ole Lehmkuhl (Wadenverletzung) können auf Wildeshauser Seite nicht mitmischen. „Das ist fast schon tragisch! Ole fährt im Urlaub mit dem Fahrrad bis nach Italien, trainiert zweimal ganz stark und verletzt sich bei der ersten Aktion“, ächzt Bragula. Er bangt außerdem um Lucas Abel. Der Angreifer, ebenfalls Torschütze in Werlte, musste das Training am Dienstag mit Schmerzen im hinteren Oberschenkel abbrechen. „Deshalb sind Lukas Schneider und Hauke Glück schon alarmiert. Nach dem Abschlusstraining gucken wir, ob wir sie mitnehmen müssen“, sagt Bragula. Immerhin steht ihm Jan Stubbmann, der wegen Patellasehnenproblemen drei Wochen pausiert hatte, wieder zur Verfügung.

Trotz seines Wegzugs steht Nakelski mit seiner Clique bei Blau-Weiß „täglich in Kontakt und bekomme einiges mit“. Daher weiß er, dass die Abwehrroutiniers Peter Wemken und Yanik Runde sowie Mittelfeldspieler Viktor Knoll angeschlagen sind. Durch ein Eigentor von Mika Ostendorf (51.) und einen Kontertreffer von Torben Lange (88.) triumphierten die Papenburger zum Saisonauftakt in Wildeshausen mit 2:0, und natürlich kassierte Nakelski hinterher auch ein paar Sprüche. „Ich war enttäuscht, weil wir gerade in der ersten Halbzeit gut im Spiel waren. Aber ich denke, dass wir uns auch in Papenburg nicht verstecken müssen. Jedenfalls hoffe ich darauf, dass ich auf der Rückfahrt mit den Wildeshauser Jungs im Bus feiern kann“, sagt Nakelski.

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