TV Neerstedt reist zum Spitzenreiter

Nagelt Sommerfeld wieder zu?

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Andre Schröder-Brockshus

Neerstedt - Gestärkt durch den Heimerfolg gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen vor zwei Wochen, fahren die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt zum Auswärtsspiel bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen (heute, 18.30 Uhr, Heideschule). Trotzdem haben die Gäste gehörigen Respekt vor dem derzeitigen Tabellenführer: Die „Schwäne“ sind als einziges Team noch verlustpunktfrei und konnten unter anderem die hochgehandelte HSG Barnstorf/Diepholz in eigener Halle besiegen. Die Neerstedter sind also gewarnt.

In der Vorsaison begann der Abstieg des damaligen Spitzenreiters aus der Gemeinde Dötlingen in der „Heidehölle“ von Schwanewede: Aufgrund des Ausfalls wichtiger Leistungsträger wie Malte Kasper und Malte Grotelüschen kassierten die Weiß-Grünen eine schmerzliche 31:32-Niederlage. Auch diesmal wird Kasper nicht mit von der Partie sein, denn sein Fingerbruch ist noch immer nicht ausgeheilt. Grotelüschen musste seine Handballschuhe sogar an den berühmten Nagel hängen.

Und das Verletzungspech klebt den Neerstedtern weiter an den Fingern. Unter der Woche konnte Dag Rieken wieder nur mit einer Kleingruppe trainieren. Eike Kolpack laboriert an Rückenproblemen. Außerdem mussten Bastian Carsten-Frerichs und Torben Kruse mit einer fiebrigen Erkältung das Bett hüten. Hinter dem Einsatz des Trios steht noch ein dickes Fragezeichen. Auf jeden Fall werden Andre Schröder-Brocks hus (Studienreise) und Philipp Freese (privat verhindert) nicht mit von der Partie sein.

Dass die HSG ganz oben in der Tabelle steht, war nicht unbedingt zu erwarten. Trainer Henning Schomann hatte vor der Saison fast seine komplette zweite Reihe verloren. Die Lücken hat er mit A-Jugendlichen und Routiniers wie Linkshänder Dennis Bolz aufgefüllt. Im Moment leben die Gastgeber hauptsächlich von ihrer erfahrenen ersten Garde um den 37-jährigen Andreas Szwalkiewicz. Der regionalligaerprobte Halblinke, der aus der Neuenkirchener Jugend stammt, ist nicht nur Leitwolf der Blauen, sondern mit bisher 19 Treffern auch ihr Haupttorschütze. Weitere Eckpfeiler sind Spielmacher Matthias Ruckh, Kreisläufer Ole Harms, Linksaußen Mirko Ahrens und Torhüter Daniel Sommerfeld. Den Keeper dürfen die Rieken-Schützlinge auf keine Fall warm werfen, ansonsten könnte er das Tor wie im Januar dieses Jahres nahezu vernageln.

Aufgrund der Tabellensituation fährt Rieken ganz entspannt auf die andere Weserseite. „Die Favoritenrolle kommt auf jeden Fall den Gastgebern zu. Wir sind nur Außenseiter“, sagt der erfahrene Coach. · wz

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