VfL Wildeshausen empfängt den SC Türkgücü Osnabrück zum „Abstiegsendspiel“

Nächste Bewährungsprobe für Pascal Hesselmann?

Pascal Hesselmann könnte auch gegen den SC Türkgücü Osnabrück wieder zum Einsatz kommen. - Foto: Marquart

Wildeshausen - In der Vereinsgeschichte des VfL Wildeshausen nimmt der 29. Mai 2015 einen besonderen Platz ein. 4000 Zuschauer wurden an jenem Datum Zeuge, wie sich die Fußballer durch das 1:1 gegen den SV Atlas Delmenhorst den Bezirksliga-Titel und den Aufstieg in die Landesliga sicherten. Exakt ein Jahr nach dem legendären Saisonfinale steigt im Krandel erneut eine ganz wichtige Partie. „Vielleicht ist das Schicksal“, meint VfL-Coach Marcel Bragula vor dem „Abstiegsendspiel“ gegen den SC Türkgücü Osnabrück (Sonntag, 15 Uhr).

Nachdem sich der TuS BW Lohne am Mittwoch mit dem 1:1 in Wildeshausen gerettet hat, gibt es in Hansa Friesoythe, dem TV Dinklage und eben dem SC Türkgücü nur noch drei Mannschaften, an denen die Krandel-Kicker an den letzten beiden Spieltagen vorbeiziehen könnten. Mindestens eines dieser Teams muss der Aufsteiger hinter sich lassen, um nicht gleich wieder den Gang in die Bezirksliga antreten zu müssen. Weil Bragula so gar keine Lust auf Rechenspiele hat, sagt er: „Wir müssen am Sonntag gewinnen – ohne Wenn und Aber!“

Dass das kein einfaches Unterfangen wird, ist auch Bragula und seinem Trainerpartner Marco Elia bewusst. Ähnlich wie ihre Crew hat auch Türkgücü mit argen Personalproblemen zu kämpfen. Allerdings überraschte der Tabellenelfte nach dem Rücktritt von Trainer Nihat Derya Ende März unter seinem neuen Coach Uwe Persson mit dem 2:0 gegen den Tabellenvierten BSV Kickers Emden und dem 0:0 bei Spitzenreiter TuS Bersenbrück. Für das Gastspiel im Krandel kehren Harun Ucar nach abgesessener Matchstrafe und Ismail Altunsaban nach überstandener Grippe in den Kader zurück. ,,Ansonsten sind zwar ein paar Spieler angeschlagen, aber es sieht deutlich besser aus als in den letzten Wochen“, sagte Persson gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der SC-Coach will unbedingt mit einem Sieg den „Klassenerhalt klarmachen“.

Auch wenn die Lage bei den Gastgebern prekär ist, sollten sie durch den Punktgewinn gegen Lohne neuen Mut geschöpft haben. „Aber noch so eine erste Halbzeit wie gegen Lohne dürfen wir uns nicht erlauben. Wir müssen so auftreten wie in der zweiten Hälfte“, sagt Bragula. Seine Schützlinge agierten anfangs viel zu zaghaft. Erst mit der Einwechslung des reaktivierten Kai Schmale (75.) ging ein Ruck durch die Mannschaft. „Genau das war die Absicht. Kai ist einer, der auch mal die Ellenbogen ausfährt oder mit einem Foul einen Konter unterbricht – allein seine Präsenz und seine Aura sind wichtig“, bestätigt Bragula.

Außerdem freute sich der Übungsleiter über den Auftritt von Pascal Hesselmann. Der 20-Jährige aus der Wildeshauser Kreisliga-Mannschaft musste nach dem kurzfristigen Ausfall von Niklas Heinrich in der Startelf ran. „Ich hatte keine Angst, Pascal reinzuwerfen. Er ist zweikampf- und kopfballstark und haut auch mal dazwischen“, erläutert Bragula. Möglicherweise beordert er Hesselmann auch gegen Türkgücü wieder neben Lennart Flege in die Innenverteidigung. Denn bei den angeschlagenen Jan Gusfeld-Ordemann und Niklas Heinrich sieht es eher schlecht aus.

Außerdem bangt Bragula um Mittelfeldspieler Jan Lehmkuhl. „Jan ist gegen Lohne umgeknickt, sein Fuß ist dick angeschwollen“, berichtet der Trainer. „Wir müssen ihn irgendwie zusammenflicken. Wenn keine schwere Verletzung vorliegt, muss er genauso wie Maxi Seidel auf die Zähne beißen.“ Jannik Wallner nach auskurierter Grippe und Storven Bockhorn, der von seinem Arbeitsaufenthalt aus Toulouse zurück ist, stehen hingegen wieder zur Verfügung. - mar

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