Nach 1:5 „nur“ Vizemeister – und noch nicht im DM-Halbfinale / Lemke auch im Angriff top

Ahlhorn verpasst die Pole Position

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Es war ein hartes Stück Drecksarbeit für Brettorfs Tim Lemke (beim Schlag) und seine Brettorfer Kollegen. Schließlich fuhr der TVB am Samstag gegen Kellinghusen noch einen 5:3-Sieg ein – auch dank Lemke als starkem „Aushilfs-Angreifer“.

Brettorf/Ahlhorn - Es hat nicht gereicht für den Ahlhorner SV: Am letzten Spieltag der Faustball-Bundesliga Nord musste die Mannschaft von Trainer Thomas Neuefeind bei Spitzenreiter VfK 01 Berlin eine 1:5-Schlappe hinnehmen und den Hauptstädtern somit die Staffelmeisterschaft überlassen. Diesen Titel hätte der ASV ebenfalls nur zu gern gehabt – denn dadurch wären Christoph Johannes & Co. in knapp drei Wochen bei der Deutschen Meisterschaft in Hirschfelde direkt fürs Halbfinale gesetzt gewesen. Stattdessen geht es vorher gegen den Dritten aus der Bundesliga Süd, den MTV Rosenheim. „Bis dahin werden wir weiter arbeiten und unsere Fehler abstellen“, kündigte Neuefeind an.

VfK 01 Berlin – Ahlhorner SV 5:1 (11:6, 12:10,11:8, 11:4, 8:11, 11:1): Beim frisch gebackenen Nord-Meister lagen die ASV-Defizite laut Neuefeind vor allem in den „Angaben, die nicht druckvoll genug waren, und den nicht so präzisen Zuspielen“. Hinzu kam der starke Wind, der die Gäste vor mehr Probleme stellte als die Gastgeber: „Unser 1,99-Meter-Schlagmann Christoph Johannes braucht eben höhere Bälle als der kleinere Berliner Angreifer Lukas Schubert“, schilderte Neuefeind, wollte das aber nicht als alleinige Entschuldigung für die Niederlage gelten lassen: „Schubert hat das gut gemacht, und auch der Berliner Zweitschläger war ganz stark.“

Nach der Partie war natürlich die Enttäuschung bei den Ahlhornern groß, „aber wir haben noch auf dem Feld zusammen gesprochen und klargestellt, dass es eine gute Saison für uns war. Am Ende hat uns nur der VfK Berlin zwei Mal geschlagen – und das ist ein verdienter Meister“, gratulierte Neuefeind den Bundeshauptstädtern zum Nord-Titel.

TV Brettorf – VfL Kellinghusen 5:3 (12:10, 9:11, 11:6, 12:10, 10:12, 11:4, 10:12, 11:8): Einen Tag nach dem mühsamen 5:4 gegen den Tabellenvorletzten Moslesfehn musste der TVB am Samstag gegen den Drittletzten wieder Schwerstarbeit verrichten – obwohl der VfL durch Moslesfehns Niederlage gerettet war. Doch der hielt bei böigem Wind auf dem regennassen Brettorfer Platz von Anfang an bissig dagegen. Hinzu kam, dass die Gastgeber verletzungsbedingt auf ihre Angreifer Tobias Kläner und Malte Hollmann verzichten mussten. Deshalb rückte Abwehrspieler Tim Lemke nach vorn – und der erledigte einen Super-Job! „Tim hat das hervorragend gemacht“, lobte TVB-Trainer Ralf Kreye den Mann, der sonst nur im Training den Angriffspart übernimmt. Auch sein Kapitän Christian Kläner staunte nicht schlecht: „Tim hat seine Aufgabe sehr gut gelöst.“

Den ersten Satz fuhr Brettorf in der Verlängerung ein, den zweiten Durchgang gaben die Hausherren aber knapp ab. Beim 11:6 in Runde drei schienen die Hausherren die Partie im Griff zu haben, doch nach der Pause kamen die Gäste kampfstark zurück. Erst in den Durchgängen sieben und acht dieses Kraftakts behielten die Brettorfer den längeren Atem und fuhren diese Sätze deutlicher nach Hause. „Es war nur eine Frage der Zeit“. meinte Kreye hinterher: „Ein paar Schönheitsfehler waren heute zu sehen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir verlieren könnten.“

VfK 01 Berlin – TV Brettorf 5:1 (12:10, 11:9, 7:11, 13:11, 11:5, 11:7): Nach diesem Marathon-Wochenende mit drei Spielen in drei Tagen atmete Brettorfs Kapitän Christian Kläner tief durch: „Das war ein hartes Stück Arbeit.“ Beim Meister nutzten die personell dezimierten Gäste die Gelegenheit, einiges auszuprobieren. „Trotzdem wollten wir uns dort natürlich nicht mit 5:0 abschießen lassen“, nannte Coach Kreye die Marschroute. So kam es dann auch nicht. Die ersten zwei Sätze gab sein Team knapp ab, den dritten holte jedoch der TVB. „Wir waren dran“, ärgerte sich Christian Kläner hinterher ein bisschen: „Den einen oder anderen Satz hätten wir schon noch holen können.“ Bis zur DM in Hirschfelde Mitte August hofft er, dass Tobias Kläner und Malte Hollmann ihre Blessuren abgeschüttelt haben. „Körperlich werden sie bis dahin schon wieder an ihre Leistungsgrenze gehen können, aber ihnen fehlt dann natürlich noch etwas Spielpraxis. Wir fahren als Außenseiter zur DM.“

ck

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