Nach massiver Kritik wird der Fußballkreis die Namensrechte der Kreisliga nicht verkaufen

Heinen sieht schwarz für Fusionspläne

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Der Kreisvorsitzende Hartmut Heinen stellt die Fusionspläne mittlerweile infrage.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. KirchhattenWildeshausen - Von Sven Marquart. Kommando zurück: Nach der außerordentlichen Arbeitstagung des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst ist das geplante Namenssponsoring der Kreisliga (wir berichteten) vom Tisch. Auch die vieldiskutierte Fusion mit den Kreisen Ammerland, Friesland, Wilhelmshaven, Oldenburg-Stadt und Wesermarsch stellt Hartmut Heinen inzwischen infrage. „Bei der derzeitigen Gemengelage sehe ich schwarz für ein großes Gebilde“, sagte der Kreisvorsitzende.

Der bei der Halbzeittagung drei Wochen zuvor thematisierte Verkauf der Kreisliga-Namensrechte an die Firma Gebäudereinigung Stark aus Stuhr hatte bei den Vereinen und deren Sponsoren massive Kritik hervorgerufen. Dabei habe es weder eine mündliche Zusage noch einen schriftlichen Vertrag, sondern lediglich zwei Telefonate zwischen ihm und Firmenchef Olaf Stark gegeben, erklärte Heinen. In den Gesprächen habe Stark sein Interesse daran bekundet – nach dem Modell des Fußballkreises Emsland – für 10000 Euro pro Saison die Namensrechte der Liga zu erwerben, mehr nicht.

Kreisvorstand und Vereinsvertreter zeigten sich irritiert, dass das Unternehmen den Deal auf seiner Internetseite bereits als perfekt vermeldet. „Was erlauben Stark?“, fragte Hartmut Heinen in bester Giovanni-Trapattoni-Rhetorik und lieferte die Antwort gleich mit: „Ich habe fertig mit Stark! Das Thema ist vom Tisch!“

Zuvor hatte Heinen einen möglichen Zusammenschluss mit den Fußballkreisen Ammerland, Friesland, Wilhelmshaven, Oldenburg-Stadt und Wesermarsch in Zweifel gezogen, nachdem er das Thema während der letzten beiden Arbeitstagungen noch forciert hatte. „Ich habe mich von den anderen Kreisvorsitzenden in die Ecke gedrängt gefühlt. Sie haben gesagt: ,Du musst mitmachen, sonst steht ihr allein da‘“, erzählte der Hundsmühler. Seit Montagabend gebe es jedoch „eine völlig neue Situation“.

Heinen berichtete von der Arbeitstagung des Fußballkreises Ammerland, bei der nur eine Minderheit für die Fusionsgespräche gestimmt habe, während sich die große Mehrheit enthalten hätte. „Daher sehe ich für uns derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf. Ich werde mich aber weiterhin an den Gesprächen beteiligen und an den Sitzungen in dieser Angelegenheit teilnehmen“, kündigte Heinen an. Dafür hatte er bereits während der Halbzeittagung am 2. Februar die Zustimmung der Vereinsvertreter bekommen.

Als nächstes stehe am 5. März eine Sitzung mit dem NFV-Präsidenten, dem Bezirksvorstand und den sechs Kreisvorsitzenden an, bei der man „eventuell auch über kleinere Lösungen nachdenken“ müsse, meinte Heinen. „Wir sind nicht in Not“, sagte er und verwies auf den Kreis Wilhelmshaven, wo „nur noch sieben Vereine“ am Spielbetrieb teilnehmen.

Eine von Ludger Stratmann (Ahlhorner SV) zum wiederholten Mal ins Spiel gebrachte Orientierung „nach Süden“, scheitere am Widerstand der Fußballkreise Cloppenburg und Vechta, entgegnete Heinen. Er habe in diese Richtung Gespräche geführt und zur Antwort bekommen: „Wir wollen euch nicht.“

Ottmar Jöckel (VfL Wildeshausen) mochte „nicht glauben, dass die nicht mit uns spielen wollen“. Heinen versprach, nochmals das Gespräch mit seinen Amtskollegen Werner Busse (Cloppenburg) und Martin Fischer (Vechta) zu suchen. „Ich bin nach allen Seiten offen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es da einen Sinneswandel gegeben hat.“

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