Oberliga-Handballerinnen kommen erneut böse unter die Räder

Mutloser TV Neerstedt kassiert bei der SG Neuenhaus/Uelsen herbe 23:41-Abfuhr

Celina Struß vom Handball-Oberligisten TV Neerstedt beim Torwurf.
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Kein Selbstvertrauen: Celina Struß und ihre Teamkolleginnen vom TV Neerstedt wirkten beim 23:41 in Uelsen mutlos.

Neerstedt – Mit 23:39 waren die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt im einzigen Auswärtsspiel der Vorsaison bei der SG Neuenhaus/Uelsen unter die Räder gekommen. Nun gab es in Uelsen ein Wiedersehen. Und erneut bezogen die Gäste aus der Gemeinde Dötlingen eine herbe Abfuhr. Beim 23:41 (7:19) kassierte die Crew von Cordula Schröder-Brockshus sogar noch zwei Gegentreffer mehr als im Oktober 2020.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich Neerstedts Trainerin. „Es soll wohl nicht sein. Augenscheinlich steckte die Partie aus dem vorigen Jahr noch in den Köpfen der Spielerinnen. Wir haben keinen Mut, und man sieht uns förmlich an, dass wir nicht an uns glauben“, beklagte sie.

Auf Augenhöhe agieren und dann schauen, was geht – dieses Motto hatte Schröder-Brockshus für das Auswärtsspiel nahe der holländischen Grenze ausgegeben. Die Realität hatte die Gäste dann allerdings schnell eingeholt. Nachdem Celina Struß beim Stand von 1:2 (5.) mit einem Siebenmeter gescheitert war, trafen Christin Gosink und Alexandra Pauli für die SG Neuenhaus/Uelsen zum 4:1 (7.). Als dann auch Youngster Leonie Voigt beim Stand von 3:6 (10.) vom Strich Nerven zeigte, zog der Tabellensiebte auf und davon – 10:3 (14.). „Zur Halbzeit war das Ding dann schon gelaufen“, stellte Cordula Schröder-Brockshus fest.

Zumindest habe sich ihre Mannschaft nicht komplett hängen lassen, befand die Übungsleiterin: „Die ersten sieben, acht Minuten nach der Pause waren gut. Da haben wir bewiesen, dass wir mithalten können.“ Nina Sempert, Jette Weiland und Leonie Voigt hatten in dieser Phase einen Dreierpack zum 11:20 geschnürt (34.). Im weiteren Verlauf zog die SG Neuenhaus/Uelsen dann wieder das Tempo an und nahm – letztlich erfolgreich – die 40-Tore-Marke ins Visier. „Wir müssen einfach schon im ersten Durchgang unsere Chancen nutzen. Wir haben die Möglichkeiten, treffen aber nicht und im Gegenzug zappelt der Ball bei uns im Netz“, schilderte Cordula Schröder-Brockshus das Dilemma.

Gespannt blickt Neerstedts Trainerin nun auf die Videoschalte mit dem Handball-Verband Niedersachsen an diesem Montag. „Schon in der vorigen Saison war das Auswärtsspiel bei der SG Neuenhaus/Uelsen für uns das letzte, bevor die Serie dann unterbrochen wurde. Ich befürchte, es wird wieder so kommen.“

Stenogramm

SG Neuenhaus/Uelsen – TV Neerstedt 41:23 (19:7)

SG Neuenhaus/Uelsen: Luebbermann, Höllmann - J. Gosink (7), C. Holtvlüwer (2), Buscher (1), Meier (8), Ch. Gosink (8), L. Berentzen, M. Berentzen (4), Berkau (4/2), Zwafink, J. Holtvlüwer (2), Veddeler (4), Pauli (1)

TV Neerstedt: von Seggern, S. Huntemann - Voigt (7/3), Rangnick (2), Wintermann, Hanuscheck, Steinmann (3), Weiland (5), Kurok (2), Stuffel (1), Sempert (2), Struß, Müsch (1)

Siebenmeter: SG 2/2, TVN 8/3

Zeitstrafen: SG 2, TVN 0

Schiedsrichter: Marian Hansing/Jan-Niklas Thisius

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