VfL muss zu ungewohnter Zeit beim Tabellenführer TSV Oldenburg antreten

„Bis zur 95. Minute wach sein“

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Sebastian Bröcker schoss beim 2:1 im Hinspiel Wildeshausens Siegtor. Jetzt liegt er mit einer Grippe flach.

Wildeshausen - Langsam werden die Ausweichtermine knapp. Fünf Nachholspiele haben die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen bereits angesammelt. Deshalb ist Trainer Marcel Bragula heilfroh, dass an diesem Wochenende kein sechstes hinzukommt. Die Auswärtspartie beim TSV Oldenburg findet definitiv statt.

Jedoch nicht, wie ursprünglich geplant, am Sonntag um 14 Uhr auf dem Rasenplatz an der Brandenburger Straße. Den hatte die Stadt Oldenburg bereits am Dienstag gesperrt (wir berichteten). Aber auch die zunächst angepeilte Ausweichlösung am Sonntag um 12.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz von GVO Oldenburg ist schon wieder Makulatur. Stattdessen wird am Sonntag ab 18 Uhr auf dem Kunstrasen an der Maastrichter Straße gekickt.

„Meinetwegen hätten wir auch morgens um sechs spielen können“, stört sich Bragula nicht an der späten Anstoßzeit, „Hauptsache wir spielen, denn es wird immer schwieriger das nachzuholen.“ Dabei war die Vorbereitung alles andere als optimal. Weil der Krandel mal wieder gesperrt war, blieben nur die Soccerhalle und das Fitnessstudio. „Wir wissen nicht, wo wir stehen – das wird man erst im Wettkampf sehen“, sagt der VfL-Coach.

Während seine Crew am vergangenen Wochenende witterungsbedingt nicht im Punktspieleinsatz war, durfte der TSV Oldenburg aktiv werden. Bragula wurde Augenzeuge, wie der Spitzenreiter mit 0:4 beim SV Bad Rothenfelde verlor. „Das Ergebnis ist deutlich zu hoch ausgefallen. Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Der TSV hat seine Chancen nicht genutzt, und Bad Rothenfelde war eiskalt“, berichtet Bragula.

„Knackpunkt war das 0:2. Wir waren vorher am Drücker. Wenn wir den Ausgleich machen, hätten wir das Ding wahrscheinlich gewonnen“, meint Andre Schmitz. Der TSV-Coach musste überdies auf zahlreiche Stammspieler verzichten. Weil Kapitän Mateusz Peek (fünfte Gelbe Karte), Marc Steinkraus (Rückenprobleme), Remigius Wild (Rotsperre) und Alpha Falikou Fadiga (angeschlagen) fehlten, war Schmitz unter anderem gezwungen, seine Viererkette komplett umzukrempeln.

Während zumindest Peek und Fadiga am Sonntag wieder mitmischen können, fallen Wild und Steinkraus weiter aus. Dafür haben die Gastgeber seit wenigen Tagen in David Haskamp, der zuvor beim Bremer Landesligisten FC Oberneuland kickte, eine zusätzliche Abwehralternative. Dagegen habe der drittligaerfahrene Neuzugang Tobias Ahrens „noch keine Einheit absolviert und wird erst nächste Woche einsteigen“, sagt Schmitz. Bitter für ihn: Torjäger Marco Prießner (elf Saisontreffer) handelte sich in Bad Rothenfelde seine zehnte Verwarnung ein und muss zusehen.

Auch die Krandel-Kicker müssen mit ziemlicher Sicherheit auf ihren besten Torschützen verzichten: Maximilian Seidel (sechs Treffer) plagt sich schon seit einiger Zeit mit Knieproblemen herum, konnte am Dienstag aber immerhin Lauftraining absolvieren. Flügelflitzer Janek Jacobs musste die Einheit abbrechen, nachdem er sich das Knie verdreht hatte. Außerdem zerrte sich Verteidiger Niklas Heinrich, der eine starke Vorbereitung gespielt hat, die Leiste. Gar nicht trainieren konnte Alexander Kupka. Den Sechser quälen Rückenbeschwerden. Außerdem hüten Bastian Stuckenschmidt und Sebastian Bröcker mit einer „dicken Grippe“ (Bragula) das Bett. Bröcker hatte beim 2:1-Hinspielerfolg den Siegtreffer erzielt. Dafür hat Rechtsverteidiger Kai Meyer seine Knöchelblessur aus dem Testspiel beim FC Union 60 (2:2) überwunden.

„Die Aussichten sind alles andere als rosig. Aber wir werden trotzdem wieder eine hungrige Mannschaft haben“, verspricht Bragula. Mut macht ihm die Erinnerung ans Hinspiel: „Da waren wir auch ersatzgeschwächt. Außerdem muss der TSV gewinnen. Wenn sie aufsteigen wollen, dürfen sie sich keinen Ausrutscher mehr erlauben. Unser Ziel ist es, was mitzunehmen.“

Urlaubsbedingt hatte Schmitz das Hinspiel verpasst. Trotzdem weiß er, was da auf seine Mannschaft zukommt: „Wildeshausen ist ein Team, in dem einer für den anderen kämpft – da müssen wir bis zur 95. Minute wach sein.“

mar

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