VfL muss beim offensivstarken, aber defensiv anfälligen TuS BW Lohne antreten

„Eine ekelhafte Qualität!“

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Nach seiner starken Leistung in Bad Rothenfelde verpasst Wildeshausens Rechtsverteidiger Kai Meyer (l.) das Auswärtsspiel in Lohne berufsbedingt.

Wildeshausen - Die Chancen sind da, aber im bisherigen Saisonverlauf schlägt Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen noch zu wenig Kapital aus seinen Möglichkeiten. Deshalb standen in dieser Woche Torschüsse im Mittelpunkt des Übungsbetriebes. „Wir haben am Dienstag 1:45 Stunden sehr intensiv trainiert, und die Jungs haben sehr gut mitgezogen“, berichtet Eike Bothe. Der Torwarttrainer vertrat die zuletzt abwesenden Coaches Marcel Bragula und Marco Elia. Im Auswärtsspiel beim TuS BW Lohne (Freitag, 19.30 Uhr) wird zumindest Bragula wieder auf der Bank sitzen.

„Auch in der vergangenen Saison hatten wir keinen, der 30 Tore gemacht hat. Das haben wir im Kollektiv erledigt“, erläutert Bragula. „Deshalb verlange ich, dass auch die Innenverteidiger nach einem Eckball mal wieder ein Tor köpfen. Auch Ole Lehmkuhl, Janek Jacobs und Maximilian Seidel müssen mehr Torgefahr ausstrahlen.“ Denn mit bisher 13 Treffern aus neun Partien stellen die Krandel-Kicker nur den viertschlechtesten Angriff im Bezirksoberhaus.

Anders sieht es beim Gegner aus: 30 Buden sind nach der Torfabrik des TuS Bersenbrück (32) der zweitbeste Wert. „Lohnes Offensive sucht in der Liga ihresgleichen“, meint Bragula mit Verweis auf den regionalligaerfahrenen Toptorjäger Tim Wernke (13 Saisontreffer), Mursel Smakolli (6), Dionissios Ypsilos (4) und Julius Liegmann (2). „Das ist eine ekelhafte Qualität! Sie machen fast drei Tore pro Partie, deshalb ist es unrealistisch da 0:0 zu spielen.“ Um im Heinz-Dettmer-Stadion etwas Zählbares zu holen, „werden wir mindestens zwei Tore schießen müssen“, glaubt der VfL-Coach. Nicht unrealistisch, denn Lohnes Abwehr, mit 26 Gegentreffern die zweitanfälligste der Liga, war bisher immer für einen Schnitzer gut.

Auch wenn die Blau-Weißen um einiges hinter ihren eigenen Ansprüchen herhinken, hält Bragula den Tabellenachten für „einen der dicksten Brocken der Liga“. Allerdings musste sein Trainerkollege Daniel Dauny im bisherigen Saisonverlauf auch immer wieder mehrere Leistungsträger auf einmal ersetzen. Nicht selten war der 36-Jährige gezwungen, seine Startelf auf drei bis fünf Positionen umzubauen. So auch diesmal. Gegen den Aufsteiger fehlen Kapitän und Abwehrchef Christian Bröring (Rotsperre) sowie die Mittelfeldspieler Felix Oevermann (fünfte Gelbe Karte), Julius Liegmann (Urlaub) und Felix Schneppe (Arbeit).

Die Gäste müssen ohne die verletzten Jan Gusfeld-Ordemann, Majues Gebhardt-Bauer und Bastian Stuckenschmidt auskommen. Außerdem ist Rechtsverteidiger Kai Meyer, der zuletzt beim 0:1 in Bad Rothenfelde eine klasse Leistung geboten hatte, beruflich verhindert.

Auf Wildeshauser Seite freut sich besonders Sebastian Pundsack auf die Partie. „Das wird eine richtig coole Nummer“, sagt der VfL-Kapitän vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Club. Der 29-Jährige hütete in der Saison 2008/2009 das Lohner Tor, konnte den Abstieg aus der damaligen Bezirksoberliga aber nicht verhindern. „Das war sportlich enttäuschend, aber unterm Strich eine schöne Zeit“, erinnert sich der Schlussmann.

mar

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