VfL Wildeshausen muss Heimsiege und Tabellenführung teuer bezahlen

Muhle und Gravel die Matchwinner

Matchwinner: Wildeshausens Fabian Muhle legte im Spitzenspiel gegen Vechta mit einer Aufschlagserie im vierten Satz den Grundstein zum Sieg. Foto: Westermann

Wildeshausen – Die Vorzeichen standen nicht gerade günstig. Frederik Bartelt (Leistenprobleme) und Frank Gravel (Erkältung) mussten das Abschlusstraining ausfallen lassen. Trotzdem haben die Oberliga-Volleyballer des VfL Wildeshausen mit zwei Heimsiegen über den TSV Hollern-Twielenfleth (3:2) und die DJK Füchtel Vechta (3:1) die Tabellenführung übernommen. Allerdings mussten die Huntestädter den Triumph teuer bezahlen: Frederik Bartelt verletzte sich gegen Vechta erneut an der Leiste, und Linh Nguyen ging kurz vor Schluss mit Oberschenkelproblemen vom Feld. Von den zwölf VfL-Akteuren waren ohnehin viele angeschlagen in den Spieltag gegangen.

VfL Wildeshausen – TSV Hollern-Twielenfleth 3:2 (25:23, 25:21, 19:25, 19:25, 15:12): Das Duell mit dem Tabellenvorletzten entwickelte sich zu einer zähen Angelegenheit. Zu Beginn des ersten Satzes passte bei den Wildeshausern die Annahme überhaupt nicht. Ein schneller 2:8-Rückstand war die Folge. Zwar konnten die Hausherren zum 13:13 ausgleichen, liefen aber bis zum 17:19 weiter einem Rückstand hinterher. Anschließend sorgte Frederik Bartelt mit guten Aufschlägen für den 21:19-Vorsprung, den sich der VfL bis zum Satzgewinn nicht mehr nehmen ließ.

Der zweite Durchgang blieb lange eng. Bis zum 20:21 konnte sich keine Mannschaft groß absetzen. Zum Satzende profitierte der VfL dann von einigen Aufschlagfehlern des Gegners und machte dann fünf Punkte am Stück zum 25:21. „Die scheinbar sichere Satzführung beruhigte das Spiel aber in die falsche Richtung. Bei uns ließ der Biss etwas nach. Hollern kam ins Spiel und machte weniger Fehler“, berichtete VfL-Spielertrainer Frank Gravel. So musste seine Crew den Satzausgleich hinnehmen.

Das ließ für den Tiebreak Böses erahnen. Doch die Wildeshauser starteten gut in den fünften Satz. Aus dem 2:2 machte Conrad Florian Kramer mit guten Aufschlägen ein 7:2. Der Vorsprung hielt bis zum 12:7. Anschließend scheiterte der VfL zweimal am TSV-Block, bekam aber nach dem 12:10 bis zum 14:10 die Kurve und nutzte den zweiten Matchball zum Sieg.

VfL Wildeshausen – DJK Füchtel Vechta 3:1 (25:12, 25:20, 24:26, 25:16): Für das Spitzenspiel waren die fünf Sätze eine schwere Hypothek. Doch motiviert bis in die Haarspitzen spielten die Wildeshauser Vechta im ersten Durchgang förmlich an die Wand. „Leider verletzte sich Freddy Bartelt beim Satzball erneut an der Leiste und musste ausgewechselt werden“, bedauerte Frank Gravel. Marco Backhus ersetzte Bartelt und bot eine gute Leistung. Insgesamt war der VfL mit Libero Maik Backhus stabiler als in der ersten Partie.

Im zweiten Satz konnte sich bis zum 19:19 keins der beiden Teams absetzen. Als die Gäste das Risiko im Angriff nach durchwachsenem Spielaufbau erhöhen mussten, machten sie Fehler und ermöglichten dem VfL den entscheidenden 23:19-Vorsprung.

Im dritten Abschnitt war Frank Gravel und Manuel Meyer der Kräfteverschleiß anzumerken. Die 9:4-Führung reichte dem Tabellenführer nicht zum Satzgewinn. Vechta zog von 21:20 auf 24:20 davon. Die Wildeshauser wehrten mit großem Kampfgeist vier Satzbälle ab, beim fünften setzte Paul Schütte einen Angriff ins Aus.

Mit Fabian Muhle und Leon Gravel kamen zum vierten Satz dann die Matchwinner ins Spiel. Zunächst machte Muhle mit guten Aufschlägen aus dem 5:7 ein 12:7, anschließend Leon Gravel aus dem 13:11 ein 21:11. Kurz darauf war der Sieg perfekt.

„Bleibt zu hoffen, dass alle angeschlagenen Spieler in zwei Wochen wieder fit sind“, sagte Frank Gravel mit Blick auf die anstehende Partie beim Tabellenvierten VSG Ammerland II am Sonntag, 24. November, 11 Uhr.

VfL Wildeshausen: Frank Gravel, Torben Dannemann, Maik Backhus, Marco Backhus, Leon Gravel, Paul Schütte, Frederik Bartelt, Linh Nguyen, Manuel Meyer, Fabian Muhle, Helge Mildes, Conrad Florian Kramer.

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