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Personell gerupfter TV Neerstedt verliert beim TSV Bremervörde mit 20:23

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Von: Jürgen Prütt

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Neerstedts Kreisläufer Michael Siemer beim Torwurf.
Ungewohnte Rolle: Neerstedts Kreisläufer Michael Siemer (am Ball) spielte gegen Ende der Partie in Bremervörde in der Rückraummitte. © Tamino Büttner

Neerstedt – Vor gut zwei Wochen hatte Eike Kolpack in letzter Sekunde den 25:24-Erfolg des Handball-Verbandsligisten TV Neerstedt gegen den TSV Bremervörde perfekt gemacht. Im Rückspiel musste Trainer Andreas Müller auf den am Knie verletzten Schützen des Siegtores verzichten. In Thomas Schuetzmann, Florian Schrader und Michael Uken waren weitere Stammkräfte nicht mit an die Oste gefahren. Die Neerstedter Rumpfmannschaft schlug sich bei ihrer 20:23 (10:15)-Niederlage dennoch mehr als beachtlich.

„Wir haben uns gut verkauft, eine tolle Moral bewiesen, und am Ende hätten wir das Ding fast noch gewuppt“, trauerte Müller einige verpassten Großchancen nach. „Scheitern Jakob Poppe, Marcel Reuter und Marvin Auffarth nicht zwischen der 50. und 56. Minute bei Gegenstößen, dann kann das auch noch ganz anders enden.“

Dass es noch einmal derart eng werden würde, damit hatte selbst Müller nicht gerechnet. Der Bookholzberger hatte sein Häuflein der Aufrechten während einer Auszeit Mitte der zweiten Halbzeit ermahnt, sich nicht abschießen zu lassen. 20:13 (45.) stand es zu diesem Zeitpunkt für den TSV Bremervörde. Fortan sollten sich einige Umstellungen bezahlt machen. „Ich habe Andrej Kunz in den rechten Rückraum beordert. Marcel Reuter ist als einziger Linkshänder nach außen gegangen, und Michael Siemer hat auf der Mitte gespielt“, erläuterte Müller. Knapp drei Minuten vor dem Ende hatten sich die Neerstedter beim 19:22 nach einem Treffer von Kunz tatsächlich bis auf drei Tore herangekämpft.

Obwohl es letztlich nicht mehr für den großen Coup langen sollte, zeigte sich Müller mit dem Auftritt seines gebeutelten Teams zufrieden: „Wir kassieren in Bremervörde nur 23 Gegentore. Das muss man erst einmal hinbekommen. Am Ende ist keiner unserer Spieler mit schlechter Laune nach Hause gefahren.“

Im Vorfeld der Partie war lange nicht klar, mit welchem Personal die Neerstedter auflaufen würden. Gesehen hatte Müller seine Spieler nach der 24:30-Niederlage am Dienstag in Habenhausen nicht mehr. In Bremen hatten sich bereits die Ausfälle der verletzten Kolpack (dickes Knie) und Schrader (Fuß) angedeutet. „Aktuell schleppen wir uns von Spiel zu Spiel“, beschreibt Müller das Dilemma. In Bremervörde stand Keeper Kevin Pecht als Notnagel für das Feld bereit.

Für diesen Montag und Donnerstag hat Müller zwei Trainingseinheiten angesetzt. „Ich werde mich überraschen lassen, wen ich dort begrüßen kann“, ist der 44-Jährige gespannt. Am nächsten Wochenende wartet auf den TV Neerstedt ein Doppelpack mit den Spielen gegen den VfL Horneburg (Sonnabend, 7. Mai, 19.30 Uhr) und bei der Eickener SpVg (Sonntag, 8. Mai, 17 Uhr).

Stenogramm

TSV Bremervörde – TV Neerstedt 23:20 (15:10)

TSV Bremervörde: Krange, Hollstein - Schröder (1), L. von Kamp (11/5), Katt, Wienberg, Duhme (4), F. Thode, Meinke, R. von Kamp (3), J. Thode (3), Holst, Todisco, Weber (1)

TV Neerstedt: Oltmanns - Marcel Reuter (1), Hoffmann (2/1), Pecht, Poppe (2), Siemer (6/4), Auffarth (2), Hennken (1), Kunz (6/2)

Siebenmeter: TSV 5/5, TVN 8/7

Zeitstrafen: TSV 5, TVN 5

Schiedsrichterinnen: Nina Gründel/Tanja Wrobel

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