Rückraumspieler Marc Schiefelbein verstärkt Verbandsligisten TV Neerstedt

Müller setzt auf Tempo und Kolpack

Neu in Neerstedt: Handballabteilungsleiter Fabian Kahler (l.) und Trainer Andreas Müller (r.) begrüßen Rückraumspieler Marc Schiefelbein beim Verbandsligisten. Foto: Julian Kahler

Neerstedt – Als der neue Trainer Andreas Müller mit den Verbandsliga-Handballern des TV Neerstedt in der vergangenen Woche in die Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 startete, konnte er gleich noch einen weiteren Neuzugang begrüßen: Marc Schiefelbein wechselt vom SV Eintracht Wiefelstede aus der Landesklasse Nord zu den Grün-Weißen.

Der flexibel einsetzbare Rückraumspieler (Jahrgang 1994) wohnt und studiert in Oldenburg. Im Seniorenbereich war Schiefelbein bislang außerdem für den OHV Aurich aktiv. Als Jugendlicher spielte er für die Auswahl der Handballregion Oldenburg (HRO). Zuletzt laborierte der Rechtshänder jedoch längere Zeit an Schulterproblemen. „Deshalb hat Marc momentan noch ein paar Defizite in der Physis. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das in den Griff kriegen“, erläutert Müller.

Schiefelbein, der in der abgelaufenen Serie 58/3 Treffer für die Ammerländer erzielte, ist beim TV Neerstedt nach Torhüter Lukas Oltmanns (TvdH Oldenburg), den Außen Marco Uffenbrink (HSG Wagenfeld/Wetschen) und Marcel Behlmer (TV Langen) sowie Rückraumakteur Niko Ahrens (HSG Schwanewede/Neuenkirchen II) die fünfte externe Verstärkung.

Hinzu kommen Rückraumspieler Niklas Löding und Außen Christoph Steenken, die aus der zweiten Neerstedter Mannschaft aufrücken. Aus dem bisherigen Kader sind Kevin Pecht, Philipp Hollmann, Marcel und Mirko Reuter, Rene Achilles, Julian Hoffmann und Eike Kolpack geblieben. Zudem will Müller auch Jakob Poppe, der weiterhin für die A-Jugend spielt, unter seine Fittiche nehmen.

„Mit 15 Leuten haben wir eine gute Kaderstärke erreicht“, findet Müller. Trotzdem sind die Personalplanungen damit noch nicht abgeschlossen. Der Coach hätte gerne noch einen weiteren Rückraumspieler: entweder einen wurfstarken Distanzschützen oder aber einen Spielgestalter. „Wir arbeiten daran“, erklärt Müller.

Denn nach dem Weggang von Kapitän Andrej Kunz (HSG Schwanewede/Neuenkirchen) und Mario Reiser (HSG Delmenhorst) fehlt dem TV Neerstedt ein Akteur, der in der Mitte die Fäden zieht. Müller traut es Behlmer aber zu, dass er seine Qualitäten auch im Zentrum gewinnbringend einsetzt.

Außerdem ruhen die Hoffnungen des Übungsleiters auf Eike Kolpack. Der 27-Jährige hatte aufgrund einer schweren Schulterverletzung große Teile der beiden vergangenen Spielzeiten verpasst. Aktuell sieht es so aus, als sei die Leidenszeit des Halblinken endlich Geschichte. „Eike absolviert das komplette Trainingspensum und nimmt viele Würfe, um zu sehen, wie weit die Schulter belastbar ist“, berichtet Müller. Bis jetzt hält das Gelenk des 1,96-Meter-Mannes allen Belastungen stand. Nicht ganz unwichtig. Denn: „Eike ist einer, der mit seiner Erfahrung und Präsenz Spiele entscheiden kann“, weiß Müller.

Schließlich ist Kolpack der einzige Neerstedter Akteur, der zuverlässig aus der zweiten Reihe treffen kann. Auch Schiefelbein ist mit einer Körpergröße von knapp über 1,80 Meter kein Shooter. „Deshalb müssen wir über Tempo zu einfachen Toren kommen“, will Müller an die Taktik von Ex-Coach Björn Wolken anknüpfen. Ähnlich großen Wert legt der B-Lizenzinhaber, der bis zum Ende der vergangenen Saison den Landesliga-Sechsten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg trainierte, auf die Abwehr. „Mit Philipp Hollmann als Taktgeber und Julian Hoffman haben wir einen Innenblock, der zupackt und in Verbindung mit den Torhütern was reißen wird“, ist Müller überzeugt.

Um die Keeper kümmert sich übrigens wieder Michael Schäfer, der bereits unter Müllers Vor-Vor-Vorgänger Dag Rieken als Torwarttrainer fungierte. Auch Physiotherapeutin Claudia Kasper bleibt dem Team erhalten. Zur weiteren Unterstützung sucht Müller noch einen Co-Trainer oder Betreuer. „Bis jetzt nimmt mir Fabian Kahler eine Menge ab – er organisiert viel im Hintergrund“, lobt Müller den Neerstedter Handballabteilungsleiter.

Dreimal wöchentlich bittet Müller seine Crew zum Training – das wird auch an diesem Donnerstag nicht anders sein, wenn der Groß- und Außenhandelskaufmann sein 42. Lebensjahr vollendet. Zusätzlich müssen alle Spieler „Hausaufgaben“ in Form von Laufeinheiten erledigen. Am Sonnabend, 27. Juli, steht dann das erste Testspiel beim Oberligisten SG Achim/Baden an. Den klassenhöheren Gegner hat Müller bewusst gewählt, „damit er uns gleich zeigt, wo unsere Schwachpunkte sind“. Bis zum HVN/BHV-Pokalspiel gegen Oberliga-Aufsteiger HSG Schwanewede/Neuenkirchen (Sonnabend, 31. August, 19.30 Uhr) sind noch fünf weitere Vorbereitungspartien und drei Turnierteilnahmen geplant. Zusätzlich stehen Spinning- und Kickboxeinheiten auf dem Programm. „Ich hoffe, dass wir bis zur Pokalrunde auf einem guten Level sind und positiv in die Saison starten“, wünscht sich Müller.  mar

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