Trainer verhandelt mit TV Neerstedt über Fortsetzung seines Engagements

Müller schaltet in den Wohlfühlmodus

Will endlich wieder in die Halle: Neerstedts Trainer Andreas Müller.
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Will endlich wieder in die Halle: Neerstedts Trainer Andreas Müller.

Neerstedt – Das bislang letzte Punktspiel des Handball-Verbandsligisten TV Neerstedt liegt nun schon mehr als vier Monate zurück. Am 10. Oktober hatten die Grün-Weißen mit 30:28 beim OHV Aurich II triumphiert. Doch wie sich inzwischen herausgestellt hat, war der Erfolg beim Titelanwärter wertlos. In der vergangenen Woche brach der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) die lange auf Eis liegende Saison endgültig ab.

Für Andreas Müller war die Entscheidung abzusehen. „Daran führte nach der jüngsten Lockdown-Verlängerung kein Weg mehr vorbei“, meint Neerstedts Trainer. „Die Mannschaften waren schon zu lange raus, um das noch wieder geradezubiegen. Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs wäre eine komplette Vorbereitung nötig gewesen – daher war der Abbruch alternativlos“, erläutert der 43-Jährige.

Tatsächlich ist im Amateursport immer noch tote Hose. Keiner weiß, wann Mannschaftstraining wieder erlaubt ist. „Vor April wird das auch sicherlich nichts werden. Es wäre schwierig geworden, selbst eine Einfachrunde durchzupeitschen. Darum war die Entscheidung nur eine Frage der Zeit, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass der HVN die Hoffnung möglichst lange aufrechterhalten wollte“, sagt Müller.

Deshalb hatte er mit seiner Crew bereits Ende Januar in den „Wohlfühlmodus“ geschaltet. „Über den Jahreswechsel haben die Jungs ihre Aufgaben gut erledigt und sich fit gehalten. Aber es wurde immer schwerer sich zu motivieren, und irgendwann ist die Luft raus“, erzählt der B-Lizenzinhaber. Das wäre wahrscheinlich anders, gebe es eine echte Perspektive. „Ich freue mich darauf, wieder in die Halle zu kommen! Ich will raus und hab’ Bock!“, bekräftigt Müller. Doch da wird sich der Bookholzberger sicherlich noch eine Weile gedulden müssen.

In der Zwischenzeit haben Verein und Trainer Gelegenheit, die Zukunft zu planen. „Ich bin mit dem TV Neerstedt in guten Gesprächen und stehe mit keinem anderen Verein in Kontakt“, berichtet Müller, der 2019 auf der TVN-Bank die Nachfolge von Björn Wolken angetreten hatte. Ob der Groß- und Außenhandelskaufmann auch in der Spielzeit 2021/2022 weitermacht, ist aber noch nicht abschließend geklärt. „Es gibt noch keine Entscheidung. Beide Seiten zeigen zwar, dass sie gerne weitermachen würden, aber es fehlen noch ein, zwei Kleinigkeiten“, gibt Müller eine Wasserstandsmeldung ab. Doch bald schon sollte Klarheit herrschen: „Ich denke, in den nächsten ein, zwei Wochen wird sich was tun.“

In den Verhandlungen dürfte es nicht zuletzt ums spielende Personal gehen. Müller verfügt nach eigenen Worten über einen „kleinen, feinen Kader“, den er „gerne in der Breite verstärken würde, um meine Ansprüche zu verwirklichen“. Doch aktuell sei es schwierig neue Spieler von außen zu gewinnen: „Die wollen natürlich gerne ein Probetraining machen, aber das ist unmöglich, wenn man schon seit Wochen und Monaten keinen Mannschaftssport betreiben darf.“

Von Sven Marquart

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