HVN berät am 8. April über das weitere Vorgehen / Achilles vor dem Abschied

Müller rechnet mit Saisonabbruch

Auf dem Absprung: Rechtsaußen Rene Achilles (beim Wurf) wird den Handball-Verbandsligisten TV Neerstedt wohl am Saisonende verlassen. Foto: Büttner

Neerstedt – Das Coronavirus bestimmt momentan das Leben. Der Sport ruht derzeit komplett. Die Handballer haben ihre bislang letzten Partien am 12. März über die Bühne gebracht. Vorerst hat der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) die Spiele auf allen Ebenen bis zum 18. April ausgesetzt. Bereits am 8. April will das HVN-Präsidium während einer Online-Konferenz über das weitere Vorgehen beraten. Mögliche Szenarien sind die Fortsetzung, die weitere Aussetzung beziehungsweise das vorzeitige Ende der Saison 2019/2020. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Verfahren erwartet HVN-Präsident Stefan Hüdepohl aber nicht vor Mitte April.

„Ob und in welcher Form Wettbewerbe nach dem 18. April ausgetragen werden können, hängt im Wesentlichen von weiteren Maßnahmepaketen des Bundes und der Länder ab”, erklärt Hüdepohl. Ziel müsse aber eine bundesweit möglichst einheitliche Regelung aller Landesverbände sein. Dem Vorstoß des Hessischen Handball-Verbandes, der die Saison 2019/2020 bereits für beendet erklärt hatte, will er sich aber (noch) nicht anschließen.

Halle zu, Training komplett abgesagt: Beim TV Neerstedt liegt der Übungs- und Spielbetrieb gänzlich brach. Er habe seinen Akteuren inzwischen individuelle Trainingspläne geschickt, berichtet Andreas Müller. Ob sich seine Schützlinge tatsächlich die Laufschuhe anziehen, könne er natürlich nur bedingt kontrollieren, weiß der Trainer des Männer-Verbandsligisten. Beim Coach selbst spielt sich das Leben inzwischen überwiegend in den eigenen vier Wänden in Bookholzberg ab – für den Groß- und Außenhandelskaufmann in der Textilbranche ist Homeoffice angesagt.

Dass der Spielbetrieb noch einmal aufgenommen werden kann, mag Müller nicht glauben. „Die Mannschaften haben über Wochen keine Halle von innen gesehen, zudem ist es fraglich, ob Hallen und Schiedsrichter zur Verfügung stehen“, meint der 42-Jährige.

Derweil entwickelt der für Spieltechnik zuständige HVN-Vizepräsident Jens Schoof gemeinsam mit den Mitgliedern des Spielausschusses unter anderem Entwürfe über Auf- und Abstiegsregelungen, die bei einer vorzeitigen Beendigung der Saison greifen könnten. „Diese vor Mitte bis Ende April zu veröffentlichen, wäre nicht zielführend, auch wenn wir den Vereinen gerne Planungssicherheit geben würden“, erklärt HVN-Boss Hüdepohl.

Während der Spielbetrieb ruht, sind die Personalplanungen beim TV Neerstedt ein klein wenig ins Stocken geraten. In Rückkehrer Andrej Kunz (HSG Schwanewede/Neuenkirchen) und Michael Siemer (BV Garrel) hatte der Tabellenelfte vor der Zwangspause zwei Verstärkungen eingetütet. Dagegen wird Mittelmann Niko Ahrens die Grün-Weißen nach einem Jahr wieder verlassen und sich erneut der HSG Schwanewede/Neuenkirchen anschließen. Kunz ersetzt Ahrens praktisch eins zu eins. Vom oberligaerfahrenen Kreisläufer Siemer erhofft sich Coach Müller vor allem mehr Stabilität für die Abwehr.

Weitere Veränderungen im Kader will Müller nicht ausschließen. Noch nicht alle Spieler aus dem aktuellen Aufgebot hätten sich final geäußert. Allerdings stehen bei Rene Achilles die Zeichen auf Abschied. Der Rechtsaußen werde seine Zelte beim TV Neerstedt berufsbedingt „zu 99 Prozent“ abbrechen, lässt der Vereinsvorsitzende Tim Gersner durchblicken.

Die Gespräche mit potenziellen Zugängen liegen aktuell auf Eis. „Wir sind mit einigen Akteuren im Kontakt. Die wollen bei uns natürlich gerne ins Training reinschnuppern, was aktuell aber nicht möglich ist“, erläutert Müller.  prü

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