VfL Wildeshausen holt Flügelstürmer vom SV Atlas – und erwartet Union Lohne

Müller-Rautenberg schon im Kader

Stürmt ab sofort für den VfL Wildeshausen: Steven Müller-Rautenberg wechselte vom Oberligisten SV Atlas Delmenhorst zum Landesliga-Aufsteiger. Foto: Marquart

Wildeshausen – Die fünf Aufsteiger haben sich in der Fußball-Landesliga offenkundig in Windeseile akklimatisiert. Nach den ersten drei Spieltagen belegt keiner der Neulinge in der Tabelle einen Abstiegsplatz. Schlechtestes Team aus diesem Quintett ist aktuell der SV Falke Steinfeld auf Rang zehn. Der VfR Voxtrup (4.), der VfL Wildeshausen (5.) und der VfL Germania Leer (7.) sind sogar allesamt noch unbesiegt. Direkt dahinter folgt der SV Union Lohne. Der Tabellenachte aus der Gemeinde Wietmarschen (Grafschaft Bentheim) gastiert an diesem Sonnabend, 17 Uhr, im Wildeshauser Krandel.

„Alle Aufsteiger präsentieren sich bis jetzt sehr stark. Aber von der Qualität der Einzelspieler dürfte Lohne der stärkste sein“, sagt VfL-Coach Marcel Bragula. Die Crew seines Trainerkollegen Andreas Hüsken war mit einem 3:1 über den SC BW Papenburg in die Saison gestartet, unterlag dann beim Titelanwärter TuS BW Lohne mit 0:1. Zuletzt gab es unter den Augen des spionierenden Wildeshauser Co-Trainers Patrick Meyer ein 2:2 gegen GW Firrel. „Die Mannschaft besticht durch ihre Robustheit und geht sehr bissig und aggressiv zu Werke. Deshalb denke ich, dass es ein Kampfspiel wird“, meint Bragula: „Wir müssen Fußball arbeiten. Mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei werden wir keinen Erfolg haben. Es wird im Zweikampf sicherlich ein paarmal richtig scheppern.“

Die Gäste haben sich nach dem Aufstieg mit Angreifer Joshua Sausmikat (BV Essen) und Eike Schrader (SV Vorwärts Nordhorn) namhaft verstärkt. Allerdings hat Innenverteidiger Schrader aufgrund einer Ellenbogenverletzung noch kein Punktspiel für seinen neuen Club bestritten. Bragula lobt vor allem die „starke Mittelfeldzentrale mit Niklas Berger und Konstantin Nurekenov“. Aber auch den torgefährlichen Dennis Tengen (schon drei Saisontreffer) sollten die Krandel-Kicker besser im Auge behalten.

Das dürfte nicht einfach werden, zumal in Abwehrchef Marius Krumland und Linksverteidiger Lukas Schneider zwei Säulen der Wildeshauser Viererkette aus privaten Gründen nicht dabei sind. „Uns fehlen zwei zuverlässige Türsteher, die auf den letzten Partys für Sicherheit gesorgt haben. Das müssen diesmal andere machen. Ich hoffe trotzdem, dass es ruhig bleibt“, sagt Bragula.

In der Abwehrzentrale könnten Niklas Heinrich, Mika Ostendorf, Alexander Kupka oder Christoph Stolle an der Seite von Thorben Schütte spielen. „Es gibt mehrere Optionen. Welche zum Tragen kommt, entscheidet ganz allein die Trainingsleistung“, heizt Bragula den Konkurrenzkampf an. Auf der linken Flanke könnte Rechtsverteidiger Alexander Dreher aushelfen. Aber auch Christopher Kant zeigte während der Vorbereitung, dass er dort eine gute Alternative ist.

Während der VfL-Coach seine Aufstellung im Vergleich zum 1:1 beim VfL Oythe auf zwei Positionen verändern muss, wird er womöglich freiwillig noch ein, zwei weitere Wechsel vornehmen. In den jüngsten Übungseinheiten hätten sich mehrere Akteure aufgedrängt, die „ihre Chance bekommen müssen“, findet der 45-Jährige: „Es stimmt mich positiv, dass wir auf Ausfälle reagieren können.“

Seit diesem Freitag hat Bragula außerdem noch einen zusätzlichen Pfeil im Köcher: Flügelstürmer Steven Müller-Rautenberg wechselt mit sofortiger Wirkung vom Oberligisten SV Atlas Delmenhorst in die Kreisstadt und ist gegen Lohne bereits spielberechtigt. „Steven wird im Kader stehen“, bestätigte Bragula Freitagnachmittag. Erst am Vortag hatte Atlas bekannt gegeben, dass Müller-Rautenberg die Blau-Gelben auf eigenen Wunsch hin verlässt.

„Steven und ich haben immer wieder über die sportliche Perspektive und auch über sein privates Vorhaben gesprochen. Wir hatten uns darauf geeinigt, dass er die Vorbereitung und die ersten Spiele bei uns absolviert und sich danach entscheidet, welchen Weg er gehen möchte“, wird Atlas sportlicher’ Leiter Bastian Fuhrken in der Mitteilung zitiert.

Sein Weg führt Müller-Rautenberg nun nach Wildeshausen. Der 26-Jährige ist gelernter Rechtsaußen, kann aber auch links, im offensiven Mittelfeld oder in der Sturmspitze eingesetzt werden. „Steven kann sechs Positionen spielen. Ich bin überzeugt, dass er uns sportlich bereichern wird. Er ist ein feiner Kerl, der auch menschlich gut in die Mannschaft passt“, freut sich Bragula. Bevor Müller-Rautenberg im Jahr 2015 zum damaligen Bezirksligisten SV Atlas wechselte, spielte der 1,86 Meter große Angreifer unter anderem für den VfL Oldenburg in der Oberliga und in der A-Junioren-Bundesliga.  mar

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