Müde wirkender VfL Wildeshausen gewinnt Testspiel beim TSV Ganderkesee

Dittrichs Verletzung überschattet das 5:0

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Neuzugang Bastian Stuckenschmidt (l., im Zweikampf mit Robin Ramke) steuerte zwei Treffer zum 5:0-Erfolg des VfL Wildeshausen über den TSV Ganderkesee bei.

Ganderkesee - Von Sven Marquart. Eine schwere Verletzung von Felix Dittrich hat das Fußball-Testspiel zwischen dem Bezirksligisten TSV Ganderkesee und Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen überschattet. Unmittelbar nach dem 0:1 war TSV-Keeper Dittrich vor Schmerzen schreiend am Boden liegen geblieben und wurde nach der Erstversorgung durch Sanitäter und Notarzt mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der 5:0 (1:0)-Erfolg der Krandel-Kicker geriet zur Nebensache.

Was war passiert? Sascha Görke hatte einen 17-Meter-Freistoß zur Wildeshauser Führung ins Netz geschlenzt (40.). Trotz Flugeinlage konnte Dittrich den Treffer nicht verhindern. „Felix hat mir gesagt, dass er schnell wieder hoch wollte. Als er sich abgestützt hat, hat der Arm nachgegeben – wahrscheinlich hat er sich den Ellenbogen ausgekugelt“, berichtete TSV-Betreuer Andreas Volk.

Bevor Felix Dittrich ins Delmenhorster Klinikum gebracht wurde, wünschte Marcel Bragula dem in Wildeshausen wohnenden Schlussmann alles Gute. „Felix gehört zum näheren Freundeskreis unserer Mannschaft – ich hoffe, dass er schnell wieder auf die Beine kommt“, meinte der VfL-Coach. Nach einer mehr als halbstündigen Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Schiedsrichter Per-Ole Wendlandt (VfL Stenum) hatte die erste Halbzeit wegen der Verletzung bereits nach 42 Minuten abgepfiffen – dafür verlängerte er den zweiten Abschnitt.

Im ersten Durchgang wirkten die Gäste müde. Die intensiven Kraftausdauereinheiten hatten deutliche Spuren hinterlassen. „Die Jungs hatten schwere Beine. Bestes Beispiel war Ole Lehmkuhl, der bisher eine überragende Vorbereitung gespielt hat“, erläuterte Bragula. Während er mit dem Ergebnis einverstanden war, stellte ihn die Leistung seiner Schützlinge nur bedingt zufrieden. Abgesehen von Görkes Treffer hatten die Wildeshauser vor dem Seitenwechsel nur eine Chance durch Lennart Feldhus, der einen Kopfball an die Latte setzte (26.).

„In der zweiten Halbzeit haben sich die Jungs dann reingekämpft und phasenweise guten Fußball gespielt“, meinte Bragula. Jan Lehmkuhl (47.), Rene Tramitzke (57.) und Bastian Stuckenschmidt (70./86.) erhöhten mit zum Teil schön herausgespielten Treffern auf 5:0. „Dieses Ergebnis hätte ich von der Höhe her nicht erwartet, denn wir haben uns in der letzten Saison gegen Ganderkesee zwei Mal schwer getan“, erklärte Bragula.

Probleme hatte der VfL vor allem, wenn das Team von TSV-Trainer Daniel Lachmund schnell in den Angriffsmodus schaltete. So konnte sich Niklas Heinrich ein Mal nur mit einem rustikalen Foul helfen, für das er die Gelbe Karte sah. Der 18-jährige Innenverteidiger war kurz vor dem Anpfiff in die Startelf gerutscht, weil Jan Gusfeld-Ordemann wegen Wadenproblemen vorsichtshalber aussetzte.

Unter den Zuschauern auf der Anlage am Immerweg hatte Marcel Bragula auch Spione des SV Vorwärts Nordhorn ausgemacht. Der Mitaufsteiger ist am Sonntag, 9. August, 15 Uhr, im Krandel Auftaktgegner der Wildeshauser. Sein erstes Pflichtspiel bestreitet der VfL am Sonntag, 2. August, 15 Uhr, im Bezirkspokal beim Kreisligisten TV Dötlingen. „Bis dahin haben wir noch ordentlich Arbeit vor uns“, sagte Bragula, der zusammen mit seinem Partner Marco Elia ab sofort an der Schnelligkeitsausdauer feilen wird. Die Generalprobe steht der Wittekind-Crew am Sonntag, 26. Juli, 17 Uhr, bevor: Letzter Testgegner ist der Vizemeister der Bezirksliga-Staffel IV, der SV Falke Steinfeld. Gespielt wird auf dem Sportplatz in Einen.

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