TV Neerstedt empfängt heute die grippegeschwächte HSG Barnstorf/Diepholz

Bei Mohrlands Mannen läuft der Motor nur auf 80 Prozent

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HSG-Kreisläufer Andrius Gervé (beim Wurf) durfte zuletzt verschnaufen. ·

Neerstedt - Man kennt sich: Zum ersten Heimauftritt der Rückrunde empfangen die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt heute, 20.30 Uhr, die HSG Barnstorf/Diepholz. Mit vielen Spielern des Tabellenzweiten, den er neben der SG Achim/Baden zu den Favoriten auf den Drittliga-Aufstieg zählt, arbeitet Neerstedts Trainer Dag Rieken bereits seit Jahren an derselben Schule.

„Natürlich wird im Vorfeld der Duelle immer ein wenig gefrotzelt“, erklärt Rieken. Auch Barnstorfs Coach Mario Mohrland spricht von „Derby-Charakter“ und unterstreicht: „Die Partie hat es in sich.“ Eine etwaige Favoritenrolle schiebt der 37-Jährige jedoch weit von sich: „Das ist ein Spiel auf Augenhöhe.“

Mohrland weiß, dass sich die Gastgeber nach dem schlechten Saisonstart „gut entwickelt“ haben und mittlerweile mit 16:12 Punkten auf Platz sieben rangieren. Das Hinspiel gewannen die Barnstorfer zwar mit 33:27, aber da fehlte unter anderem Neerstedts Regisseur Tim Schulenberg. „Er gibt den Takt an, ihn gilt es zu neutralisieren“, sagt der HSG-Trainer. Aber auch sonst sei der TV Neerstedt gut besetzt. „Wir müssen das Tempospiel unterbinden“, fordert Morhland. Umgekehrt hat Rieken großen Respekt vor der HSG: „Wenn wir Barnstorf schlagen wollen, müssen wir als Einheit funktionieren.“

Die Gäste leben von ihrer individuellen Stärke. Akteure wie Kreisläufer Andrius Gervé, Rechtaußen Nils Mosel und der starke Torhüter Donatas Biras können Spiele fast im Alleingang entscheiden. Der litauische Nationalspieler Gervé saß beim jüngsten 28:20-Erfolg über die SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn jedoch die ersten 20 Minuten auf der Bank – nach sieben Länderspielen innerhalb von zweieinhalb Wochen gönnte Mohrland dem 27-Jährigen eine Pause.

Solche Einzelkönner kann der TV Neerstedt nicht aufbieten. Zwar gehören die Keeper Christoph Kuper und Tristan Depenbrock zu den besseren Torhütergespannen der Oberliga, aber im Angriff müssen sich die Grün-Weißen fast alle Treffer hart erarbeiten. Eike Kolpack, eigentlich der Mann für die einfachen Tore, hat berufsbedingt erheblichen Trainingsrückstand und läuft seiner Form zurzeit hinterher.

Beim jüngsten 27:34 in Bissendorf gab Rieken vor allem der schwache Abschluss zu denken. „Dreh- und Angelpunkt ist aber die Einstellung. Wenn die stimmt, kann man auch eine 1:5-Deckung spielen und gewinnt trotzdem“, meint der Übungsleiter. Zwar sind Linksaußen Thomas Schützmann und Linkshänder Torben Kolpack angeschlagen, trotzdem geht Rieken davon aus, dass heute alle Mann an Bord sind.

Dagegen schlagen sich einige HSG-Spieler mit grippalen Infekten herum. „Der Motor läuft auf 80 Prozent“, sagt der ebenfalls verschnupfte Mario Mohrland. Er geht dennoch davon aus, dass bis auf Spielmacher Martin Golenia (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) alle Akteure dabei sind. Auch Rückraumspieler Malte Helmerking aus der Landesliga-Mannschaft gehört zum Aufgebot. Ob Linksaußen Kamil Chylinski, der sich nach einem Bänderanriss im Sprunggelenk noch im Aufbautraining befindet, als Alternative auf der Bank sitzt, entscheidet sich kurzfristig. · wz/mbo

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