VfL Wildeshausen

Mittelblocker Bartelt wird schmerzlich vermisst

Cool beim Satzball: Linh Nguyen sicherte dem VfL Wildeshausen den ersten Durchgang, wird seinem Team aber in den nächsten drei Partien fehlen. Foto: Westermann

Wildeshausen - Die Überraschung war zum Greifen nahe. Doch am Ende ließen bei den Oberliga-Volleyballern des VfL Wildeshausen die Kräfte nach und sie mussten sich bei der VSG Ammerland II trotz einer guten Leistung mit 1:3 (25:23, 21:25, 21:25, 19:25) geschlagen geben. Ab dem dritten Satz wurde der fehlende Frederik Bartelt auf der Mittelblockposition bei den Gästen schmerzlich vermisst. „Mit ihm wäre deutlich mehr drin gewesen“, haderte VfL-Spielertrainer Frank Gravel.

Durch die Niederlage ist der VfL auf den dritten Tabellenplatz hinter die VSG Ammerland II (25 Zähler) und den punktgleichen VC Osnabrück (22) abgerutscht. Da die Ammerländer Reserve aber nur aufsteigen darf, wenn die erste VSG-Mannschaft den Sprung in die dritte Liga schafft, dürfen die Wildeshauser weiterhin mit der Regionalliga liebäugeln. „Wir werden alles probieren, um oben dranzubleiben. Das Saisonziel Klassenerhalt ist ja schon längst in trockenen Tüchern“, erklärte Frank Gravel.

In der ersten Partie des Tages hatte der amtierende Meister aus dem Ammerland den direkten Konkurrenten TV Baden II glatt in drei Sätzen bezwungen. Damit kam es zu einem echten Spitzenspiel zwischen den Gastgebern und dem Tabellenzweiten aus Wildeshausen. Bis dato hatten die Hausherren alle fünf Heimspiele klar mit 3:0 gewonnen.

Trotzdem ging es für die Wildeshauser gut los. Dank starker Aufschläge von Fabian Muhle gingen die Gäste nach dem 5:6 mit 11:6 in Führung und transportierten diesen Vorsprung bis zum 23:19. Zwar kamen die Ammerländer nochmal bis auf 22:23 heran, doch nach einer Auszeit holten sich die Huntestädter zwei Satzbälle. Den ersten schenkten sie mit einem Aufschlagfehler ab. Beim zweiten blieb Linh Nguyen ganz cool und verwandelte aus der Annahme zum Satzgewinn.

Der Start in den zweiten Durchgang missglückte der Wittekind-Crew (1:5). Diesem Rückstand lief der Aufsteiger bis zum 10:15 hinterher. Zwei Aufschlagserien von Fabian Muhle und Paul Schütte brachten die Wildeshauser dann mit 19:16 in Führung. Anstatt jetzt sicherer zu agieren, schwamm in dieser Phase die Annahme um den Wildeshauser Libero. Als die Gäste dann nach fünf VSG-Punkten den Aufschlag zurückgeholt hatten, versemmelten sie ihn prompt. Diese Einladung ließen sich die Ammerländer nicht entgehen und machten den Satzausgleich perfekt.

In den nächsten beiden Abschnitten spielte der Meister einfach konstanter und machte weniger Fehler. Dagegen war Fabian Muhle der Kräfteverschleiß nach seiner Verletzung und nur einer Trainingseinheit deutlich anzumerken. Bei Zuspieler Frank Gravel zwickte die Wade, und auch Marco Backhus baute ab. Diesen Substanzverlust konnte der kleine Wildeshauser Kader nicht kompensieren.

Zum Ende des dritten Satzes bäumten sich die Gäste noch einmal auf und wehrten beim Stand von 16:24 fünf Satzbälle ab, der sechste war aber zu viel. Im vierten Durchgang hielt der VfL bis zum 12:14 mit, streute aber immer wieder leichte Fehler ein. Zwar stimmte der Einsatz, allerdings agierten die Kreisstädter bei einigen Bällen etwas unglücklich. Außerdem ließ mit schwindenden Kräften der Druck im Angriff nach. So zog die VSG Ammerland II schließlich entscheidend auf 21:14 davon.

„Diese Niederlage ist kein Beinbruch“, sagte Frank Gravel. Er hofft nun, dass Frederik Bartelt bis zur Auswärtspartie beim neuen Tabellenzweiten VC Osnabrück (Sonntag, 10. Februar, 11 Uhr) wieder fit ist. Denn dann muss der VfL auf Linh Nguyen verzichten, der seine Familie in Vietnam besuchen wird. Nguyen steht seinem Team erst Anfang März im vorletzten Saisonspiel beim TSV Hollern-Twielenfleth wieder zur Verfügung.

VfL Wildeshausen: Frank Gravel, Torben Dannemann, Helge Mildes, Linh Nguyen, Leon Gravel, Maik Backhus, Paul Schütte, Marco Backhus, Fabian Muhle.

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