Fußball-Landesligist holt Defensivtalent vom VfL Oldenburg II

Mit Fyonn Rothe ist der Kader des VfL Wildeshausen komplett

Fyonn Rothe präsentiert vor der Tribüne des Krandelstadions ein Trikot des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen.
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Will sich in der Landesliga beweisen: Fyonn Rothe wechselt vom Bezirksligisten VfL Oldenburg II zum VfL Wildeshausen.

Wildeshausen – Das Personalgerüst steht! Mit der Verpflichtung von Fyonn Rothe hat Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen die letzte noch offene Baustelle im Kader geschlossen. Der 20-jährige Defensivmann wechselt vom Bezirksligisten VfL Oldenburg II in den Krandel, wo er vornehmlich für die Position des (rechten) Außenverteidigers eingeplant ist. Rothe kann aber auch im defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung spielen. „Wir freuen uns riesig, dass es mit dem Wechsel geklappt hat und Fyonn nun in rot-weiß auflaufen wird“, sagt Teammanager Sebastian Pundsack.

Trotz seiner Jugend hat Rothe klare Vorstellungen und ein gesundes Selbstbewusstsein. „In die Bezirksliga gehöre ich nicht“, ist der Lockenkopf überzeugt. Nachdem er 2020 mit den A-Junioren des VfL Oldenburg die Landesliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Niedersachsenliga gefeiert hatte, absolvierte er in der coronabedingt abgebrochenen Saison 2020/2021 drei Partien für die Oldenburger Reserve. Sein Ziel war jedoch das Oberliga-Team. „Ich hätte da die Saisonvorbereitung mitmachen können. Mehr konnten mir die Verantwortlichen nicht versprechen – das war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte“, berichtet Rothe.

„Wenn man trotzdem höher spielen will als in der Bezirksliga und auf die Landkarte guckt, ist Wildeshausen mit das nächste Ziel“, ergänzt Trainer Marcel Bragula. Rothe nahm selbst telefonisch Kontakt zu ihm auf. „Ich habe direkt gemerkt, dass es menschlich passt“, berichtet der BWL-Student, der daraufhin zwei Wochen in Wildeshausen mittrainierte. „Die Mannschaft steht für Zusammenhalt und spielt guten Fußball – das ist einzigartig“, schwärmt der Oldenburger. Er selbst hinterließ sowohl auf als auch neben dem Platz ebenfalls einen guten Eindruck. „Fyonn ist ein aufgewecktes Kerlchen“, findet Bragula.

Rothe stammt aus dem Nachwuchs von GVO Oldenburg. In der Jugend war er außerdem für die beiden Stadtrivalen VfB und VfL Oldenburg aktiv. „Fyonn steht noch am Anfang seiner fußballerischen Entwicklung. Ich habe ihm offen und ehrlich gesagt, dass ich ihn bei uns nicht in der Innenverteidigung sehe“, erzählt Bragula. Im Abwehrzentrum setzt der B-Lizenzinhaber bevorzugt auf Spieler mit Gardemaß wie Marius Krumland, Thorben Schütte, Mika Ostendorf oder aber Christoph Stolle.

Damit kann der 1,82 Meter große Rothe nicht dienen. „Körperlich sehe ich noch Entwicklungspotenzial. Dafür ist Fyonn konditionell fit, technisch sehr versiert und möchte Fußball spielen“, erläutert Bragula. Vorwiegend räumt er dem Rechtsfuß (Rothe: „Mein linker Fuß braucht sicher noch Training“) Einsatzchancen als Außenverteidiger ein. „Er kann aber auch auf der Sechs spielen – das werden wir in der Vorbereitung testen“, kündigt der VfL-Coach an.

Bragulas Botschaft an die Neuen

Der VfL Wildeshausen startet voraussichtlich am 26. Juni in die Saisonvorbereitung. Geplant sind unter anderem Testspiele gegen die Regionalligisten SV Atlas Delmenhorst und SSV Jeddeloh. „Wir werden jetzt noch bis zum 11. Juni trainieren. Dann sind zwei Wochen Pause“, erläutert Marcel Bragula. Der VfL-Coach muss in diesem Sommer einen größeren Umbruch moderieren: Sieben Spieler sind nicht mehr dabei (Sascha Görke, Lukas Schneider, Lennart Feldhus, Sebastian Bröcker, Hauke Glück, Sören Willers, Steve Köster). Sieben Akteure sind neu hinzugekommen (Janne Ole Kay, Lucas Abel, Jan Stubbmann, Nico Prieto-Falk, Mattes Hehr, Marco Nakelski, Fyonn Rothe). Das Aufgebot umfasst 23 Spieler, darunter drei Torhüter. „Auf dem Papier steht der Kader. Jetzt müssen wir es auch auf und außerhalb des Platzes zusammenbringen“, sagt Bragula. Ein Drittel der Mannschaft auszutauschen funktioniere nur, „wenn wir ein Team sind und sich alle mit dem VfL identifizieren – ich glaube, diese Botschaft ist angekommen“, meint der 46-Jährige.

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