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Mirko Reuter ist beim Neerstedter 28:22-Erfolg sofort auf Betriebstemperatur

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Von: Jürgen Prütt

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Mirko Reuter vom TV Neerstedt beim Torwurf.
Half aus: Mirko Reuter (beim Wurf) sprang für das Auswärtsspiel in Horneburg ein und steuerte sieben Treffer zum Erfolg des TV Neerstedt bei. © Tamino Büttner

Neerstedt – Eigentlich hätte die Partie zwischen den Verbandsliga-Handballern des VfL Horneburg und TV Neerstedt gar nicht stattfinden sollen. Gespielt wurde dennoch – weil es der Verband so wollte. „Letztlich bringen wir bei dem personellen Lotteriespiel mehr Qualität auf die Platte“, bilanzierte Neerstedts Trainer Andreas Müller, nachdem seine stark dezimierte Crew im Landkreis Stade mit 28:22 (16:15) gewonnen hatte.

Am Vortag hatten sich beide Teams aufgrund langer Ausfalllisten auf eine Verlegung geeinigt. Doch die spielleitende Stelle spielte nicht mit und bestand auf die Austragung. „Bei Horneburg gibt es infizierte Spieler und zudem Kontaktpersonen. Da sich auch bei uns die Ausfälle gehäuft hatten, haben wir dem Verlegungswunsch des VfL sofort zugestimmt“, berichtete Müller. Das Veto von oberster Stelle quittierte der 44-Jährige mit Kopfschütteln: „Die Gesundheit sollte doch vorgehen, letztlich wird das dann auf den Schultern der Spieler ausgetragen. Wir haben schon so viele Spiele verlegt – für die Partie hätten wir schon auch noch einen anderen Termin gefunden.“

Während bei den Gästen Namen wie Kevin Pecht, Michael Siemer, Florian Schrader und Michael Uken auf dem Spielberichtsbogen fehlten, mussten die Gastgeber unter anderem ohne ihren Haupttorschützen Timo Meyn auskommen. Dennoch fanden die abstiegsgefährdeten Horneburger besser ins Spiel. Beim 9:5 (13.) war der VfL auf vier Tore enteilt. Dass das Pendel dann doch zugunsten der Neerstedter ausschlug, war einer Abwehrumstellung geschuldet. „Ab dem 10:14 in der 23. Spielminute haben wir mit Eike Kolpack auf der Spitze verteidigt. Darauf hatte Horneburg keine Antwort“, freute sich Coach Müller über sein glückliches Händchen. Zur Pause nahm der TV Neerstedt bereits eine knappe Führung mit in die Kabine. Andrej Kunz zeichnete für das 16:15 (30.) verantwortlich. In trockenen Tüchern war der Sieg der Grün-Weißen in Hälfte zwei nach einem 5:0-Lauf zum 26:21 (53.).

In seiner Not hatte Müller Linkshänder Mirko Reuter aus dem Stand-by-Modus geholt. „Nachdem ich mit Thomas Schuetzmann erfolglos die gesamte zweite Mannschaft abtelefoniert hatte, ist uns noch Mirko eingefallen“, berichtete der Bookholzberger. Seinen Wurfarm brauchte der frühere A-Jugend-Bundesliga-Spieler der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nicht lange zu justieren: Mit den ersten beiden seiner insgesamt sieben Treffer sorgte Mirko Reuter in der Anfangsphase für das 1:0 und 2:1.

„Nach drei Niederlagen in Folge tat der Sieg schon gut“, stellte Müller nach dem Abpfiff erleichtert fest.

Stenogramm

VfL Horneburg – TV Neerstedt 22:28 (15:16)

VfL Horneburg: Matthies - König (1), Meyer (2), Grünheid, Dammann, Müller (6), Kleinknecht (7), Dannenberg (1), Pfenning (3/1), Peper, Sickert (2)

TV Neerstedt: Oltmanns - Ch. Steenken, Mirko Reuter (7), Marcel Reuter (3), Hoffmann (5), Schuetzmann (8/7), Kolpack (2), Poppe (1), Auffarth, Kunz (2)

Siebenmeter: VfL 1/1, TVN 7/7

Zeitstrafen: VfL 1, TVN 3

Schiedsrichter: Sören Petereit/Axel Tapper

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