TV Neerstedt bekommt Horneburgs Timo Meyn einfach nicht in den Griff

Mirko Reuter beim 31:38 der Lichtblick

Lichtblick: Trotz lädierter Schulter traf Mirko Reuter (beim Wurf) achtmal. Foto: Büttner

Neerstedt – „Angefressen und enttäuscht.“ Mit diesen Worten beschrieb Trainer Andreas Müller seine Gefühlslage nach der 31:38 (16:16)-Heimpleite seines TV Neerstedt gegen den VfL Horneburg.

Beim 25:22 (42.) durch Mirko Reuter war der Handball-Verbandsligist aus der Gemeinde Dötlingen noch auf einem guten Weg, dann riss der Faden. „Wir fangen uns sieben Tore in Folge ein und liegen auf einmal mit vier Treffern hinten“, schilderte Müller den Verlauf bis zum 25:29 (49.). In der Schlussphase verkürzte Eike Kolpack mit seinem insgesamt elften Treffer zum 31:35 (58.). Danach zappelte das Leder noch dreimal zum Endstand im Kasten der Gastgeber.

Wie gegen Timo Meyn verteidigen? Diese Frage stellen sich die meisten Trainer in der Verbandsliga, wenn es gegen den VfL Horneburg geht. Müller hatte es gegen den Rückraumrechten der Gäste zunächst mit einer 5:1-Abwehr versucht, dann auf 6:0 umgestellt und Meyn später einen Sonderbewacher zugeteilt. Doch keine dieser Maßnahmen sollte wirklich greifen. Nahezu jeder Wurf des Linkshänders sei im Tor gelandet, klagte Müller. Meyn, der es am Ende auf 14 Treffer brachte, habe seine Mannschaft von einer Verlegenheit in die nächste gestürzt. „Beide Keeper haben keine Hand an den Ball bekommen, und auch die Absprache zwischen Torhüter und Abwehr hat nicht gestimmt“, monierte Müller.

Dabei hatte zunächst einiges auf einen Sieg der Grün-Weißen hingedeutet. In Minute 13 stellte Mirko Reuter auf 6:3 für die Hausherren. „Bis dahin hatten wir schon zwei Siebenmeter und einige klare Chancen vergeben. Ich wollte die Truppe rechtzeitig wachrütteln“, begründete Müller seine frühe Auszeit beim Stand von 6:4 (16.). Das ungute Gefühl des 42-Jährigen sollte sich bestätigen. 21 Minuten waren von der Uhr, da lagen die Gäste beim 10:8 erstmals mit zwei Toren vorne. Bis zur Halbzeit habe seine Crew es noch halbwegs gut gemacht, urteilte Müller. Der große Bruch sollte dann zehn Minuten nach Wiederanpfiff kommen.

Mirko Reuter war für Müller der Lichtblick. Der Linkshänder war nach zehn Minuten für Michael Uken auf die Platte gekommen und brachte es bis zu seiner Auswechslung zehn Minuten vor dem Ende auf acht Treffer. „Die lädierte Schulter hat gehalten, am Ende war Mirko platt“, bescheinigte Müller dem Youngster eine starke Vorstellung. „Insgesamt gehen wir aber zu wenig dahin, wo es auch einmal weh tut“, nannte der Bookholzberger ein weiteres Manko.

„Die Mannschaft scheint Lust auf Nervenkitzel zu haben“, merkte Müller mit Blick auf die Tabelle an. Aktuell hat der TV Neerstedt fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegplatz. Er selbst habe aber „keinen Bock“ auf ein Endspiel gegen den MTV Eyendorf am letzten Spieltag, betonte Müller.  prü

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