80 Prozent der Vereine sogar für sofortige Winterpause / Luthardt gibt Saison noch nicht verloren

Mindestens weitere 14 Tage kein Fußball im Kreis

Thomas Luthardt
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Thomas Luthardt

Landkreis – Das war eindeutig: 80 Prozent der Fußballvereine im Kreisverband Oldenburg-Land/Delmenhorst sprachen sich am Montagabend für einen sofortigen Beginn der Winterpause aus! Genauer gesagt, stimmten während der virtuellen Sitzung mit Vertretern des Kreisspielausschusses am Montagabend 32 Clubs für diese Variante in Zeiten der stetig steigenden Coronavirus-Infektionen. „Drei unserer insgesamt 43 Vereine konnten an der Besprechung nicht teilnehmen, fünf wollten weiterspielen“, fasste Thomas Luthardt als Vorsitzender des Kreisspielausschusses zusammen. Komplett wollten er und seine Mitstreiter das Jahr allerdings nicht aufgeben: „Wir haben uns auf den Kompromiss geeinigt, zunächst einmal die Spiele der nächsten 14 Tage abzusetzen“, berichtete der Delmenhorster: „So lange warten wir ab, danach sehen wir weiter.“

Nach der ersten Generalabsage für das Wochenende des 10. und 11. Oktober fehlen ihm und seinen Staffelleitern damit inzwischen schon vier komplette Wochenenden. Ist die Saison für die Kicker von der Kreisliga abwärts da noch zu retten? „Ja“, meint Luthardt: „Noch bleibt ausreichend Zeit. In der Kreisliga könnten ein oder zwei Spieltage in der Woche zusätzlich auf die Mannschaften zukommen, in der 1. Kreisklasse hatten wir ohnehin ja erst mal nur mit einer Hinrunde geplant. Und die Staffeln darunter, in denen eine Hin- und Rückrunde vorgesehen war, müssten dann eben im Extremfall mit einer Hinrunde auskommen.“

Selbst den Kreispokal hat der oberste Spielplangestalter des Landkreises noch nicht komplett abgeschrieben: „Dort haben wir ja schon einige Partien hinter uns, jetzt geht es da bereits ums Achtelfinale.“

Die rege Beteiligung der Vereine an der Abfrage freute Luthardt: „Natürlich können nicht alle einer Meinung sein. Aber weitgehend bestand Einigkeit darin, dass die Gesundheit Vorrang hat.“

Außerhalb dieser Diskussionsrunde kamen Luthardt auch krassere Aussagen von Kickern zu Ohren: „Manche haben für die Unterbrechung gar kein Verständnis, aber so ist das in einer Demokratie.“ Und die Tatsache, dass inzwischen die Kreise Cloppenburg und Vechta dem Oldenburger Beispiel gefolgt sind und die Saison unterbrachen, dürfte ihm zeigen, dass er mit seiner Entscheidung nicht ganz falsch lag. „Dass dort jetzt bis auf Bezirksebene aber nirgendwo mehr gespielt wird, macht es natürlich nicht besser“, gesteht Fußballfreund Luthardt mit einem gequälten Lächeln.

Heute Abend wollen die Mitglieder des Fußballbezirks Weser-Ems über die nahe Zukunft des Spielbetriebs beraten.  ck

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