Meyers Matchplan geht lange voll auf

VfL Wildeshausen hadert trotz 2:2 bei Hansa Friesoythe mit sich selbst

Wildeshausens Sturmtank René Tramitzke jagt dem Ball hinterher.
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Vorbildlicher Kapitän: VfL-Sturmtank René Tramitzke ging vorweg und war an beiden Wildeshauser Treffern beteiligt.

Wildeshausen – Ein Punkt beim ungeschlagenen Tabellenführer der Fußball-Landesliga ist per se kein schlechtes Ergebnis. Erst recht vor dem Hintergrund, dass der SV Hansa Friesoythe seine vorangegangenen 21 Pflichtspiele allesamt gewonnen hatte. Trotzdem haderte Marcel Bragula nach dem Abpfiff. Der Trainer des VfL Wildeshausen war hin- und hergerissen, ob das Glas denn nun halbvoll oder doch eher halbleer war. Nachvollziehbar, denn beim 2:2 hatten die Krandel-Kicker noch zur Pause mit 2:0 geführt. „Leider bringen wir uns durch individuelle Fehler selbst um die kleine Sensation“, bedauerte Bragula.

Die Gäste waren mit dem allerletzten Aufgebot angereist. Auf der Bank nahm neben den Nachwuchsakteuren Luke Berger, Noah Richter und Luca Stöver nur noch Lukas Schneider Platz, der sich eigentlich vor der Saison aus dem Landesliga-Team in die dritte Wildeshauser Mannschaft zurückgezogen hatte. Trotzdem spielten die Gäste eine in Bragulas Augen „nahezu perfekte erste Halbzeit“. Der Matchplan, den Co-Trainer Patrick Meyer entworfen hatte, ging voll auf. „Friesoythe ist im eigenen Stadion sicherlich noch nicht oft so früh attackiert worden. Gegen den Ball war das richtig, richtig gut. Auch alle Standards haben wir wegverteidigt“, meinte Bragula.

Tatsächlich fehlten der Crew seines Trainerkollegen Hammad El-Arab die zündenden Ideen. Der erneut stark haltende VfL-Keeper Nico Prieto-Falk musste vorwiegend bei Distanzschüssen von Janek Siderkiewicz und Keven Oltmer eingreifen. Ganz anders die Wildeshauser. Nach einem feinen Schnittstellenpass von Michael Eberle beförderte René Tramitzke die Kugel mit dem Außenrist an Hansa-Schlussmann Wojciech Wilhelm vorbei zum 1:0 ins Tor (23.). Sturmtank Tramitzke, der zuletzt berufsbedingt kaum trainieren konnte, trug diesmal die Kapitänsbinde. „René hat sich in jeden Ball geschmissen, so wie wir ihn kennen. Außerdem ist er vorweggegangen und hat die Mannschaft geführt“, lobte Bragula seinen Angreifer.

Fast hätte Tramitzke sogar einen Doppelpack geschnürt, doch Schiedsrichter Arne Nibbrig (SV Bad Bentheim) hatte beim Abspiel von Alexander Kupka – im Gegensatz zu Bragula – eine Abseitsstellung gesehen. Stattdessen durfte sich Tramitzke beim 2:0 einen Assistpunkt gutschreiben lassen, als er mit dem Torschützen Steven Müller-Rautenberg wunderschön Doppelpass spielte (42.).

Die komfortable Halbzeitführung war jedoch schon zehn Minuten nach Wiederbeginn wieder Geschichte. Bei einer Rechtsflanke hatten die beiden blutjungen VfL-Innenverteidiger Fyonn Rothe und Mika Ostendorf Hansa-Torjäger Robert Plichta aus den Augen verloren, der unbedrängt zum 1:2 einköpfte (51.). Dann erlief Plichta einen viel zu kurz geratenen Rückpass von Ostendorf, umkurvte Prieto-Falk und schob zum 2:2 ein (55.).

Bragula reagierte, wechselte zunächst Rothe (61.) und dann auch Ostendorf (82.) aus. „Beide waren von der Rolle“, erläuterte der Coach. Mit Lukas Schneider und Alexander Kupka im Abwehrzentrum sowie Luke Berger und Marco Nakelski auf der Doppelsechs stand die Wildeshauser Defensive fortan wieder sicherer. Offensiv wurden die Gäste jedoch allenfalls noch bei Standardsituationen gefährlich.

Im Gegensatz zur Vorwoche musste der VfL Wildeshausen diesmal jedoch keine Niederlage hinnehmen und belohnte sich für die couragierte Vorstellung immerhin mit einem Teilerfolg. Sieben Tage zuvor hatte es trotz der 2:0-Führung gegen Germania Leer nach 90 Minuten 2:3 geheißen.

Stenogramm

SV Hansa Friesoythe – VfL Wildeshausen 2:2 (0:2)

SV Hansa Friesoythe: Wilhelm - Plog, Plichta, Baumeister (90.+3 Boll), Kaufmann, Werner (65. Butau), Plaggenborg (73. Hofmann), Siderkiewicz, Hinrichs, Thoben, Oltmer

VfL Wildeshausen: Prieto-Falk - Rothe (61. Schneider), Nakelski, Abel, Müller-Rautenberg, Kant, Eberle, Kupka, Ostendorf (82. Berger), Tramitzke (90.+3 Richter), Dreher

Tore: 0:1 (23.) René Tramitzke, 0:2 (42.) Steven Müller-Rautenberg, 1:2 (51.) Robert Plichta, 2:2 (55.) Robert Plichta

Schiedsrichter: Arne Nibbrig (SV Bad Bentheim)

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