19-Jähriger ersetzt Abwehrchef Krumland im Derby gegen den VfL Oythe

Meyer vertraut Youngster Ostendorf

In der Abwehrzentrale gesetzt: Youngster Mika Ostendorf (vorne). Foto: Marquart

Wildeshausen – Ein paar Ausdauerübungen – viel mehr ließen die Plätze im Krandel in dieser Woche nicht zu. „Wir konnten nur sehr eingeschränkt trainieren. Fußballspezifisch konnten wir kaum etwas machen“, berichtet Patrick Meyer, der Co-Trainer des Landesligisten VfL Wildeshausen. Die optimale Vorbereitung auf das letzte Heimspiel des Jahres gegen den VfL Oythe (Sonntag, 14 Uhr) hätte gewiss anders ausgesehen. Allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Partie ausfällt. Ob gespielt wird oder nicht, entscheidet sich jedoch frühestens an diesem Sonnabend.

Beim Abschlusstraining am Freitag setzte Meyer dann auch auf Bewährtes. „Wie in Leer werden wir den Fokus wieder auf eine kompakte Defensive legen und dann sehen, wie sich das Spiel entwickelt“, erläutert der 30-Jährige. Diese Marschroute hatte beim Mitaufsteiger VfL Germania Leer zu einem 1:1 gereicht. Gegen den letztjährigen Oberligisten aus Oythe fehlt allerdings ein wichtiger Baustein in der Wildeshauser Hintermannschaft: Marius Krumland hatte in Leer wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen. Damit ist der Abwehrchef für das Derby gesperrt – ein herber Verlust.

„Mika Ostendorf wird Marius auf der Position eins zu eins ersetzen“, spricht Meyer dem VfL-Youngster das Vertrauen aus. Schon nach Krumlands Platzverweis hatte er dessen Aufgabe in der Innenverteidigung übernommen. Zwar kassierten die Krandel-Kicker in Unterzahl den Ausgleich, doch mehr ließen Ostendorf und seine Nebenleute nicht zu.

Der VfL Oythe ist jedoch gerade offensiv noch einmal ein ganz anderes Kaliber. Mit 36 erzielten Treffern stellt die Crew von Trainer Raphael Dornieden hinter Spitzenreiter TuS BW Lohne (39) den torhungrigsten Angriff der Liga. Allein 27 „Buden“ entfallen auf das Quartett Dennis Jex (9), Tim Wernke (8), Dustin Beer und Markus Kohls (je fünf). „Oythe hat schon einen Topkader mit individuell sehr guter Qualität“, findet Meyer.

Allerdings ist die Defensivabteilung des Vechtaer Stadtteilclubs um den ehemaligen Wildeshauser Marcel Hesselmann durchaus anfällig. Lediglich drei Mannschaften haben mehr Gegentreffer kassiert als der Tabellendritte (32). Für einen zeichnete Lennart Feldhus beim 1:1 im Hinspiel verantwortlich. Die Führung durch Wildeshausens Torjäger (18.) egalisierte der eingewechselte Süleyman Odabasi (66.). „Wir hatten Oythe in der ersten halben Stunde gut unter Kontrolle und hätten auch mehr herausholen können. Nach dem 1:1 ist bei uns der Faden gerissen. Erst in den letzten Minuten konnten wir wieder daran anknüpfen“, erinnert sich Meyer.

Wildeshausens Kapitän Sascha Görke (Oberschenkelzerrung), Mittelfeldabräumer Alexander Kupka (Nasenbeinbruch) und Flügelstürmer Steven Müller-Rautenberg (doppelter Bänderriss im Sprunggelenk) haben bereits Winterpause. Dafür sind die Angreifer Maximilian Seidel und Michael Eberle wieder fit. „Das ist erfreulich! Wir müssen gucken, ob es für einen Startelfeinsatz reicht“, sagt Meyer. Wenn überhaupt, wird er an seiner Aufstellung „vielleicht ein, zwei Veränderungen“ vornehmen: „Nach dem guten Spiel in Leer gibt es sonst keinen Grund zu wechseln.“ Bei den Gästen fehlt Abwehrspieler Florian Mitzlaff (Knorpelschaden im Knie).  mar

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