Mel Siegenthaler glänzt als sechsfacher Vorbereiter

Harpstedter TB zerpflückt Hicretspor mit 12:0 und profitiert von den Niederlagen der Verfolger

Timo Höfken (links) vom Harpstedter TB beim Flankenversuch.
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Doppelpacker: Timo Höfken (l.) steuerte zwei Treffer zum 12:0-Erfolg des Harpstedter TB bei.

Landkreis – Besser hätte der 17. Spieltag der Fußball-Kreisliga aus Sicht des Harpstedter TB gar nicht laufen können. Während der Spitzenreiter den KSV Hicretspor gleich mit 12:0 auseinander pflückte, mussten die Verfolger TSV Großenkneten (1:3 beim TV Munderloh) und VfR Wardenburg (0:1 gegen den Ahlhorner SV) Niederlagen hinnehmen. Somit beträgt Harpstedts Vorsprung auf den neuen Zweiten TV Jahn, der mit 9:3 gegen den FC Huntlosen gewann, vier Punkte. Der HTB überwintert also in jedem Fall als Tabellenführer. Die Partie des VfL Wildeshausen II gegen den SV Achternmeer fiel den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer und soll am Dienstag, 16. November, 19.30 Uhr, nachgeholt werden.

TV Jahn – FC Huntlosen 9:3 (4:1): Bislang hatte sich Jan Schindler stets vor seine Mannschaft gestellt. Diesmal wollte Huntlosens Trainer seine Spieler nicht mehr in Schutz nehmen. „Das war richtig schlecht! Unsere Leistung war nicht kreisligatauglich. Ich bin wirklich enttäuscht“, ärgerte sich Schindler. „Ich weiß wirklich nicht, wie man Dinge, die man gerade in der Kabine besprochen hat, bis zum Anpfiff schon wieder vergessen kann“, schäumte der B-Lizenzinhaber. Denn schon nach sieben Minuten stand es nach Treffern von Marc Pawletta (2.), Marcel Maus (4.) und Sean Gradtke (7./Foulelfmeter) 3:0 für die Gastgeber. Immerhin konnte Huntlosen die Partie danach eine halbe Stunde ausgeglichen gestalten. Kai Harberts verkürzte nach einem Eckstoß sogar auf 1:3 (42.). Doch noch vor der Pause stellte Enrico Köhler den alten Abstand wieder her (45.). Im zweiten Abschnitt erhöhte Alioune Badara Youm auf 5:1 (50.), ehe Niko Eilks einen Schuss zum 1:6 ins eigene Tor lenkte (60.). „Niko war die ärmste Sau! Was er halten konnte, hat er gehalten“, fühlte Schindler mit seinem Keeper. Für Lichtblicke sorgten Tom Kunst (66.) und Henry Deye (76.) mit ihren Treffern zum 3:6. Für Angreifer Deye aus der in der 3. Kreisklasse beheimateten Reserve war es der erste Kreisliga-Einsatz über 90 Minuten. „Und er zeigt gestandenen Kreisliga-Spielern, wie es geht“, betonte Schindler. Mit einfachen Fehlern gestattete seine Crew Alioune Badara Youm (77./83.) und Pascal Hoppe (82.), das Ergebnis auf 9:3 in die Höhe zu schrauben.

Harpstedter TB – KSV Hicretspor 12:0 (6:0): Zum zweiten Mal nach dem 12:1 über den FC Huntlosen gelangen dem HTB in dieser Saison ein Dutzend Treffer in einer Partie. Damit hat Harpstedt nun das beste Torverhältnis aller Teams. „Sportlich war das ein richtig schöner Freitag“, frohlockte HTB-Coach Marcus Metschulat. Allerdings wusste er den Kantersieg richtig einzuschätzen. Denn die Gäste aus Delmenhorst waren personell arg gebeutelt. „Hicretspor hat mit vier Leuten aus der ersten, fünf aus der zweiten und zwei Leuten aus der dritten Mannschaft gespielt“, berichtete Metschulat. Der Tabellenelfte begann sogar nur zu zehnt, ehe der elfte KSV-Akteur nach zehn Minuten auffüllte. Da führte der Klassenprimus durch Treffer von Thies Meyer (4.) und Christoph Kammann (5.) mit 2:0. Per Handelfmeter besorgte Timo Höfken das 3:0 (16.) und packte gleich noch das 4:0 drauf (30.). Der erneut starke Innenverteidiger Onno Bolling stellte seine Offensivqualitäten unter Beweis und sorgte für den 6:0-Halbzeitstand (38./45.). Mit fünf „Buden“ im zweiten Durchgang (57./78./81./88./90.+2) stockte Niklas Fortmann sein Konto auf 26 Saisontreffer auf und pirschte sich in der Torjägerliste an Mattis Asche (TSV Großenkneten/27) heran. Fortmann hätte sogar mit dem Führenden gleichziehen können, doch der Innenpfosten verhinderte seinen Sechserpack. Auch Höfken traf noch einmal Aluminium. Mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielte Mel Siegenthaler das 11:0 (90.). Außerdem glänzte der Mittelfeldmann als sechsfacher Vorbereiter. KSV-Keeper Yusuf Bilal Polat vereitelte mit starken Paraden weitere Gegentreffer. „Trotzdem sind wir mit dem Ergebnis natürlich zufrieden“, strahlte Metschulat.

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