Deutsche Faustball-Liga verschiebt Entscheidung über Feldsaison auf 22. Juni

Meiners hofft auf grünes Licht

Entscheidung vertagt: Malte Hollmann vom TV Brettorf muss sich bis zum 22. Juni gedulden. Dann steht fest, ob es eine Feldsaison 2020 gibt. Foto: Marquart

Brettorf/Ahlhorn - Von Sven Marquart. Was wird aus der Feldsaison 2020? Eigentlich hatte das Präsidium der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) darauf gehofft, spätestens am 20. Juni den Spielbetrieb aufnehmen zu können. Doch daraus wird nichts. Schuld ist – natürlich – das Coronavirus. „Die behördlichen Vorgaben lassen noch keinen Wettkampfbetrieb zu“, erklärt DFBL-Präsident Ulrich Meiners. Deshalb einigten sich der Ahlhorner und seine Präsidiumskollegen am Montagabend während einer 80-minütigen Telefonkonferenz darauf, die Entscheidung noch einmal zu verschieben. „Damit wollen wir uns ein Hintertürchen offen lassen. Wenn wir es jetzt entscheiden müssten, würde die Saison nicht stattfinden“, begründet Meiners. Stattdessen gab sich die DFBL-Spitze in der Hoffnung auf weitere Lockerungen noch einmal vier Wochen Zeit. „Am 22. Juni ist Deadline – dann können wir nicht länger rumeiern“, betont Meiners.

Auch für das DFBL-Präsidium steht die Gesundheit aller Beteiligten an erster Stelle. Der Spielbetrieb ist dem Gremium dagegen vergleichsweise unwichtig. Trotzdem ist Meiners „verhalten optimistisch“, dass in diesem Sommer doch noch Wettkampfsport möglich ist. Deshalb werden die Funktionäre den Spielbetrieb organisieren, und die Vereine, insbesondere die Bundesligisten, sollten sich darauf einstellen.

Wenn überhaupt, gäbe es allerdings nur eine Saison im Miniformat. Für sämtliche Bundesligen plant die DFBL lediglich zwei Spieltage unter vereinfachten Wettkampfbestimmungen. Der Auf- und Abstieg werden in dieser Saison ausgesetzt. Die Erstligisten würden an den Wochenenden 1./2. und 15./16. August die DM-Teilnehmer ausspielen. „Die DM-Endrunde haben wir nach Übereinkunft mit Ausrichter VfL Kellinghusen auf den 5. und 6. September verschoben“, berichtet Meiners.

Als mögliche Termine für die Spielrunden der zweiten Ligen hat die DFBL die Wochenenden 29./30. August und 19./20. September ins Auge gefasst. Am 22./23. August könnten offene Regionalmeisterschaften in allen Klassen ausgetragen werden. „Aber diese Planungen laufen natürlich alle unter Vorbehalt“, unterstreicht Meiners.

Sicher ist hingegen, dass es in diesem Jahr keine deutsche Meisterschaft in der Altersklasse U 12 geben wird. Ausrichter TSV Gnutz hat das Turnier zurückgegeben, woraufhin es die DFBL auch offiziell absagte. Für die Titelkämpfe der U 16 und U 18 sucht die DFBL noch potenzielle Ausrichter, die sich dann auch um Hygienekonzepte und deren Einhaltung kümmern müssten. Aber das sieht Meiners als nicht so problematisch an. „Faustball bietet sich unter den aktuellen Beschränkungen geradezu an. Es gibt keinen Körperkontakt, und die Zuschauer können gut um das Feld verteilt werden“, hofft der 53-Jährige auf grünes Licht von Politik und Behörden.

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