Ahlhorner SV wird beim Champions Cup überraschend Dritter

Meiners-Crew holt Bronze

Bronze-Jubel: Tokessa Köhler-Schwartjes (h.v.l.), Sarah Reinecke, Janna Köhrmann, Michaela Grzywatz, Trainerin Edda Meiners, Felicia Gißler (v.v.l.) und Imke Schröder vom Ahlhorner SV feiern ihren dritten Platz beim Champions Cup im österreichischen Laakirchen. Foto: Valentin Weber

Ahlhorn – Mit gedämpften Erwartungen waren die Faustballerinnen des Ahlhorner SV zum Champions Cup ins österreichische Laakirchen gereist. „Eigentlich hatten wir damit gerechnet, dass wir um die Plätze fünf bis acht spielen würden“, erklärte ASV-Faustballabteilungsleiter Ulrich Meiners. Umso größer war am Ende die Freude über den Gewinn der Bronzemedaille.

Dabei sah sich Meiners zum Turnierauftakt zunächst bestätigt. Obwohl die Ahlhornerinnen gegen den TV Jahn Schneverdingen einen 0:2-Satzrückstand egalisierten, mussten sie sich dem Bundesliga-Konkurrenten schließlich mit 2:3 (13:15, 3:11, 11:9, 11:8, 8:11) geschlagen geben. Doch anschließend gewannen die Schützlinge von Trainerin Edda Meiners ihre beiden anderen Vorrundenspiele gegen den österreichischen Meister von 2018, FBC ABAU Linz Urfahr, mit 3:1 (14:12, 11:5, 9:11, 11:6) und den Schweizer Titelträger TSV Jona mit 3:1 (11:7, 11:2, 9:11, 11:3). „Dadurch waren wir in dieser Hammergruppe sogar Erster, und Schneverdingen war raus – das war schon eine Sensation!“, jubelte Ulrich Meiners.

Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius entpuppte sich ihre gute Kondition als großes Plus der Ahlhornerinnen. Die Crew um Kapitänin Imke Schröder kam am besten mit den äußeren Bedingungen zurecht. Dabei musste Hauptangreiferin Schröder fast permanent die Doppelbelastung aus Angabe und Rückschlag schultern. Doch die Abwehr, die keinen Ball verloren gab, hielt ihr immer wieder den Rücken frei. Durch ihren tollen Kampfgeist zogen die Ahlhornerinnen sogar die österreichischen Fans auf ihre Seite.

Am zweiten Turniertag traf der ASV im Halbfinale auf den deutschen Meister TSV Dennach, der den Champions Cup zuvor viermal in Folge gewonnen hatte. Zunächst sah es so aus, als sollten die TSV-Frauen um Nationalangreiferin Sonja Pfrommer ins Endspiel spazieren. Dennach gewann die ersten beiden Sätze und führte im dritten Durchgang bereits mit 9:5. „Vielleicht hatte Dennach das Spiel im Kopf schon gewonnen“, mutmaßte Ulrich Meiners. Denn plötzlich ging ein Ruck durch das ASV-Team. Es erzwang tatsächlich den Entscheidungssatz. Doch zwei unglückliche Aktionen gleich zu Beginn brachten den deutschen Vizemeister beim 2:3 (9:11, 7:11, 12:10, 11:3, 4:11) dann auf die Verliererstraße.

Lange Zeit, um dem verpassten Finale nachzutrauern, blieb den Ahlhornerinnen nicht. Nur eine Viertelstunde nach dem Matchball mussten sie zum Spiel um Platz drei gegen den TSV Jona antreten. Wieder ging es über die volle Distanz. Mit einem raschen 4:0 zu Beginn des entscheidenden fünften Durchgangs legte der ASV schließlich den Grundstein zum 3:2 (9:11, 11:6, 11:2, 8:11, 11:1) und zum Gewinn der Bronzemedaille. „Es sind einige Kaltgetränke geflossen“, berichtete Ulrich Meiners schmunzelnd. Aufgrund der geringen Erwartungshaltung hatte der ASV lediglich eine Hotelübernachtung gebucht. „Kurzzeitig haben wir überlegt zu bleiben, haben uns dann aber doch dafür entschieden, die Nacht durchzufahren“, erläuterte der ASV-Faustballboss.

Den Champions Cup holte sich erneut der TSV Dennach durch das 3:1 (7:11, 11:3, 11:4, 11:6) über den frischgekürten österreichischen Staatsmeister Union Nussbach.  mar

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