Saisonfortsetzung frühestens ab Februar / Verband will sportliche Wertung

Mehrheit stimmt für Einfachrunde

Der Handball macht noch länger Pause: Frühestens im Februar kann der Spielbetrieb fortgesetzt werden.
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Der Handball macht noch länger Pause: Frühestens im Februar kann der Spielbetrieb fortgesetzt werden.

Neerstedt – Frühestens im Februar 2021 nehmen die Spielklassen des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) ihren wegen der Coronapandemie seit Ende Oktober unterbrochenen Spielbetrieb wieder auf – und vieles spricht derzeit für eine Fortsetzung in Form einer Einfachrunde. Ein Wiederbeginn bereits im Januar ist vom Tisch. Das sind die Resultate der Online-Videokonferenzen, zu der der HVN-Spielausschuss die Vereine aus den Oberligen der Frauen sowie Ober- und Verbandsligen der Männer eingeladen hatte.

Das Gros der Vereine „favorisiert die Saisonfortsetzung in der Form einer Einfachspielrunde unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Spiele, die vor der Aussetzung des Spielbetriebes auf Verbandsebene bereits ausgetragen wurden“, schreibt der HVN in seiner Pressemitteilung. Für die Oberliga-Frauen des TV Neerstedt würde dies bedeuten, dass ihre Niederlagen gegen die HSG Hude/Falkenburg (16:23) und die SG Neuenhaus/Uelsen (23:39) Bestand hätten. Cordula Schröder-Brockshus stimmte aber nicht deswegen gegen die Einfachrunde. „Nach nur acht oder neun Spielen über Auf- und Abstieg zu entscheiden, finde ich einfach nicht gut“, begründet Neerstedts Trainerin ihre Ablehnung.

Stattdessen würde sie eine Annullierung der Saison und einen Neustart im September bevorzugen. Aber da spielt der HVN nicht mit. „Ziel des Verbandes ist, zum Ende der Spielzeit eine sportliche Wertung hinzubekommen, um so die Voraussetzungen für eine möglichst normale Saison 2021/2022 zu schaffen“, bestätigt Jens Schoof. Der für den Bereich Spieltechnik zuständige HVN-Vizepräsident moderierte die drei Online-Konferenzen.

Schoof sprach von einem „offenen und ehrlichen Meinungsaustausch“, den die Vereinsvertreter geführt hätten. „Das war eine vernünftige Diskussion. Schön, dass wir unsere Meinung weitergeben konnten“, bestätigt Cordula Schröder-Brockshus. Und HVN-Präsident Stefan Hüdepohl glaubt: „Das war der richtige Weg. Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Vereine an der unmittelbaren Kommunikation mit dem Verband interessiert sind.“ Laut Spielausschussmitglied Olaf Bunge hätten sich 85 Prozent der Clubs beteiligt. Der Spielausschuss werde die Gesprächsergebnisse jetzt bewerten und unter Berücksichtigung des Pandemiegeschehens Umsetzungsmodelle erarbeiten, erläutert Schoof.

Als Zeitpunkt für die mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs gibt der Verband vorsichtig das „Frühjahr des Jahres 2021“ an. Ursprünglich hatte die vom HVN-Präsidium eingesetzte „Task Force Spielbetrieb“ darauf spekuliert, bereits Mitte Januar wieder Partien ansetzen zu können (wir berichteten). Doch nach den Beschlüssen von Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten der Länder Mitte vergangener Woche gehen Mitglieder der Task Force und des Spielausschusses davon aus, dass öffentliche Sportstätten frühestens ab dem 11. Januar wieder für den Trainingsbetrieb zur Verfügung stehen. „Wenn überhaupt“, sagt Schoof mit Blick auf die nach wie vor hohen Sieben-Tage-Inzidenzen in den einzelnen Kreisen. „Es ist auch nicht wirklich realistisch, Anfang Februar wieder zu spielen – zwei bis drei Wochen nach Hallenöffnung ist zu kurz“, findet Cordula Schröder-Brockshus. Für andere Konferenzteilnehmer wären drei Wochen Vorlauf das Minimum. „Rein rechnerisch könnten wir demnach den Spielbetrieb frühestens am Wochenende 6. und 7. Februar wieder aufnehmen – vorausgesetzt, wir kommen mit Ende der Schulferien wieder in die Hallen“, sagt Schoof.

Noch offen ist, wie eine Einfachrunde konkret aussehen wird. Vor allem, ob es hinterher zu Play-off-Spielen um den Auf- und Abstieg kommen wird, ist ungewiss und davon abhängig, wie viel Zeit noch bleibt. „Fakt ist, dass die Saison mit Ablauf des Monats Juni enden muss. Ob es Play-off-Spiele geben könnte, hängt davon ab, wie viele Spieltage uns am Ende zur Verfügung stehen“, erklärt Schoof. Für den Beginn des kommenden Jahres wurden weitere Online-Zusammenkünfte vereinbart.  mar

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