Meenkens Mannschaft macht weiter

Mehrere Vorstandsämter des Fußballkreises OIdenburg-Land/Delmenhorst bleiben unbesetzt

NFV-Präsident Günter Distelrath (6. v. r.) und der Bezirksvorsitzende Dieter Ohls (r.) würdigten Helmut Riedebusch (v. l.), Felix Heuer, Jürgen Harms, Sven Schlickmann, Dieter Waje, Harald Theile, Alrich Sprung, Peter Bergmann, Tim Hoffmann, Erich Meenken und Hannes Krummen für ihr ehrenamtliches Engagement.
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Ausgezeichnet: NFV-Präsident Günter Distelrath (6. v. r.) und der Bezirksvorsitzende Dieter Ohls (r.) würdigten Helmut Riedebusch (v. l.), Felix Heuer, Jürgen Harms, Sven Schlickmann, Dieter Waje, Harald Theile, Alrich Sprung, Peter Bergmann, Tim Hoffmann, Erich Meenken und Hannes Krummen für ihr ehrenamtliches Engagement. Die Ehrung der nicht anwesenden Doris Prey-Klaassen, Theodor Potiyenko und Horst Krägermann soll bei der nächsten Gelegenheit nachgeholt werden.

Kirchhatten – Am Vorabend seines 72. Geburtstages hatte sich Günter Distelrath einen kleinen Abstecher in den Landkreis Oldenburg gegönnt. Der Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) gehörte beim vierten ordentlichen Kreistag des NFV-Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst zu den Gästen. Distelraths Stellvertreter und Vorsitzender des Fußballbezirks Weser-Ems, Dieter Ohls, hatte sich im Schützenhof Kirchhatten ebenso unter die Delegierten gemischt wie der Vorsitzende des Bezirksschiedsrichterausschusses Georg Winter sowie Abordnungen aus den benachbarten Fußballkreisen Vechta, Cloppenburg und Jade-Weser-Hunte.

Dass die Versammlung als Präsenzveranstaltung über die Bühne gehen konnte, freute Erich Meenken ungemein. „Das ist ein schöner Anblick. Das persönliche Miteinander ist besser als jede Videokonferenz“, meinte der Kreisvorsitzende angesichts des gut gefüllten Saals, in dem die 2G-Regelung galt. Allerdings hätten sich zwei der insgesamt 43 dem Kreis angehörigen Vereine angesichts dieser Vorgabe „nicht in der Lage gesehen, Vertreter zu entsenden“, berichtete Meenken.

Hoher Besuch

Zum ersten Mal seit der Fusion im Jahr 2012 besuchte der amtierende NFV-Präsident einen Kreistag des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst. Günter Distelrath hatte gute Nachrichten aus der Verbandszentrale in Barsinghausen im Gepäck. So habe die NFV-Passstelle trotz der Coronapandemie zwischen dem 15. Juni und 15. September dieses Jahres 14 201  Erstausstellungen registriert. „Das sind fast 5000 mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Das zeigt, wie groß die Lust auf kicken ist“, verdeutlichte Distelrath in seinem Grußwort. Überhaupt kämen die Vereine in den 32 NFV-Kreisen offenbar besser durch die Krise als vielfach befürchtet. Diesen Umstand führte der Verbandschef auf „großartiges ehrenamtliches Engagement“ zurück. Distelrath dankte allen „ehrenamtlichen Helfern auf und neben dem Platz“.

Doch der Salzgitteraner hatte auch weniger gute Neuigkeiten dabei. So habe es seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Juni dieses Jahres bis zum vergangenen Wochenende auf niedersächsischen Fußballplätzen bereits 147 diskriminierende oder gewalttätige Vorfälle sowie 25 Spielabbrüche gegeben. Um dem entgegenzuwirken, baut der NFV sein Engagement in den Bereichen Anti-Diskriminierung und Gewaltprävention kontinuierlich aus – unter anderem durch die Ausbildung von Konfliktlosen. Wenn es um Respekt und Toleranz gehe, könne der Fußball auf spielerische Art und Weise viel bewegen. „Diese Kraft für die Gesellschaft zu nutzen, ist unser Auftrag“, betonte Distelrath.

Ehrungen

Als Wertschätzung für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden während des Kreistages eine Frau und 13 Männer für ihr Engagement ausgezeichnet. Die Verdienstnadel für mindestens 15-jährige Tätigkeit im Verein oder als Schiedsrichter erhielten Peter Bergmann, Tim Hoffmann (beide NFV), Felix Heuer (TuS Heidkrug) und Theodor Potiyenko (FC Hude). Für 25-jähriges Engagement bekamen Horst Krägermann (Ahlhorner SV), Hannes Krummen (VfL Stenum) und Doris Prey-Klaassen (Harpstedter TB) die silberne Verdienstnadel. Die goldene Verdienstnadel für 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit erhielten Helmut Riedebusch (SC Dünsen), Alrich Sprung (SV Atlas) und Dieter Waje (SF Wüsting-Altmoorhausen). Über die NFV-Ehrennadel in Silber dürfen sich Jürgen Harms (SV Tungeln), Sven Schlickmann (Bookholzberger TB), Harald Theile (TSV Großenkneten) und Erich Meenken (Delmenhorster TB) freuen.

Wahlen

Der Vorstand des Fußballkreises bleibt in der bisherigen Konstellation zusammen. Jeweils einstimmig wählten die Delegierten den Vorsitzenden Erich Meenken, dessen Stellvertreter Michael Koch, der zugleich Ehrenamtsbeauftragter des Kreises ist, Schatzmeister Sven Schlickmann und Schriftführer Thore Güldner für die nächsten drei Jahre wieder. Seinen zweiten Posten als Referent für Öffentlichkeitsarbeit gab Güldner hingegen ab. Die Ausschussvorsitzenden Thomas Luthardt (Spielausschuss), Doris Prey-Klaassen (Qualifizierung), Harald Theile (Schiedsrichter), Knut Hinrichs (Jugend) und Torsten Dreesmann (Sportgericht) wurden ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Zu Kassenprüfern wurden Tim Kirchhoff (Kickers Ganderkesee), Andreas Dietrich (TSV Ganderkesee) und Carsten Krudop (SC Dünsen/Ersatz) berufen.

Vakante Posten

Neben dem Job des Öffentlichkeitsarbeiters sind im Kreisvorstand – teilweise schon seit längere Zeit – noch einige andere Posten vakant. Mit der Einladung zum Kreistag hatte Meenken zugleich noch die Anforderungsprofile für die Ämter des zweiten stellvertretenden Vorsitzenden, des Vorsitzenden im Qualifizierungsausschuss, des Referenten für Frauen- und Mädchenfußball, des Schulfußballbeauftragten sowie des Beisitzers (Staffelleiter) im Spielausschuss an die Vereine verschickt. „Der Kreisvorstand ist auf die personelle ,Auffrischung‘ aus den Reihen der Vereine zwingend angewiesen, da ansonsten gegebenenfalls die Handlungsfähigkeit und somit die Eigenständigkeit gefährdet werden könnte“, appellierte der Kreischef an die Clubs, geeignete Kandidaten zu nennen. Vorschläge? Fehlanzeige! Selbst Meenkens Nachfrage bei einigen größeren Vereinen in der vergangenen Woche blieb ergebnislos. Auch während der Versammlung erklärte sich niemand dazu bereit, eines der vakanten Ämter zu übernehmen. Sie bleiben somit bis auf Weiteres unbesetzt. Doch damit will sich die Führungscrew nicht zufriedengeben. Denn die Arbeitsbelastung im Gremium wächst stetig. „Und irgendwann ist auch das Ende der Möglichkeiten beziehungsweise der Bereitschaft zur Mitarbeit da“, unterstrich Meenken. Er wolle das Pensum „auf möglichst viele Schultern verteilen, damit keiner überfrachtet wird“. Zunächst wäre er aber schon dankbar, „wenn die Vereine überhaupt mal einen Namen nennen würden“. Es bringe jedoch nichts, die Vereine zu sanktionieren, falls weiter nichts passiert, glaubt Meenken. Aber der 62-jährige Delmenhorster will hartnäckig bleiben. „Wir werden weiter nerven“, kündigt er an.

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