Ein hartes Pflaster

Meenken lobt VfL Wildeshausen - Delmenhorst ist Vorletzter in der Fairnesswertung

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Meinungsverschiedenheit: Theodor Potiyenko (l.) ermahnt Wildeshausens Trainer Marcel Bragula. Ansonsten hatten die Schiedsrichter in der laufenden Saison mit den Krandel-Kickern wenig Mühe.

Landkreis - Der Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst ist offensichtlich ein hartes Pflaster. Nach der Hinrunde der Saison 2018/2019 rangieren die Kicker aus Oldenburg-Land/Delmenhorst in der Fairnesswertung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) jedenfalls nur auf dem 32. und damit vorletzten Platz unter den 33 NFV-Kreisen.

Verständlicherweise gefällt dem hiesigen Kreisvorsitzenden Erich Meenken das nun veröffentlichte Zahlenwerk überhaupt nicht. „Wir hoffen, dass diese negative Entwicklung nur eine Momentaufnahme ist. Auf jeden Fall werden wir mit den Vereinen sprechen, die hauptsächlich dazu beigetragen haben, damit sie ihre Spieler ins Geschirr nehmen“, sagte der 59-jährige Delmenhorster auf Nachfrage.

Dabei glaubt Meenken, dass in seinem Kreis grundsätzlich nicht unfairer gespielt wird als anderswo. Doch manche Akteure hätten sich nicht im Griff und würden sich persönliche Verfehlungen leisten. „Oft sind es Dinge, die mit dem eigentlichen Spielgeschehen nichts zu tun haben, zum Beispiel Verunglimpfungen von Gegenspielern, Schiedsrichtern und Zuschauern“, erläutert Meenken. Diesbezüglich werde er „den Finger in die Wunde legen und deutlich machen, was wir erwarten“.

Im bereits zum 27. Mal ausgetragenen „VGH Fairness-Cup“ werden Gelbe Karten mit je einem, Gelb-Rote Karten mit je drei und Rote Karten mit je fünf Strafpunkten geahndet. Zusätzlich schlagen Sportgerichtsurteile oder auch das Nichtantreten von Mannschaften mit zehn Zählern zu Buche. Die Summe der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Saisonspiele ergibt den Fairnessquotienten. Die bewerteten Teams des NFV-Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst kommen auf einen Durchschnittswert von 2,7786 - nur der Kreis Celle war schlechter (3,2440). Keine Überraschung, denn Celle war bereits 2012, 2013, 2014, 2016 und 2017 Letzter in der Endabrechnung. Fairster Kreis ist Diepholz (2,0127), der die Wertung schon in den Jahren 2016 und 2018 gewonnen hatte.

Das Ranking der landesweit 959 bewerteten Mannschaften von der 1. Bundesliga bis zur Kreisliga führt TuSpo Grünenplan an. Der Spitzenreiter der Kreisliga Holzminden sammelte in 15 Partien lediglich elf Gelbe Karten (0,7333). Zweiter ist der FC Sulingen (0,7368), Tabellendritter der Bezirksliga Hannover 1, vor dem SV Bad Bentheim II (0,75) aus der Kreisliga Grafschaft Bentheim. Zum Vergleich: Schlusslicht SV Schwarzer Berg aus der Kreisliga Braunschweig handelte sich in 14 Partien 48 Verwarnungen, je dreimal Rot und Gelb-Rot sowie zwei Wertungen ein (6,5714).

Als unfairste Teams aus Oldenburg-Land/Delmenhorst müssen die Kreisligisten Delmenhorster TB (Platz 858/Quotient 3,3529), TuS Hasbergen (930/4) und SV Baris (950/4,4375) mit einer Ansprache von Erich Meenken und seinen Vorstandskollegen rechnen. Doch der Kreischef sieht in seinem Gebiet „auch positive Beispiele“. Zuvorderst nennt er den VfL Wildeshausen, der nicht nur die Tabelle, sondern auch die Fairnesswertung der Bezirksliga Weser-Ems 2 anführt. Mit 22 Gelben Karten aus 17 Spielen kommen die Krandel-Kicker auf einen Quotienten von 1,2941 - das bedeutet Platz eins auf Kreis- und Rang 47 auf Landesebene. „Das zeigt, dass man auch erfolgreich Fußball spielen und dabei fair sein kann“, lobt Meenken. Im Sinne des Fairplays wünscht er sich, dass auch andere Teams diesem Beispiel folgen.  mar

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