Matthiesen-Crew fährt mit Mini-Polster zum Relegationsrückspiel nach Melle

Mädler hält TV Neerstedt II beim 29:28 im Geschäft

+
Kreisläufer Philipp Hollmann (Trikotnummer 21) erzielte Neerstedts Siegtreffer.

Neerstedt - Von Sven Marquart. Das wird ein heißer Tanz! Nach dem 29:28 (14:15) im Relegationshinspiel gegen die HSG Grönegau-Melle müssen die Handballer des TV Neerstedt II um den Landesliga-Aufstieg zittern. Der knappe Sieg ist für das Rückspiel am Sonnabend, 13. Juni, 18 Uhr, jedenfalls kein Ruhekissen. „Ein Tor ist zu wenig“, sagte Neerstedts Coach Lutz Matthiesen, der gerne mit einem größeren Polster nach Melle gefahren wäre.

Die beiden Vizemeister der Weser-Ems-Ligen Nord (TV Neerstedt II) und Süd (HSG Grönegau-Melle) lieferten sich vor rund 200 Zuschauern eine temporeiche Begegnung, in deren Verlauf sich keine der beiden Mannschaften weiter als bis auf drei Tore absetzen konnte.

Dabei schienen die Gastgeber nach dem 20:23 durch Felix Bock bereits auf der Verliererstraße zu sein. Doch während einer Auszeit (45.) brachte Lutz Matthiesen seine Crew in die Erfolgsspur. Beim 24:24 durch den einzigen Treffer von Rechtsaußen Joop Dölemeyer war der Ausgleich geschafft. Doch bis zum 27:27, das Niklas Lüdeke per Siebenmeter erzielte (58.), legte die HSG immer wieder vor.

Anschließend hielt Neerstedts Keeper Yannick Mädler zum wiederholten Male stark. Der 21-Jährige hatte wegen einer Handquetschung zuletzt drei Wochen gefehlt und war erst am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen. „Yannick war der ,Man of the Match‘, der uns im Spiel gehalten hat“, wusste Lutz Matthiesen, bei wem er sich zu bedanken hatte.

Nutznießer von Mädlers Parade war Philipp Hollmann, der zum 28:27 traf. Der Kreisläufer sorgte nach dem neuerlichen Ausgleich durch HSG-Linkshänder Daniel Hoffmann 16 Sekunden vor Schluss auch für das siegbringende 29:28.

Dass sich Hollmann bei noch sechs Sekunden auf der Hallenuhr seine zweite Zeitstrafe einhandelte – geschenkt. Denn die Gäste kamen bei ihrem letzten Angriff nur noch zu einem direkten Freiwurf durch Björn Tiedtke, der jedoch eine sichere Beute von Yannick Mädler wurde. „Am Ende haben wir mit Glück gewonnen“, bekannte Matthiesen. Er habe sich das „alles ein bisschen anders vorgestellt“.

Bei einer Gegnerbeobachtung hatte der Übungsleiter vor allem Tino Topheider, Nils Hohnsträter und Björn Tiedtke als Gefahrenherde ausgemacht. Aber dann setzten seinen Mannen einige andere Akteure zu, die er „gar nicht so auf dem Radar gehabt“ hatte, namentlich die vierfachen Torschützen Daniel Hoffmann, Jannik Lampen und Felix Bock.

Besonders in der ersten Halbzeit verstanden es die Grün-Weißen nicht, die Räume in der 3:2:1-Abwehr der „Tiger“ zu nutzen. Außerdem leisteten sie sich viele Ballverluste und Fehlwürfe, für die Philipp Hollmann hinterher „Nervosität“ als Ursache sah. „In der zweiten Halbzeit hat es dann besser geklappt. Da ren wir ruhiger im Abschluss und hatten weniger Fehlwürfe“, meinte der Nahwurfzonenspezialist.

„Dass wir verloren haben, ist unserer schlechten Chancenverwertung geschuldet“, bilanzierte Jörg Pag. Trotzdem wirkte der HSG-Trainer nicht unzufrieden mit dem Resultat, das für das Rückspiel alles offen lässt. „Es wird wieder eng“, prognostizierte Pag.

Das könnte Sie auch interessieren

Weniger Senioren und mehr Suiten: Flusskreuzfahrten-Trends

Weniger Senioren und mehr Suiten: Flusskreuzfahrten-Trends

Klappe zu, Hardtop tot: Cabrios setzen wieder aufs Stoffdach

Klappe zu, Hardtop tot: Cabrios setzen wieder aufs Stoffdach

Blubbernd und alkoholfrei: Kombucha selber machen

Blubbernd und alkoholfrei: Kombucha selber machen

Das sind die Luxus-Karren der Stars

Das sind die Luxus-Karren der Stars

Meistgelesene Artikel

TV Dötlingen zeigt eine „ganz starke Charakterleistung“

TV Dötlingen zeigt eine „ganz starke Charakterleistung“

TSV Ippener will TuS Heidkrug erste Saisonniederlage beibringen

TSV Ippener will TuS Heidkrug erste Saisonniederlage beibringen

TV Neerstedt gegen Wilhelmshavener HV II Favorit

TV Neerstedt gegen Wilhelmshavener HV II Favorit

Bragula warnt vor Standards der Rasteder „Löwen“

Bragula warnt vor Standards der Rasteder „Löwen“

Kommentare