A-Junior führt Bezirksligisten bei Futsal-Kreismeisterschaft zum Titel

Marquardt ist Heidkrugs Matchwinner

„Unfassbar!“ Trainer Selim Karaca (hinten links) feiert mit dem TuS Heidkrug den Gewinn der Futsal-Kreismeisterschaft. Fotos: Marquart

Sandkrug - Von Sven Marquart. Das Beste zum Schluss: Im Finale der Futsal-Kreismeisterschaft zwischen dem Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen und dem TuS Heidkrug lief bereits die letzte Spielminute, als Marcel Marquardt ein Geniestreich gelang. Hart bedrängt von Thorben Schütte, lupfte Heidkrugs A-Junior die Kugel über VfL-Keeper Sebastian Pundsack hinweg ins Netz. „Das Tor des Turniers!“, jubelte der Hallensprecher. 34 Sekunden blieben den Krandel-Kickern danach noch, um das Sechsmeterschießen zu erzwingen – vergebens. Durch ihren 3:2 (1:1)-Erfolg lösten die Delmenhorster den Ahlhorner SV auf dem Futsal-Thron ab. „Was wir hier rausgeholt haben, ist unfassbar“, rang der überglückliche TuS-Trainer Selim Karaca nach Worten.

Nicht nur aufgrund seines sehenswerten Siegtreffers war Marcel Marquardt im Endspiel Heidkrugs Matchwinner. Durch einen Lattentreffer hatte der Blondschopf zunächst die erste gute Torchance der Partie (7.). Nachdem Lukas Schneider die Wildeshauser per Freistoß mit 1:0 in Führung gebracht hatte (8.), verwandelte Marquardt 23 Sekunden vor der Pause einen Zehnmeter (Foul von Mika Ostendorf an Nils Giza) zum 1:1-Halbzeitstand. Im zweiten Abschnitt legte Marquardt mit einer präzisen Flanke Yanik Pietsch das 2:1 auf (13.). Das 2:2 erzielte erneut Schneider per Freistoß (16.). Der knallhart geschossene Ball sprang vom Innenpfosten hinter die Linie – Heidkrugs starker Keeper Tim Osterloh war ausnahmsweise einmal machtlos.

Mit dem umjubelten Heber setzte Marquardt schließlich das i-Tüpfelchen auf sein perfektes Futsal-Wochenende: Tags zuvor hatte der mit einem Zweitspielrecht für den A-Junioren-Landesligisten VfL Stenum ausgestattete Youngster bereits den Titel bei der A-Jugend-Kreismeisterschaft gewonnen. Gleiches galt für seinen Teamkollegen Malcolm-Tarik Jumpertz. Der ebenfalls für Stenums Nachwuchs kickende Mittelfeldspieler hatte im Halbfinale mit einem Doppelpack das Herrenteam seines „Zweitclubs“ fast im Alleingang aus dem Wettbewerb befördert (2:0).

Im ersten Halbfinale hatte sich der VfL Wildeshausen mit 2:1 gegen den Bezirksligisten SV Baris Delmenhorst durchgesetzt. Es waren gerade einmal 28 Sekunden gespielt, da brachte Robin Ramke die Kreisstädter auch schon mit 1:0 in Führung. Maximilian Seidel erhöhte auf 2:0 (5.). Keine Zeigerumdrehung später verpasste Christopher Kant den dritten Wildeshauser Treffer. Stattdessen verkürzte Mert Caki auf 1:2 (6.), so dass die Crew von Co-Trainer Patrick Meyer noch bange sechs Minuten um den Finaleinzug zittern musste.

Doch es ging gut. Nachdem der VfL Stenum das Sechsmeterschießen um Platz drei gegen den SV Baris mit 3:1 für sich entschieden hatte – VfL-Keeper Maik Panzram parierte gleich den ersten Baris-Schuss von Sinan Özütemiz – waren die Wildeshauser im Endspiel die tonangebende Mannschaft. „Wir wollten offensiv spielen und auch ins Risiko gehen. Wir hatten Chancen genug – leider haben wir sie nicht genutzt“, bedauerte Lukas Schneider. Der VfL-Kapitän hätte „lieber den größten Pokal mitgenommen“. Stattdessen durfte er „nur“ das nächstkleinere Exemplar in Empfang nehmen. „Der zweite Platz ist auch okay. Heidkrug hat alles reingehauen, sein Tor mit dem Leben verteidigt und deshalb verdient gewonnen“, meinte Patrick Meyer

Aber auch mit der Leistung seiner Crew konnte der 30-Jährige zufrieden sein. Ohne Punktverlust war der Landesligist in der Vorrunde zum Gruppensieg marschiert und überstand auch die Zwischenrunde ungeschlagen (zwei Siege, zwei Unentschieden).

Die anderen Favoriten gaben sich in der Vorrunde ebenfalls keine Blöße. Sämtliche Bezirksligisten im Feld (SV Baris, TuS Heidkrug, FC Hude, SV Tur Abdin und VfL Stenum) erreichten die Zwischenrunde. Auch mit Titelverteidiger Ahlhorner SV war zu rechnen. Zu den zehn besten Teams gehörten zudem Kreisligist TV Jahn und der SV Atlas, der seine Kreisliga-Mannschaft nach Sandkrug entsandt hatte.

Für die wohl größte Überraschung sorgte der TV Dötlingen. Der Kreisliga-Achte war mit einer 0:2-Pleite gegen den VfL Stenum ins Turnier gestartet, gewann seine vier weiteren Vorrundenspiele aber und bezwang in der Zwischenrunde sogar den späteren Sieger TuS Heidkrug mit 2:1. Danach verloren die Mannen von Trainer Joachim Puchler jedoch gegen Hude (1:3) und Abdin (0:4) und beendeten die Gruppenphase schließlich mit drei Punkten auf dem fünften und letzten Platz.

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