Miese Auswärtsbilanz wird TV Neerstedt II zum Verhängnis

Maria Kriegers Paraden bewahren HSG vor dem Abstieg

Torhüterin Maria Krieger hatte mit ihren Paraden großen Anteil daran, dass die HSG Harpstedt/Wildeshausen am letzten Spieltag die Abstiegsplätze verlassen konnte. - Foto: Marquart

Neerstedt/Wildeshausen - Verhaltene Freude bei den Handballerinnen der HSG Harpstedt/Wildeshausen, tiefe Trauer beim TV Neerstedt II: Während die HSG am letzten Spieltag der Weser-Ems-Liga Nord wahrscheinlich den Kopf aus der Schlinge gezogen hat und in der Saison 2016/2017 nach derzeitigem Stand in der Landesklasse antreten wird, müssen die Neerstedterinnen den bitteren Gang in die Regionsoberliga antreten. Ebenfalls gerettet ist der TuS Augustfehn, der im Abstiegsdreikampf mit einem 22:21-Erfolg beim Tabellenvierten HSG Varel-Friesland überraschte.

Wilhelmshavener HV – TV Neerstedt II 25:17 (14:11): „Die Enttäuschung ist riesengroß“, sagte Neerstedts Trainerin Cordula Schröder-Brockshus, deren Crew mit der besten Ausgangsposition der drei Abstiegskandidaten ins Saisonfinale gegangen war. Durch fehlende Abspracen in der Abwehr gerieten die Gäste schnell mit 1:5 in Rückstand (10.). Ihr weitaus größeres Problem war jedoch der Angriff. „Da konnten wir uns überhaupt nicht durchsetzen“, monierte Cordula Schröder-Brockshus. Obwohl sich ihr Team etliche Fehlwürfe leistete, war beim 16:20 noch alles offen (20.). „Leider haben die Schiedsrichter dann eine große Show abgezogen“, ärgerte sich die Übungsleiterin. Die Referees zeigten Neerstedts Torhüterin Meike Meyenburg die direkte Rote Karte, weil sie eine Wilhelmshavenerin beim Sprung in den Kreis mit dem Knie berührt hatte (54.). Zuvor hatte die Keeperin wegen Meckerns und eines vermeintlichen Wechselfehlers bereits zwei Zeitstrafen kassiert. „Danach war bei uns die Konzentration weg“, meinte Cordula Schröder-Brockshus. „Letztlich haben wir uns den Klassenerhalt durch unsere miserable Auswärtsbilanz selbst verbaut.“ In der kommenden Spielzeit wird dann Philipp Hollmann bei der Neerstedter Landesliga-Reserve auf der Trainerbank sitzen. Cordula Schröder-Brockshus kümmert sich fortan um die weibliche B-Jugend.

TV Neerstedt II: Meyenburg, Stolle - Jüchter, J. Stuffel (3), Mutke, Blacha (2), Schützmann, Ebsen (1), Brengelmann, Dölemeyer, Lehmkuhl (3), Schulze (4), Schwarz (1), Rasche (3).

TuRa Marienhafe – HSG Harpstedt/Wildeshausen 19:25 (9:7): „Man konnte deutlich sehen, dass die Mädchen die zwei Punkte unbedingt wollten“, freute sich Udo Steinberg. „Ich gehe davon aus, dass wir unseren Weg in der Landesklasse fortsetzen können“, erklärte der HSG-Coach. Danach hatte es zur Halbzeit noch nicht ausgesehen. Denn obwohl die Steinberg-Sieben mit 6:3 geführt hatte (15.), lag sie nach 30 Minuten mit 7:9 im Hintertreffen. Und der Rückstand hätte noch größer ausfallen können, wenn die glänzend aufgelegte Torhüterin Maria Krieger nicht etliche hundertprozentige Chancen vereitelt hätte. Beim 11:11 hatte die HSG den Ausgleich geschafft (36.) und setzte sich vom 14:14 (40.) mit einem 5:0-Zwischenspurt entscheidend auf 19:14 ab (53.). „Danach haben wir es mit Köpfchen zu Ende gespielt“, berichtete Steinberg. Zum Erfolg steuerte Hannah Bäumler in ihrem vorerst letzten Spiel für die HSG zwei Treffer bei. „Hannah zieht berufsbedingt weg – sie wird uns fehlen“, bedauerte Steinberg. - mar

HSG Harpstedt/Wildeshausen: M. Krieger, Jarren - Wachsmann (4), Görke (1), Abeln (5/3), Bäumler (2), Meyer-Ebrecht (5), Oehlerking (4), Kracke, F. Schröder (1), Idel (1), Schaper (1), Willenborg (1).

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