Wildeshauser A-Junioren gewinnen Derby gegen Harpstedt mit 6:0

Marco Bierans in Torlaune

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Harpstedts Kapitän Fabian Engeln (r.) nimmt Kurs Richtung Peter Schlüter auf. Insgesamt schafften es die Gäste aber viel zu selten, die Wildeshauser unter Druck zu setzen. ·

Wildeshausen - So schnell kann es gehen: Waren die A-Junioren des VfL Wildeshausen und der SG DHI Harpstedt vergangene Woche tabellenmäßig mit jeweils zehn Punkten auf Augenhöhe in der Bezirksliga gewesen, ist der VfL nun mit dem 6:0 (3:0)-Derbysieg und das vorherige 2:1 im Nachholspiel gegen die SG Essen/Bevern auf Platz fünf gesprungen, während den Harpstedtern auf Platz zwölf das Wasser bis zum Hals steht.

Die Wildeshauser wirkten im Derby gegen die Harpstedter von Anfang an irgendwie galliger. Nach kurzer Findungsphase gelang es den VfL-Akteuren mehr und mehr Druck aufzubauen. So war es keine Überraschung, als Marco Bierans nach perfekter Vorarbeit von Timo Höfken das 1:0 (12.) für die Gastgeber erzielte. Sechs Minuten später durfte der Assistgeber selbst ran und traf zum 2:0. Die SG ergab sich nun ihrem Schicksal und war noch gut damit bedient, dass nur noch Bierans (41.) vor dem Seitenwechsel einnetzte.

Bierans‘ Torhunger war aber immer noch nicht gestillt, und so schnürte er mit dem 4:0 (54.) seinen Dreierpack. Spätestens jetzt war die einseitige Partie entschieden. Pascal Hesselmann (78.) und Florian Düser per Foulelfmeter (87.) schraubten das Ergebnis noch auf 6:0. Da gab es nichts zu meckern für das VfL-Trainergespann Uwe Kricke und Valdrin Stublla: „Die Einstellung unserer Jungs stimmte, und es waren tolle Spielzüge und -kombinationen zu sehen.“

Getrübter war natürlich die Stimmung im Harpstedter Lager. „Ich habe vor dem Spiel wirklich gedacht, dass es voran geht“, sagte SG-Trainer Marco Blauth, „aber durch unsere lange Verletzungshistorie in dieser Saison sind wir einfach nicht eingespielt genug.“ Bereits heute (19.30 Uhr) beim Heimspiel gegen GVO Oldenburg hat die Blauth-Truppe die Chance zur Rehabilitation. „Es wird schwierig, meine Jungs jetzt aufzurichten. Wir müssen bis zur Winterpause einigermaßen unbeschadet durchkommen. Ich kann daher nur hoffen, dass sich eine „Jetzt-erst-recht-Mentalität‘ breit macht“, erklärte Blauth. Gegen Wildeshausen war es immerhin schon die vierte Niederlage in Folge für die SG. Nach gutem Saisonstart hat Blauth die 1:5-Niederlage gegen die SG Emstek/Höltinghausen als Ausgangspunkt des Niedergangs ausgemacht. „Seit dieser Partie, als wir zwei Rote Karten kassiert haben, hat es einen Knacks gegeben“, analysierte Blauth, der sich auf Ursachenforschung begibt: „Ich werde die Gespräche suchen und schauen, ob teamintern zwischen den Jungs irgendetwas im Argen liegt.“ Merkwürdig sei, dass sein Team „Trainingsweltmeister“ sei, „uns im Spiel aber fast jeder Ball verspringt, und wir viel zu weit von den Gegenspielern entfernt stehen“, sagte Blauth. · wie

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