Angebot von SV Atlas ausgeschlagen

Marcel Bragula hält dem VfL Wildeshausen die Treue

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Jubelt auch künftig in rot-weiß und nicht in blau-gelb: Marcel Bragula (r.) hat sich für einen Verbleib beim Bezirksliga-Tabellenführer VfL Wildeshausen entschieden. Dem Trainer hatte ein reizvolles Angebot des Oberligisten SV Atlas Delmenhorst vorgelegen.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Kopfkino, Gefühlschaos und lange Gespräche haben die vergangenen Tage von Marcel Bragula geprägt. Das reizvolle Angebot des Fußball-Oberligisten SV Atlas Delmenhorst hatte den Trainer des Bezirksliga-Tabellenführers VfL Wildeshausen in eine arge Zwickmühle gebracht. Doch nach „sauberer Beurteilung der Lage“ entschied sich der 44-Jährige nun für einen Verbleib beim Club seines Herzens und sagte den Delmenhorstern ab.

„Das ist keine Entscheidung gegen Atlas, sondern eine Entscheidung für meine Spieler, die in den letzten Jahren meinen Idealen gefolgt sind, obwohl sie ebenfalls lukrative Angebote hatten“, erläutert Bragula.

Außerdem basiere die Arbeit beim VfL auf Werten wie Loyalität, Anstand und Verlässlichkeit. „Deshalb wäre ein Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt in Verbindung mit dem gegebenen Wort nicht in Einklang zu bringen“, verweist der Coach auf seinen bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag in der Kreisstadt.

„Das ist eine bemerkenswerte Entscheidung“, findet Sebastian Pundsack. Der VfL-Kapitän freut sich, „dass Marcel da bleibt, um gemeinsam mit uns an der Saison weiterzubasteln – und natürlich wollen wir so erfolgreich wie möglich sein“. Im Gespräch mit Mannschaft und Trainerteam sei deutlich geworden, wie sehr Bragula am Verein hänge. „Er lebt seine Einstellung zum Fußball vor. Deshalb hätte es auch nicht zu ihm gepasst, wenn er uns im laufenden Betrieb verlassen hätte“, betont Pundsack.

Dagegen muss sich der SV Atlas bei der Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Ex-Coach Jürgen Hahn nun umorientieren. Für Bastian Fuhrken, bei den Blau-Gelben zweiter Vorsitzender, sportlicher Leiter und Imterimscoach in Personalunion, war Bragula die erste Wahl. Laut eigenem Bekunden hatte Fuhrken bis dato mit keinen anderen Übungsleitern verhandelt. Nach der Absage seines Wunschkandidaten war Fuhrken für eine Stellungnahme telefonisch nicht zu erreichen.

„Atlas wird seinen Weg machen und seine Geschichte weiterschreiben. Hin und wieder werde ich das als Fan mit Bier und Bratwurst im Stadion verfolgen“, meint Bragula. Damit ist die Angelegenheit für ihn erledigt: „Jetzt gilt es, den Fokus auf das schwere Auswärtsspiel beim SV Wilhelmshaven zu richten, um mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause zu gehen.“ 

Nach dem 1:3 beim Abstiegsaspiranten TuS Eversten, das Bragula als „Nicht-Leistung“ bewertete, ist seine Crew am Sonntag, 2. Dezember, 14 Uhr, im Jadestadion in der Pflicht. Vor der abschließenden Partie des Jahres haben die Krandel-Kicker einen Punkt Vorsprung auf Verfolger TuS Obenstrohe. Das Treuebekenntnis ihres Trainers sollte für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgen . . .

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