Sven Flachsenberger wird Co-Trainer des Landesligisten

Marcel Bragula bleibt die Konstante beim VfL Wildeshausen

Im Beisein von Fußballabteilungsleiter Hartmut Schwolow (rechts) hat Chefcoach Marcel Bragula (Mitte) nun seinen Vertrag beim Landesligisten VfL Wildeshausen verlängert. Der bisherige VfL-Frauentrainer Sven Flachsenberger (links) fungiert künftig als Bragulas „Co“.
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„Autogrammstunde“: Im Beisein von Fußballabteilungsleiter Hartmut Schwolow (r.) hat Chefcoach Marcel Bragula (M.) nun seinen Vertrag beim Landesligisten VfL Wildeshausen verlängert. Der bisherige VfL-Frauentrainer Sven Flachsenberger (l.) fungiert künftig als Bragulas „Co“.

Wildeshausen – Mitte Dezember wurde Hartmut Schwolow zum Fußballabteilungsleiter des VfL Wildeshausen gewählt. Zur Unterstützung hat sich der 59-Jährige das Quartett Bernd Kinzel, Helge Cordes, Malte Smolna und Gordon Hermanni mit ins Boot geholt. „Gefühlt sind wir seit drei Wochen 24/7 hauptberuflich Vorstand des des VfL Wildeshausen“, scherzt Cordes.

Tatsächlich hat die neue Führungscrew der Krandel-Kicker nach der Amtsübernahme einiges angeschoben und im Rahmen eines Pressetermins nun erste Ergebnisse und Weichenstellungen verkündet. Die zweifellos wichtigste: Marcel Bragula bleibt auch in der Saison 2022/2023 Chefcoach der ersten Herrenmannschaft.

Landesliga-Team

Marcel Bragula bleibt die Konstante des Wildeshauser Aushängeschildes. Am 1. Juli 2014 hatte er den Übungsleiterposten übernommen und ist nun neben Roland Twyrdy (SC Melle 03) und Hammad El-Arab (SV Hansa Friesoythe) einer der dienstältesten Trainer der Landesliga Weser-Ems. Am Freitag unterzeichnete der 47-Jährige eine Vereinbarung für die kommende Serie – es ist für Bragula bereits die neunte Saison als Chefcoach seines Herzensvereins. „Wir hoffen, dass es wieder die Landesliga wird“, wünscht sich Schwolow, der sich freut, „dass wir Marcel für ein weiteres Jahr gewinnen konnten“. Dass auch die neue Führungscrew auf ihn setzt, erfüllt Bragula mit Stolz. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich für den Verein mein letztes Hemd geben würde“, betont er.

Der B-Lizenzinhaber kann auch weiterhin auf die Unterstützung von David Lohmann bauen – der Torwarttrainer bleibt dem VfL ebenfalls über das Saisonende hinaus erhalten. Einen Wechsel gibt es dagegen auf der Position des Co-Trainers. Für Bragulas bisherigen Assistenten Patrick Meyer ist im Sommer nach dann vier Jahren im Krandel Schluss. Der Lehrer ist neuerdings Teilhaber der Superkicker-Fußballschule und kann das Pensum nicht mehr leisten. „Für ,Paddy‘ heißt es künftig Fußballcamp statt Seitenlinie“, erläutert Bragula. Er bedauert den Ausstieg seines Kompagnons außerordentlich. Bei der Suche nach einem neuen „Co“ wurde der VfL in den eigenen Reihen fündig. In der nächsten Spielzeit bildet Bragula ein Gespann mit Sven Flachsenberger. Der 32-Jährige trainiert aktuell noch die Wildeshauser Bezirksliga-Fußballerinnen. Für ihn ist es die erste Station im Herrenbereich.

Eine Umbesetzung gibt es auch auf dem Betreuerposten. Aus beruflichen Gründen hört Sebastian Bröcker nach nur einem Jahr wieder auf. Sein Vorgänger Thomas Kupka, der das Amt bis Sommer 2021 sieben Jahre lang innehatte, steigt wieder ein. „Dass sich Thomas der Aufgabe nochmal stellt, ist à la bonne heure!“, freut sich Bragula.

Für das Funktionsteam sucht der Tabellensiebte der Nordstaffel neben einem Physiotherapeuten außerdem einen neuen Teammanager. Amtsinhaber Sebastian Pundsack ist gerade zum zweiten Mal Vater geworden und will deshalb kürzertreten.

U 23

Unmittelbar vor dem Jahreswechsel war Georg Zimmermann als Trainer der Wildeshauser Kreisliga-Mannschaft zurückgetreten. „Wir hatten gehofft, dass er bis zum Saisonende weitermacht. Trotzdem bedanken wir uns außerordentlich für die geleistete Arbeit“, sagt Cordes. Zur neuen Spielzeit werden die bisherigen A-Junioren-Coaches Selcuk Keyik und Kai Schmale die U 23 übernehmen. „Damit wollten wir einen Peak setzen und die Mannschaft ein bisschen kitzeln. Denn es sind viele Jungs darunter, die Selcuk und Kai ausgebildet haben“, erläutert Cordes. Bis zum Einstieg des neuen Trainerduos wird Friedhelm „Fidi“ Willms den Landesliga-Unterbau interimsweise betreuen. Der 55-Jährige, Vater von VfL-Kapitän Ole Willms, arbeitete bislang unter anderem erfolgreich im Nachwuchs von GW Kleinenkneten. „Ich glaube, dass wir den Richtigen gefunden haben und das eine vernünftige Geschichte wird. Die Mannschaft sollte einen guten Mittelfeldplatz erreichen“, meint Schwolow. Aktuell ist die VfL-Reserve Tabellenneunter.

Frauen

Seit 2015 führt Sven Flachsenberger als Trainer bei den Bezirksliga-Frauen Regie. Wer ihm beim Tabellenvorletzten der Staffel Mitte folgen wird, steht noch nicht fest. „Die Gespräche laufen aber. Wir hoffen, dass wir noch Ende Januar Vollzug melden können“, erklärt Schwolow.

Jugend

Künftig will der VfL Wildeshausen im Nachwuchsbereich von den A- bis zu den C-Junioren mindestens in der Bezirksliga vertreten sein. „Dafür werden wir ein Gesamtkonzept entwickeln. Ein Kunstrasenplatz ist dafür unabdingbar“, bekräftigt Kinzel. „Ein Kunstrasenplatz wäre der Booster für die Fußballabteilung – das ist der Baustein, der noch fehlt“, pflichtet ihm Bragula bei.

Marketing und Finanzen

Malte Smolna und Gordon Hermanni beackern ab sofort die Themenfelder Sponsoring, Finanzen und Marketing. „Die wirtschaftlichen Belange sind nicht zu unterschätzen“, unterstreicht Hermanni. Wenn der Verein die nächste Stufe erreichen, sprich: die Landesliga-Zugehörigkeit festigen wolle, gehe das nur mit den entsprechenden finanziellen Mitteln. Das gelte aber auch für andere Bereiche. Als Beispiel nennt er die Trainerqualifizierung.

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