Malte Hollmann mit deutschen U21-Faustballern nach Aufholjagd Europameister

„Es war schon fast vorbei“

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Ausgelassen feiern die deutschen U21-Faustballer um Malte Hollmann (hinten, 3.v.l.) vom TV Brettorf den Gewinn des Europameistertitels.

Brettorf - Was für eine furiose Aufholjagd! Die deutschen U21-Faustballer lagen im Finale der Europameisterschaft im österreichischen Peilstein bereits mit 0:2 Sätzen im Rückstand. Doch die Crew um Angreifer Malte Hollmann vom TV Brettorf bewies Kämpferqualitäten und schnappte Gastgeber Österreich beim 3:2 (14:15, 7:11, 11:6, 11:8, 11:9) die ersehnte Goldmedaille noch vor der Nase weg.

, erinnert sich Malte Hollmann, der sein erstes großes Turnier im deutschen Nationaltrikot bestritt. „Wir haben die österreichischen Angreifer nicht in den Griff bekommen und überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Die Bälle lagen gut, aber trotzdem haben wir nicht gepunktet.“

Den ersten Satz verlor die Mannschaft der Bundestrainer Hartmut Maus und Roland Schubert nach Abwehr von sieben Satzbällen mit 14:15. Im zweiten Durchgang waren die Deutschen chancenlos. Knackpunkt war, als die Österreicher im dritten Satz an der Angabe wechselten. „Wir haben Vollgas gegeben und unsere Stärken ausgespielt. Wir haben immer dran geglaubt, denn wir wissen, was wir draufhaben“, sagte Malte Hollmann.

Nach dem Satzausgleich zog Deutschland im entscheidenden fünften Durchgang rasch auf 9:5 davon. Austria-Coach Michael Fels nahm eine Auszeit. Tatsächlich kam der Ausrichter nochmal auf 8:9 heran, musste sich nach Abwehr eines Matchballs dennoch geschlagen geben. Der Rest war Jubel in Schwarz-Rot-Gold. Allerdings hatte das Turnier Kraft gekostet: „Wir haben schon ordentlich gefeiert, aber nicht bis in die frühen Morgenstunden – dazu waren wir zu kaputt“, berichtete Malte Hollmann.

Denn der Europameister musste auf dem Weg zum Titel an zwei Tagen insgesamt sechs Partien absolvieren. In der Vorrunde gewann Deutschland gegen Italien (11:6, 11:5), Titelverteidiger Schweiz (5:11, 11:8, 11:4) und Spanien/Katalonien (11:4, 11:4). Durch die abschließende Pleite gegen Österreich (9:11, 11:3, 10:12) mussten die Deutschen den Umweg über das Halbfinale gehen, wo sie die Schweiz in drei Sätzen besiegten (11:6, 11:9, 15:13). Malte Hollmann kam in vier EM-Partien auf der Position vorne rechts zum Einsatz und durfte die Angaben schlagen.

Gemeinsam mit seinen Eltern gönnt sich der 19-jährige Brettorfer nach dem Triumph nun noch ein paar Tage Urlaub in Österreich, bevor am Freitag, 18.30 Uhr, das Bundesliga-Derby gegen den SV Moslesfehn ansteht.

mar

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