Maik Bitter macht komplett dicht

HSG-Keeper beim 22:15 über VfL Bad Zwischenahn der Matchwinner

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Sören Meyer (am Ball) ging beim 22:15 über den VfL Bad Zwischenahn auch mal dahin, wo es weh tut. Der HSG-Rückraumschütze war mit vier Treffern bester Werfer seines Teams.

Harpstedt - Von Sven Marquart. Tim Remme wusste genau, bei wem er sich zu bedanken hatte: „Maik Bitter war der Man of the Match – was er gehalten hat, war echt überragend“, sagte der Trainer des Handball-Regionsoberligisten HSG Harpstedt/Wildeshausen nach dem hart erkämpften 22:15 (9:9) über den VfL Bad Zwischenahn.

Mit seiner Einschätzung lag Remme goldrichtig. Denn bereits in der ersten Halbzeit hatte Keeper Bitter durch einige Paraden dafür gesorgt, dass die Hausherren zur Pause nicht in Rückstand lagen. Unter anderem entschärfte der 37-Jährige auch einen Siebenmeter von VfL-Linkshänder Kevin Brötje.

HSG-Torwarttrainer Holger Meyer hätte auch Kian Töllner Einsatzzeit gegönnt. Doch angesichts der Galaform seines Keeperkollegen und wegen des engen Spielverlaufs musste sich der Nachwuchstorhüter mit einem Aufwärmprogramm in der Pause begnügen.

Die Gäste kamen an Bitter nicht vorbei

Bitter zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen im zweiten Durchgang dann sogar noch mit einer Leistungssteigerung zurück. Nach dem 15:17 durch Manuel Meyer machte der HSG-Schlussmann hinten komplett dicht und ließ in den verbleibenden 10:45 Minuten keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. 

Hoch, flach, von außen, aus dem Rückraum oder Tempogegenstoß: Was die Gäste auch probierten – Bitter entschärfte in der Schlussphase alles, was auf seinen Kasten kam. Unterstützt wurde er dabei von seinen Vorderleuten, die in der Deckung kräftig zupackten und die Ammerländer nur höchst selten in gute Wurfpositionen kommen ließen.

„Die Abwehr stand bombastisch! Dadurch konnten wir uns sogar ein schlechtes Angriffsspiel erlauben“, sagte Remme. Denn was seine Crew in der Offensive ablieferte, gefiel dem HSG-Coach überhaupt nicht: „Das war halbherzig! Nur Sören Meyer ist mal dahin gegangen, wo es weh tut.“ Denn auch die VfL-Abwehr ging keinesfalls zimperlich zu Werke. So konnte sich in der ersten Halbzeit keine der beiden Mannschaften weiter als einen Treffer absetzen. „Außerdem haben wir bestimmt zehn Hundertprozentige liegen gelassen“, monierte Remme.

HSG hatte Ausfälle zu verkraften

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Mit seinem Treffer zum 11:9 besorgte Routinier Michael Kunsch die erste Zwei-Tore-Führung (32.). Den entscheidenden Vorsprung verschafften sich die Hausherren dann mit einem kleinen Zwischenspurt vom 12:11 (35.) zum 15:11 (38.). Henning Meyer, Jan Witscher und Nils Kayser nutzten die Überzahl, als Kevin Brötje eine Zeitstrafe absitzen musste.

Dass nach 60 Minuten der sechste Saisonsieg und der Sprung auf den dritten Tabellenplatz stehen würden, hatte Remme vor dem Anpfiff nicht unbedingt erwartet. Denn er hatte einige Ausfälle zu verkraften. Unter anderem stand dem Übungsleiter der beruflich verhinderte Torjäger Patrick Gralla nicht zur Verfügung. Notgedrungen musste deshalb Henning Fastenau noch mal ins Trikot schlüpfen. Der 36-Jährige, der seine Handballschuhe vor dieser Saison eigentlich an den Nagel gehängt hatte, war im zweiten Abschnitt ein nicht zu unterschätzender Faktor in der Abwehr.

HSG Harpstedt/Wildeshausen: Bitter, Töllner (n. e.) - N. Kern (2), Gröper (3), H. Meyer (3), Kayser (3), Kunsch (3/1), Witscher (3), Bovensmann (1), S. Meyer (4), Fastenau.

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