Ass vom SK Wildeshausen wird Niedersachsenmeisterin

Madita Mönster gewinnt Landestitel

Glückwunsch! Der Vorsitzende des Niedersächsischen Schachverbandes, Michael S. Langer (v.l.), gratulierte den Landesmeistern Madita Mönster und Tobias Vöge (HSK Lister Turm) zum Titelgewinn. Fotos: Kahlenberg
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Glückwunsch! Der Vorsitzende des Niedersächsischen Schachverbandes, Michael S. Langer (v.l.), gratulierte den Landesmeistern Madita Mönster und Tobias Vöge (HSK Lister Turm) zum Titelgewinn.

Wildeshausen – Besser hätte 2020 aus Sicht des Schachklubs Wildeshausen kaum beginnen können. „Das war ein sehr gelungener Jahresauftakt für uns“, freute sich Vereinstrainer Jens Kahlenberg. Sein Schützling Silas Richter hatte bei der Landesmeisterschaft im Hotel Niedersachsenhof in Verden den dritten Platz in der C-Open-Konkurrenz belegt. Übertroffen wurde der 14-Jährige nur noch von seiner Klubkollegin Madita Mönster, die Niedersachsenmeisterin wurde und sich damit für die DM 2021 qualifizierte.

Auf dem Weg zum Titel hatte Madita Mönster im A-Open-Feld einen optimalen Start erwischt. Zum Auftakt gewann die 17-jährige Oldenburgerin gegen Monika Braje (SG PST-Trier) und ließ anschließend gegen Thore Meiwes (SK Lehrte) einen weiteren Sieg folgen. „Thore hat sie in der Eröffnung überrascht, aber das hat Madita sehr gut gelöst. Auch als Thore einen Läufer geopfert hat, hat sie das sehr elegant widerlegt“, lobte Kahlenberg.

Am zweiten Spieltag trennte sich Madita Mönster zunächst remis von Boris Schröder (SG Osnabrück) und kassierte anschließend gegen den Turnierfavoriten Dietmar Cevik (SVG Salzgitter) ihre einzige Turnierniederlage. „Das war eine schwächere Partie von Madita, die wir noch analysieren müssen. Sie hat aber zu viel Respekt gezeigt“, meinte Coach Kahlenberg.

Nach weiteren Remisen gegen Manfred Lenhardt (SC Weiße Dame) und Ralf Schöngart (SF Buxtehude) war Madita Mönster vor der Schlussrunde punktgleich mit Rita Nizamova (KSV Göttingen). Während die Göttingerin ihr finales Duell gegen Harald Kiesel (SV Laatzen) verlor, profitierte Madita Möster davon, dass ihr Kontrahent Henning Hupe (SF Mühlenberg) nicht antrat. Mit 4,5 Punkten belegte sie als beste Frau den elften Platz der A-Open, gleichbedeutend mit dem Landestitel, da in der übergeordneten Meisterrunde keine Frau mitspielte. Zudem steigerte Madita Mönster ihre Deutsche Wertungszahl (DWZ) um 33 Zähler auf 1985. „Das war eine sehr gute Leistung zum Auftakt ihres letzten U 18-Jahres. Schön, dass Madita gleich im Anschluss bei der Damen-DM mitwirken kann“, bilanzierte Kahlenberg.

Die Überraschung schlechthin: Silas Richter belegte den dritten Platz im C-Open-Feld.

Im C-Open-Feld wagten in Silas Richter, Nevio Wozniak und Ian Petermann drei Teilnehmer der Wildeshauser Realschulschach-AG den Einstieg in den Turniersport. Dabei sorgte Silas Richter laut Kahlenberg für „die Überraschung schlechthin“: Der 14-Jährige hatte bis zur abschließenden siebten Runde in Führung gelegen, durfte sich nach der Niederlage gegen Tom Rehpenn (TuS Varrel) aber mit dem dritten Platz, 100 Euro Preisgeld und 136 hinzugewonnenen DWZ-Punkten trösten.

Von den vorherigen sechs Begegnungen hatte Silas Richter fünf gewonnen. Auch in der dritten Runde gegen Alexander Schinner (Breloher SC) stand der Huntestädter auf Gewinn, bot dann aber selbst Remis an. „Silas spielt noch zu schnell. Auch im Duell um den Turniersieg stand er aus meiner Sicht klar besser. Dummerweise hat er eine Mattdrohung übersehen“, berichtete Kahlenberg, der mit Richters Auftritt ansonsten „rundum zufrieden“ war.

Nevio Wozniak hatte im vergangenen Jahr einen ordentlichen Leistungssprung gemacht, den er in Verden nun bestätigte. In sieben Partien gelangen dem 13-Jährigen drei Siege. Das reichte zu Rang 52 im 74-köpfigen Starterfeld. „Jetzt ist Nevio heiß auf den Nordwest-Cup Ende Januar in Bad Zwischenahn“, sagte Kahlenberg.

Immerhin zwei Siege und ein Remis verbuchte Ian Petermann, der am Ende 58. wurde. Unter anderem bezwang er in Runde sechs seinen Klubkollegen Tim Schwenker. Für den 15-Jährigen wäre aus Sicht von Kahlenberg aber mehr möglich gewesen. Knackpunkt war die Partie in der fünften Runde gegen Marion Wilmink (SK Nordhorn-Blanke). In der mehr als vier Stunden dauernden Begegnung stand Ian Petermann kurz vor Schluss auf Gewinn, übersah dann aber eine dreizügige Turmkombination und verlor. „Diesen Knacks hat Ian nicht mehr verwunden“, meinte Kahlenberg. Vor allem in der letzten Partie gegen Shahnaz Daoud (SK Lehrte) leistete Ian Petermann, der diesmal ein einzügiges Matt übersah, für seinen Geschmack zu wenig Widerstand.

Voll des Lobes war Kahlenberg hingegen für Tim Schwenker. Der erst neun Jahre alte Bassumer „machte die Punkte, die er machen musste“ und trotzte als Bonus dem erfahrenen Harald Lambrecht (MTV Celle) ein Remis ab. 2,5 Zähler bedeuteten in der Endabrechnung Platz 64.  mar

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