VfL Wildeshausen ist Herbstmeister

Lukas Schneider serviert beim 5:0 in Rastede dreimal perfekt

Wildeshausens Linksverteidiger Lukas Schneider bereitete beim 5:0-Erfolg in Rastede die ersten drei Treffer vor. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Dieser VfL Wildeshausen macht einfach Spaß! Beim 5:0 (1:0) über den FC Rastede spielte der Fußball-Bezirksligist in den zweiten 45 Minuten seine vielleicht beste Halbzeit in der laufenden Saison. Weil überdies Spitzenreiter TuS Obenstrohe nicht über ein 1:1 beim VfL Stenum hinauskam, wechselte die Tabellenführung zu den Krandel-Kickern, die zugleich die Herbstmeisterschaft feiern konnten.

„Ohne unsere Zuschauer wären wir nicht da, wo wir jetzt sind. Sie sind ein wichtiger Teil. Sie haben das Auswärtsspiel für uns zu einem Heimspiel gemacht“, schickte VfL-Coach Marcel Bragula nach der Partie erstmal ein dickes Dankeschön an die zahlreichen Wildeshauser, die sein Team an den Köttersweg begleitet hatten. Die Anhänger dürften die Reise nicht bereut haben. Zwar hatten beide Mannschaften auf dem rutschigen Boden zunächst etwas mit Standschwierigkeiten zu kämpfen, doch nach etwa zehn Minuten nahm die Wittekind-Crew das Zepter fest in die Hand und verwöhnte die Schlachtenbummler immer wieder mit sehenswerten Spielzügen.

Gegen die aus einem kompakten 5-3-2-System agierenden „Löwen“ hatte Bragula eine 4-4-2-Formation mit den schnellen Maximilian Seidel und Sebastian Bröcker in der Spitze aufgeboten. Die ersten beiden guten Chancen durch Alexander Kupka waren noch nicht von Erfolg gekrönt (23./24.). Dann flankte Seidel auf seinen Sturmpartner Bröcker, dessen Kopfball am Pfosten landete (41.). Nach einem Einwurf von Lukas Schneider erzielte Seidel aus zehn Metern schließlich das hochverdiente 1:0 (43.), zugleich der Pausenstand.

„In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann in einen Flow gespielt. Das war Kombinationsfußball, so wie wir ihn uns vorstellen“, schwärmte Bragula. Einen tollen Schneider-Freistoß aus 22 Metern konnte Max Braun noch abwehren (51.). Beim 2:0 durch Robin Ramke, der eine scharfe Schneider-Hereingabe einschob, war der FC-Keeper dann machtlos (57.). Auch zum 3:0, das Sascha Görke erzielte, lieferte Schneider die Vorlage (67.). Nicht nur wegen seiner drei Assists war Linksverteidiger Schneider für Bragula „der auffälligste Spieler“.

Anschließend schnürte Görke seinen Doppelpack, indem er einen Freistoß des eingewechselten Christoph Stolle zum 4:0 einköpfte (67.). Den Schlusspunkt setzte Robin Ramke. Nach einem Traumpass von Youngster Elias Schröder über mehr als 20 Meter umkurvte er Braun und schob zum 5:0 ein (89.).

Und Rastede? Bis auf einen Schuss, den Sebastian Pundsack gut parierte (80.), war von den Gastgebern offensiv rein gar nichts zu sehen. Dabei hatte Bragula in Niklas Heinrich, Alexander Kupka und Marius Krumland gegen die Ammerländer Standardspezialisten ungeplant drei kopfballstarke Akteure auswechseln müssen.

Besonders Kupkas Einsatz im letzten Hinrundenspiel gegen GVO Oldenburg (Sonntag, 18. November, 14 Uhr) scheint gefährdet: Wildeshausens Sechser humpelte nach einem harten Foul von Matthias Grimm, der mit der Gelben Karte noch gut bedient war, mit dickem Fuß vom Platz (63.). Allerdings haben die Wildeshauser im Vergleich zur Vorsaison, als sie ebenfalls Herbstmeister wurden, den Titel aber letztlich dem SV Brake überlassen mussten, einen deutlich breiteren Kader. „Auch das macht uns stark“, bestätigte Bragula, der René Tramitzke, Michael Eberle und Kevin Kari in Rastede gänzlich schonen konnte. - mar

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