FC Huntlosen mit starker zweiter Hälfte / Zimmermann feiert an alter Wirkungsstätte ersten Punkt

Lukas Bünz macht es seinen Mitspielern vor

Prima Zweikampfquote, aber keine Punkte: Philipp Finger (l.) kassierte mit dem VfL Wildeshausen II eine 0:3-Niederlage gegen den VfR Wardenburg. Foto: Marquart

Landkreis – Die Bilanz des SV Atlas II bleibt makellos: Der Klassenprimus wahrte durch das 3:0 über RW Hürriyet im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga seine blütenweiße Weste. Die Durststrecke des TV Falkenburg ist dagegen vorüber: Das Schlusslicht holte durch das 2:2 beim TV Dötlingen seinen ersten Punkt in der laufenden Saison.

TV Jahn – FC Huntlosen 3:3 (2:0): In der ersten Halbzeit war Huntlosen deutlich unterlegen. „Da haben wir zu wenig investiert“, monierte Trainer Maik Seeger. Jahn machte mächtig Druck, und die Gäste wussten sich nur mit langen Bällen zu helfen. Nach einem Eckstoß durfte Okan Özcan aus 18 Metern ungehindert Maß nehmen und zum 1:0 einschießen (5.). Eine perfekte Flanke köpfte Marcel Maus zum 2:0 ein (30.). Jahn versäumte es allerdings, vor der Pause den dritten Treffer nachzulegen. Dadurch blieb Huntlosen im Spiel. „In der Halbzeit haben wir uns kurz geschüttelt und neu sortiert“, berichtete Seeger. Zu Wiederbeginn wechselte er dann Lukas Bünz ein. Der A-Junior machte es seinen Teamkollegen dann vor. „Er war der Erste, der gezeigt hat, dass man auch flach hinten rausspielen kann“, lobte Seeger den Linksverteidiger. Nach etwa einer Stunde bauten die Platzherren konditionell ab, und Dennis Jielg bugsierte einen weiten Einwurf von Sebastian Merz zum 1:2 ins Netz (60.). Wenig später wurde Kai Harberts rund 20 Meter vor dem Jahn-Tor nicht angegriffen, hielt einfach mal drauf – und traf zum 2:2 (62.). Nach einem Freistoß von der Mittellinie brachte Marc Pawletta Jahn erneut in Führung – 3:2 (84.). Kurz vor Schluss bediente Leon Fenslage Kai Harberts, der Jahn-Keeper Alexander Sinn ausmanövrierte und den 3:3-Endstand besorgte (89.). Sinn sah nach Spielende wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte. „Das war eine geile Mannschaftsleistung, in der zweiten Halbzeit so zurückzukommen“, freute sich Seeger.

VfL Wildeshausen II – VfR Wardenburg 0:3 (0:1): „Das war in der ersten Halbzeit eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“, sagte VfL-Routinier Matthias Ruhle. Trotzdem lagen die Krandel-Kicker zur Pause mit 0:1 in Rückstand, weil sich ihr Keeper Maik Backhus einen Eckball ins eigene Tor geklatscht hatte (10.). Zu Beginn der zweiten Hälfte war der Aufsteiger zunächst am Drücker. Bis Florian Düser einen langen Ball über den Kopf rutschen ließ und Lukasz Ryszard Jarosiewicz das 2:0 für Wardenburg erzielte (62.). Einen Wildeshauser Ballverlust im Mittelfeld nutzte Lennart Schönfisch dann noch zum 3:0 (70.). Die Landesliga-Reserve kombinierte zwar gefällig bis zum Strafraum, brachte aber keine zwingende Torchance zustande.

TV Dötlingen – TV Falkenburg 2:2 (1:2): Zunächst deutete wenig darauf hin, dass Falkenburgs Coach Georg Zimmermann an alter Wirkungsstätte den ersten Zähler feiern sollte. Schön freigespielt von Roman Seibel, steuerte Kevin Strumpski allein auf Falkenburgs Schlussmann Andreas Möhlenbrock zu und schob zum 1:0 ein (17.). Doch urplötzlich veloren die Gastgeber komplett den Faden. „Völlig unerklärlich! Wir sind in einen 25-minütigen Tiefschlaf gefallen“, sagte Dötlingens Co-Trainer Tim Lemke. So wartete seine Elf nach einem vermeintlichen Foul an Julian Eilers auf den Pfiff. Schiedsrichter Michael Koch (SV Rethorn) ließ aber weiterlaufen, und Nils-Sören Wendlandt erzielte das 1:1 (24.). Mit einem tollen Schuss von der Strafraumkante genau in den Winkel markierte Wendlandt auch das 2:1 für die „Falken“ (34.). „Das Tor des Monats“, meinte Lemke anerkennend. Anschließend hatte Dötlingen Glück, dass Wendlandt vor der Pause kein drittes Mal traf. Im zweiten Abschnitt attackierten die Gastgeber früher und erspielten sich Chancen. Folgerichtig glich Benjamin Bohrer zum 2:2 aus (58.). Dabei blieb es dann – auch weil Seibel in der Schlussphase nur die Latte traf. „Solche Spiele hat man mal“, meinte Lemke achselzuckend.

TSV Ganderkesee – Harpstedter TB 3:2 (1:1): Weil der TSV seine Bitte um Verlegung abgelehnt hatte, hatte die Niederlage für Jörg Peuker einen faden Beigeschmack. „Aber auch in dieser Formation hätten wir gewinnen können, wenn nicht müssen“, erklärte der HTB-Coach. Aufgrund der Personalnot beorderte er Jannes Pleus und Mel Siegenthaler in die Startelf und wechselte in Nils Klaassen und Marik Landgraf zwei weitere angeschlagene Akteure ein. „Trotzdem haben wir das Spiel diktiert“, erläuterte Peuker. Nach Flanke von Julian Meyer besorgte Onno Bolling das 1:0 für den HTB (20.). Allerdings begünstigte Bolling dann mit zwei haarsträubenden Patzern das 1:1 durch Bjarne Walkenhorst (30.) sowie das 2:2 durch Tobias Neuse (55.). Dazwischen hatte Pleus die Harpstedter zum zweiten Mal in Front gebracht (48.). Ganderkesees Siegtreffer erzielte schließlich Byron Lee Garcia per Konter – 3:2 (78.).  mar

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