Nur Löwensen und Hoffmann überzeugen beim Saisonfinale

SC Wildeshausen läuft nach 64:74 gegen TuS Bersenbrück auf Platz fünf ein

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Tim Hoffmann (Bild) war einer von zwei Akteuren, denen Spielertrainer Edward Brouwer gute Leistungen attestierte.

Wildeshausen - Ihre schlechteste Saisonleistung hatten sich die Bezirksliga-Basketballer des SC Wildeshausen ausgerechnet für das abschließende Heimspiel gegen den TuS Bersenbrück aufgehoben. Obwohl die Gäste ohne Auswechselspieler angereist waren, triumphierten sie in der Wallschulsporthalle mit 74:64 (41:29). „Wir haben heute so gespielt wie der HSV in München“, sagte der Wildeshauser Sportchef und bekennende Eintracht-Frankfurt-Fan Michael Haake nach dem Saisonkehraus.

Morgens musste Spielertrainer Edward Brouwer schon schlechte Nachrichten verdauen, als sich Topscorer Alexander Grote mit Fieber und Grippe abmelden musste. „Da auch Rudi Finke verhindert war, fehlten uns sozusagen 40 Punkte. Trotzdem müssen wir das Spiel gewinnen. Leider hat die zweite Garnitur heute nicht geliefert. Es fehlte die notwendige Konzentration“, monierte Brouwer.

Das erste Viertel spiegelte genau dies wider. In der siebten Minute hatten sich die Gäste bereits einen 18:11-Vorsprung erarbeitet. Beim Viertelende hieß es 20:20. „Da haben wir drei Minuten gezeigt, was möglich ist, wenn wir konzentriert spielen“, unterstrich Brouwer. Lediglich Lars Löwensen und Tim Hoffmann attestierte er eine gute Leistung. „Das zweite Viertel war katastrophal: keine Körperspannung, kein Einsatz, schlechte Entscheidungen“, fand auch Haake klare Worte. So lagen die Hausherren zur Halbzeit bereits mit 29:41 zurück.

Nach der Pause stellte Brouwer auf eine Mann-Mann-Verteidigung um. „Das hätte ich wohl gleich von Beginn an spielen lassen sollen“, meinte er selbstkritisch. Mit einem 6:0-Lauf verkürzte seine Crew auf 35:41, agierte dann aber wieder unkonzentriert, so dass Bersenbrück erneut davonziehen konnte. „Mehrfach hatten wir die Möglichkeit, den Abstand noch weiter zu verringern, aber es war einfach nicht unser Tag“, sagte Point Guard Borchert Finke.

Mit einem 45:61-Rückstand gingen die Huntestädter in den letzten Abschnitt und zeigten urplötzlich, wozu sie im Stande sind. Stück für Stück dampften sie den Rückstand bis auf acht Zähler ein (37.). Doch dann kassierte Dani Morina sein fünftes Foul und musste vorzeitig das Feld räumen. Zwei schnelle Dreier brachten Bersenbrück dann endgültig auf die Siegesstraße.

Nach dem Spiel bedankten sich die Wildeshauser Korbjäger mit einem kleinen Imbiss bei ihren Fans. „Auch unser Gegner ist der Einladung gefolgt, und das ist doch das, was wir im Sport erreichen wollen: Gemeinsamkeit“, betonte Brouwer.

SC Wildeshausen: Borchert Finke (28), Alexander Baal, André Pavel (8), Efe Alkanat, Dani Morina (6), Alessandro Bianchi, Tim Hoffmann (4), Marcel Pavel (3), Lars Löwensen (15), Philipp Weihs, Edward Brouwer.

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