„Lieber jetzt einen Cut machen“

Volleyball-Teams des VfL Wildeshausen befürworten die Saisonunterbrechung

Mittelblocker Marek von der Mehden (links) vom Volleyball-Oberligisten VfL Wildeshausen beim Angriffsschlag.
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Mehr Zeit zur Integration: Wildeshausens neuer Mittelblocker Marek von der Mehden (l.) kann die Saisonunterbrechung sinnvoll nutzen.

Wildeshausen – Für die Oberliga-Volleyballer des VfL Wildeshausen hatte die Saison noch gar nicht richtig begonnen, da muss die Crew um Spielertrainer Jakub Brys auch schon wieder eine Pause einlegen. Wegen der immer dramatischer werdenden Coronasituation sah sich das Präsidium des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes (NWVV) in der vergangenen Woche dazu gezwungen, den Spielbetrieb in allen Klassen unterhalb der Regionalliga vorerst bis zum 21. Januar zu unterbrechen. Damit leiste der NWVV „seinen Beitrag in der Coronapandemie zu den empfohlenen Kontaktreduzierungen“, heißt es auf der Internetseite des Verbandes.

Nach dem Heimspieltag Mitte November mit dem Sieg über die DJK Füchtel Vechta (3:0) und der Niederlage gegen die VSG Ammerland II (0:3) wollten die Wildeshauser in der Oberliga gerade richtig durchstarten. Allein im Dezember hätten für die Huntestädter vier Auswärtspartien auf dem Programm gestanden. Doch die Begegnungen liegen nun erst einmal auf Eis, genauso wie das für Anfang Januar geplante Spiel beim TV Baden II und der zweite Heimspieltag gegen die SG Buxtehude-Altkloster und den FC Schüttorf 09 II.

„Aber wir können lieber jetzt einen Cut machen und die Saison dann fortsetzen, wenn sich die Zahlen beruhigt haben – alles andere macht keinen Sinn“, findet Wildeshausens spielender Co-Trainer Frank Gravel. In seinem Team seien alle Akteure immunisiert, einige hätten sogar schon ihre Boosterimpfung bekommen, berichtet der 55-Jährige. Das Training soll unter 2G-Plus-Bedingungen vorerst weiterlaufen. Die Zeit wollen die Wildeshauser nutzen, um ihre neuen Mittelblocker Marek von der Mehden und Marcel Junel weiter zu integrieren.

Auch Gunther Wieking findet es „völlig logisch, dass der Verband Vernunft walten lässt“. Andererseits bedauert der Coach der Wildeshauser Landesliga-Frauen die Unterbrechung. Die Stimmung in seiner Mannschaft sei trotz der beiden Auswärtsniederlagen beim Vareler TB (0:3) und bei den Emder Volleys II (2:3) sehr gut gewesen. Nun fürchtet Wieking, „dass der Elan, den wir hatten, ein wenig verloren geht“. Auch die Frauen um Kapitänin Sina Meyer trainieren weiter, wenn auch mit reduziertem Programm. „Schließlich können wir nicht die Füße hochlegen und warten, was kommt“, meint Wieking.

Dass es für die Wildeshauserinnen wie geplant am 22. Januar mit dem Auswärtsspiel bei der SG Ofenerdiek/Ofen weitergeht, kann sich Wieking „angesichts der Infektionszahlen fast nicht vorstellen“. Anfang des neuen Jahres will das NWVV-Präsidium die Situation erneut betrachten und darüber beraten. In der Zwischenzeit entwickelt der Verbandsspielausschuss mögliche Szenarien für eine gewertete Saison 2021/2022. Das Ziel, daran lässt der NWVV keinen Zweifel, ist ein geregelter Auf- und Abstieg. Dazu sei auch eine Verlängerung der Spielzeit über das geplante Ende im März/April hinaus möglich. Doch bezüglich der angepeilten Wertung ist Wieking skeptisch. „Das sehe ich nicht“, erklärt der 53-Jährige.

Auch Frank Gravel hat „Zweifel, dass wir noch eine komplette Saison mit Hin- und Rückrunde spielen werden“. Er hegt jedoch die Hoffnung, dass „die Infektionszahlen bis Mitte Januar runtergehen und wir dann neu starten können“. Ob es zu einer Wertung kommen kann und soll, macht Gravel davon abhängig, wie viele Spiele tatsächlich ausgetragen werden können. „Dafür sollten wir mindestens eine einfache Runde absolviert haben“, findet er. „Aber ich schließe auch nicht aus, dass die Saison wieder komplett ins Wasser fällt.“

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